
Natürlich hoffen Vukicevic und sein Team auf eine tolle Kulisse in der Bergisch Gladbacher BELKAW-Arena, wo das Endspiel um 13 Uhr angepfiffen wird. Wer die U17-Mädels Im Kampf um den Titel unterstützen will, kann sich noch Tickets sichern.
„Wenn du merkst, dass von den Tribünen starker Support kommt, kann das noch mal zusätzliche Kräfte freisetzen“, ist der Trainer überzeugt. „Gerade bei den hohen Temperaturen, die uns am Samstag erwarten, könnten die Zuschauer ein Faktor werden.“ An die 30 Grad sind vorhergesagt fürs Wochenende.
Erwarten dürfen alle Fans in jedem Fall ein hochklassiges Endspiel. Für beide Teams ist es die erste Finalteilnahme. Während sich die Leverkusenerinnen als Meister der Staffel West/Südwest im Halbfinale gegen den Nord/Nordost-Zweiten SV Meppen durchsetzen konnten (2:0, 2:1), schaltete die SpVg Aurich als Meister der Staffel Nord/Nordost den Süd-Staffelsieger Eintracht Frankfurt nach zwei sehr engen Duellen, die jeweils 1:1 endeten, schließlich im Elfmeterschießen (6:5) aus. Im Stadion in Aurich hatten im Rückspiel 3.280 Zuschauer für eine Rekordkulisse gesorgt. Vukicevic: „Es tut sich dort eine Menge im Mädchen- und Frauenfußball. Die U16 hat die Niedersachsen-Liga gewonnen, die U17 wurde Meister in ihrer Staffel und die Frauen gewannen den Titel in der Oberliga – es herrscht also eine richtige Euphorie in Aurich.“
Leverkusens Trainer sieht seine Truppe am Samstag nicht in der Favoritenrolle, sondern erwartet ein Finale auf Augenhöhe. „Beide Teams haben es geschafft, besser als 28 andere Mannschaften in den drei Staffeln zu sein. Das ist kein Zufallsprodukt. Aurich hat großes Potenzial und viele Qualitäten“, sagt Vukicevic. Die größte Stärke der Ostfriesinnen ist das Verteidigen. Nur 9 Gegentore kassierte Aurich in 18 Ligaspielen – so wenige wie keine andere Mannschaft in den drei Staffeln der B-Juniorinnen-Bundesliga. „Sie stehen hinten sehr kompakt, lassen dem Gegner wenig Räume und kaum Chancen zu. Aber sie haben eben auch gefährliche Spielerinnen in den vorderen Reihen und setzen diese immer wieder geschickt ein.“
Auf der anderen Seite stellen die Bayer 04-Mädels staffelübergreifend die mit Abstand beste Offensive. Insgesamt erzielten sie 77 Tore in 18 Spielen, im Schnitt also mehr als vier Treffer pro Begegnung. Überhaupt hat das Team eine überragende Saison gespielt, gewann die ersten 14 Meisterschaftspartien allesamt, musste nur zwei Niederlagen hinnehmen und hielt die SGS Essen als Zweiten und den 1. FC Köln als Dritten souverän auf Distanz. Im Jahr zuvor waren die Bayer 04-Mädels mit nur zwei Punkten Rückstand auf den FSV Gütersloh Zweiter geworden.
Ihre enorme Qualität im Spiel nach vorne wollen die B-Juniorinnen von Schwarz-Rot natürlich auch am Samstag auf den Platz bringen. „Es dürfte auch deshalb ein hoch interessantes Finale werden“, sagt Vukicevic, „der beste Angriff trifft auf die beste Abwehr der Bundesliga“. Es bleibe abzuwarten, wer seine Trümpfe besser ausspielen könne. Seine Mannschaft werde vermutlich mehr Ballbesitz haben und mit ihrer Offensiv-Power versuchen, den Gegner vor Probleme zu stellen.
Fürs Toreschießen sind bei der U17 vor allem Delice Boboy und Estrella Merino Gonzales zuständig. Boboy wurde mit 21 Treffern Torschützenkönigin der B-Juniorinnen-Bundesliga, Gonzales brachte es auf 18 Treffer. Die beiden Offensivkräfte waren kürzlich für die deutsche U17-Nationalmannschaft bei der EM in Estland im Einsatz und sind für die kommende Saison im Kader der Bundesliga-Frauen eingeplant.
Zu den Leistungsträgerinnen der Bayer 04-B-Juniorinnen zählen überdies Kapitänin und Innenverteidigerin Sina Frank sowie Mittelfeldspielerin Ida Daedelow, die unter der Woche noch bei der deutschen U16-Auswahl in Österreich weilte. „Sie ist als Antreiberin extrem wichtig für uns“, sagt Vukicevic und hofft, dass die 15-Jährige, die sich beim DFB-Team einen Infekt eingefangen hat, diesen bis zum Finale auskuriert haben wird. Verzichten muss der Coach in jedem Fall auf Stammkraft Jolina Heltemes, die sich bei ihrem Kopfball-Treffer zum 1:0 im Halbfinal-Rückspiel gegen Meppen einen Bänderriss zugezogen hat. „Sie ist unglücklich aufgekommen und wird uns natürlich am Samstag sehr fehlen.“ Weiterhin nicht einsatzbereit sind Anna-Lena Kuckertz (Sprunggelenksverletzung) und Anna Pocrnic (Rückenprobleme).
Sollte das Finale nach den regulären 80 Minuten unentschieden enden, würde es eine Verlängerung von 2 x 10 Minuten geben. Steht auch danach keiner Sieger fest, folgt die Entscheidung per Elfmeterschießen. Und egal wie das Endspiel ausgeht, im Anschluss daran findet in jedem Fall noch die Saisonabschlussfeier der U17-Mädels statt – am liebsten natürlich mit dem Titel in der Tasche.
Für all diejenigen, die nicht vor Ort sein können, ist das Finalspiel auch kostenfrei im Stream über DFB-TV zu sehen.

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