
„Frankfurt hat sich den Sieg verdient, aber wir haben unseren Beitrag dazu geleistet, dass die Partie den Begriff Spitzenspiel verdient hatte. Beide Teams haben sehr viel investiert und sind ein hohes Tempo gegangen“, sagte Pätzold: „Ich bin stolz auf meine Mannschaft, die gegen das aktuell beste deutsche Team sehr gut mitgehalten hat. Wir haben in dieser Saison vier der bisherigen sieben Frankfurter Gegentreffer erzielt.“ Der Coach erlebte intensive 90 Minuten. „In der Anfangsphase hatten wir einige Probleme und sind unter Druck geraten. Nach dem Elfmeter haben wir mehr Zugriff bekommen, Fehler provoziert und sind zu Abschlüssen gekommen. Der Ausgleich war ein absolutes Traumtor. Leider hatten wir das Momentum aber nicht lange auf unserer Seite, weil wir kurz an Spannung verloren haben. Ähnlich war es nach dem zweiten Ausgleichstreffer“, so Pätzold: „In der Schlussphase haben wir nach den Wechseln nochmal Druck gemacht und hätten mit etwas Glück wieder ausgleichen können.“
Gegenüber dem 2:1 im Wiederholungsspiel beim SC Freiburg hatte der 45-Jährige eine Veränderung in seiner Startelf vorgenommen. Für Delice Boboy kehrte Cornelia Kramer in die Doppel-Spitze an die Seite von Caroline Kehrer zurück. Im Tor stand erneut Charlotte Voll anstelle von Kapitänin Friederike Repohl (Virusinfekt). Juliette Vidal kehrte nach ihrem Nasenbeinbruch mit einer Carbon-Maske in den Kader zurück.
Die Frankfurterinnen begannen druckvoll und erspielten sich früh den ersten Hochkaräter. Nach einer hohen Flanke prallte Voll am Fünfmeterraum mit Innenverteidigerin Selina Ostermeier zusammen, SGE-Stürmerin Laura Freigang kam frei zum Schuss und schob den Ball links am Tor vorbei (4.). Sechs Minuten später verzog die deutsche Nationalspielerin eine weite Hereingabe am zweiten Pfosten knapp. Wenig später setzte Freigang den Ball erneut freistehend per Direktabnahme aus kurzer Distanz über das Tor (13.).
Auf der Gegenseite meldete Kramer die Werkself in der Partie an. Der Flachschuss der dänischen Stürmerin trudelte nur um Zentimeter am Tor vorbei (15.). Unmittelbar danach landete ein angeschnittener Eckball von Kristin Kögel am rechten Pfosten. Wenig später belohnte sich die Eintracht dann doch für ihre starke Anfangsphase. Nach einem Steckpass holte Voll die heranstürmende Nicole Anyomi von den Beinen. Sara Doorsoun verwandelte den Strafstoß sicher (24.). Zwei Minuten später verpasste Kramer die schnelle Antwort. Ihr Abschluss wurde zur Ecke abgelenkt.
Die Partie nahm nun immer mehr an Fahrt auf. Ein Abschlag von Eintracht-Torhüterin Stina Johannes landete sofort wieder bei den Gästen - und Vilhjalmsdottir fasste sich ein Herz. Die isländische Nationalspielerin zirkelte den Ball aus rund 30 Metern über die überraschte Keeperin hinweg zum Ausgleich ins linke obere Toreck (33.), es war ihr erster Saisontreffer. Doch der Spitzenreiter antwortete prompt. Geraldine Reuteler nahm bei einem schnellen Gegenangriff Anyomi mit, die sich im Dribbling durchsetzte und an Voll vorbei zur erneuten Führung einschob (36.). Bis zum Pausenpfiff blieb das Tempo hoch. Die Werkself presste früh, Frankfurt lauerte weiter auf schnelle Durchbrüche.






Durchgang zwei begann ohne Atempause. Nach einer Ecke von links landete der von der SGE unzureichend geklärte Ball vor den Füßen von Piljic, die ihn wie zuvor Vilhjalmsdottir in Traumtor-Manier in den Winkel drosch (49.). Im direkten Gegenzug stellte die Eintracht den alten Abstand wieder her. Die Ex-Leverkusenerin Elisa Senß bediente Reuteler, die von rechts in den Strafraum eindrang und ins linke Toreck traf (51.). Die Gastgeberinnen drängten nun auf die Zwei-Tore-Führung. Die bis dato glücklose Freigang scheiterte an einer starken Fußabwehr von Voll (57.).
Pätzold brachte in Boboy für Kehrer sowie Winter-Zugang Ruby Grant für Torschützin Vilhjalmsdottir frischen Wind für die Offensive (60.). Die eingewechselte Boboy stand prompt im Mittelpunkt. Nach einer Ecke verpasste die Stürmerin am zweiten Pfosten hauchzart den erneuten Ausgleich - und rauschte bei ihrer Aktion schmerzhaft in selbigen. Nach einer kurzen Behandlungspause konnte die 18-Jährige weiterspielen.
Die Leverkusenerinnen hielten den Druck hoch, fanden aber gegen die aufmerksame Eintracht nur selten Lücken. Für die Schlussviertelstunde wechselte Pätzold weiteres frisches Personal ein. Juliette Vidal und Shen Menglu kamen für Sofie Zdebel und Kögel in die Partie (77.). In den letzten Minuten verstärkte die großgewachsene Innenverteidigerin Emilie Bragstad (für Kramer) die Offensive zusätzlich. Doch die Frankfurterinnen verwalteten ihren Vorsprung erfolgreich. Die größte Gelegenheit zum Ausgleich vergab die eingewechselte Menglu (90.+1).
Am 14. Spieltag folgt für die Bayer 04-Frauen das erste Heimspiel des neuen Jahres an. Am Samstag, 8. Februar (12 Uhr), trifft das Pätzold-Team im Ulrich-Haberland-Stadion auf die SGS Essen. Tickets für die Partie gibt es vorab HIER im Online-Shop von Bayer 04.
Die Statistik:
Eintracht Frankfurt: Johannes - Wolter, Doorsoun, Aehling, Lührßen - Senß (88. Veit), Pawollek, Gräwe - Freigang (75. Prasnikar) - Anyomi (75. Wamser), Reuteler (86. Chiba)
Bayer 04: Voll - Merino Gonzalez, Ostermeier, Turanyi, Levels - Zdebel (77. Vidal), Piljic - Vilhjalmsdottir (60. Grant), Kögel (77. Menglu) - Kramer (86. Bragstad), Kehrer (60. Boboy)
Tore: 1:0 Doorsoun (24., Foulelfmeter), 1:1 Vilhjalmsdottir (33.), 2:1 Anyomi (36.), 2:2 Piljic (49.), 3:2 Reuteler (51.)
Gelbe Karte: - Turanyi, Pätzold
Schiedsrichterin: Karoline Wacker (Lehrensteinsfeld)
Zuschauer: 3540 im Stadion am Brentanobad

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