
Vor einem Jahr war der SV Werder Bremen in der gleichen Situation wie die Leverkusenerinnen jetzt. Als Aufsteiger ins Oberhaus ging es in erster Linie darum, die Klasse zu halten – als Tabellenzehnter ist das gelungen. „Die Mannschaft ist in der vergangenen Saison gut zusammengewachsen. Im Sommer haben sie ein paar neue Spielerinnen dazu geholt“, weiß Hagedorn. „Sie haben gute Erfahrungen gesammelt in dem Jahr.“ In die aktuelle Spielzeit ist Werder mit einem 3:0-Sieg gegen Aufsteiger Borussia Mönchengladbach gestartet. „Der Sieg war wichtig für sie, dadurch können sie mit Selbstvertrauen gegen uns ins Spiel gehen“, so die Fußballlehrerin. „Ich sehe sehe Bremen und uns und der Situation, dass wir uns in der Tabelle gegenseitig hinter uns lassen müssen, um letztlich die Liga halten zu können.“
Der Fehlstart gegen die Bayern dürfte auch Bremen nicht entgangen sein. Daher wird „unser Gegner am Anfang direkt draufgehen", glaubt Hagedorn. „Sie werden versuchen, uns zu attackieren. Aber wir werden uns nicht hinten reinstellen. Wir wollen versuchen, Bremen unser Spiel aufzudrücken und punkten!"
Am vergangenen Sonntag sorgte Jessica Wich mit ihrem Führungstor gegen den Vizemeister nach neun Minuten für die Überraschung des Spiels, nach einer halben Stunde humpelte sie schwer verletzt vom Platz. Die bittere Diagnose: Das Kreuzband, das Innenband und der Innenminiskus sind gerissen. „Das tut uns sehr weh, das ganze Team war geschockt“, sagt Hagedorn betroffen. „Jess hat in den letzten Wochen eine tolle Leistung gezeigt und sich dann auch noch mit dem Tor gegen München gelohnt. Das tut uns allen sehr leid für sie, dass sie nun so schwer verletzt ist. Wir hoffen, dass sie wieder gesund wird, der Heilungsprozess gut verläuft und sie wieder zurückkommen kann.“
Für Ivana Rudelic (Knie-Probleme) hatte es vergangene Woche noch nicht gereicht, sie steht gegen Bremen aber zumindest für einen Kurzeinsatz zur Verfügung. Melissa Friedrich befindet sich weiter im Aufbautraining – „sie ist noch nicht bei 100 Prozent.“


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