
In der bielefelder Schüco-Arena standen sich Arminia Bielefeld und die Bayer 04-Frauen zum ersten Mal in einem Pflichtspiel gegenüber. Den Drittligisten, der in der Regionalliga West die Tabelle ohne Punktverlust und mit einem Torverhältnis von 68:15 Toren anführt, hatten die Leverkusenerinnen bissig erwartet – den Erwartungen entsprechend starteten die Gastgeberinnen in die Partie.
Gleich nach zwei Minuten erspielten sich die Blauen durch einen Konter eine sehenswerte Torchance – die Schwarz-Roten hatten in diesem Moment das Glück auf ihrer Seite. Nach dem ersten kleinen Wachrüttler kam auch die Elf von Trainerin Verena Hagedorn ins Spiel. Barbara Reger und Elisabeth Mayr kamen in den ersten zehn Minuten dem Bielefelder Tor gefährlich nahe. Erfolgreicher als ihre beiden Teamkolleginnen war in der 12. Minute Madeline Gier: Aus zentraler Position versenkte die 22-Jährige die Kugel unten rechts im Netz. Wieder Mayr, die an diesem Pokal-Wochenende die Kapitänsbinde trug, und Lena Uebach verpassten es nach gut 20 Minuten zu erhöhen, zwei Freistöße kurz vor dem Halbzeitpfiff blieben ohne Gefahr. Auch die Arminen kamen zu ihren Möglichkeiten. Besonders stark zeigten sich die Bielefelderinnen bei Standardsituationen – bei einem Eckball etwa war Torhüterin Laura Sieger mit einer starken Parade zur Stelle und verhinderte den Ausgleich. Auch in der 45. Minute musste die Keeperin eingreifen, um einen Konter zu vereiteln.
Im zweiten Durchgang wurde der Klassenunterschied dann etwas deutlicher. Elisabeth Mayr erhöhte in der 60. Minute nach einem Querpass von Lena Uebach auf 2:0. In weiteren Abschlüssen waren die Leverkusenerinnen allerdings nicht zwingend genug. Kurz vor Schluss drehten die Gastgeberinnen nochmals auf – der späte Anschlusstreffer in der 90. Minute konnte den Einzug der Schwarz-Roten ins Viertelfinale allerdings nicht mehr verhindern.
„Bielefeld hat rausgeholt, was ging“, würdigte die Bayer 04-Trainerin den Auftritt des zweikampfstarken Regionalligisten. „Letztlich waren wir aber die stärkere Mannschaft und hatten ein leichtes Übergewicht. Schade, dass wir nicht früher ein paar Treffer landen und unseren Klassenunterschied durch Tore zeigen konnten – das nehmen wir mit als Lernprozess. Wir freuen uns, dass wir das Pokalspiel gewonnen haben und eine Runde weiter sind“, so Hagedorn.
Die Runde der letzten Acht wird im Februar wieder gemeinsam mit der der Männer ausgelost. Das Viertelfinale ist für Mittwoch, 13. März angesetzt.
Nach der Länderspielphase und dem Pokal-Wochenende geht es für Bayer 04 in der Liga am kommenden Sonntag, 25. November, um 14 Uhr auswärts bei Turbine Potsdam weiter. Anstoß beim Tabellendritten ist um 14 Uhr.
Arminia Bielefeld: Brandt – T. Grünheid, Schaaf, Mößinger, Hausberger – Lösch, Preuß, Birker, Thiemann – S. Grünheid, Ronzetti
Bayer 04: Sieger – Sahlmann, Wirtz, Barth, Ringsing – Prinz, Oliveira Leite, Reger – Uebach, Gier, Mayr
Tore: 0:1 Gier (12.), 0:2 Mayr (60.), 1:2 Grunheid (90.)
Gelbe Karten: – / Preuß, Oliveira Leite
Schiedsrichterin: Naemi Breier (Konz)
Zuschauer: 475
MSV Duisburg – Turbine Potsdam 1:3
Bayern München – Werder Bremen 3:0
SC Sand – TSG Hoffenheim 1:2 n.V.
1. FC Saarbrücken – 1. FFC Frankfurt 2:3
Arminia Bielefeld – Bayer 04 1:2
SGS Essen – SC Freiburg 0:4
FC Forstern – VfL Wolfsburg 0:9
Herforder SV – Borussia Mönchengladbach 0:3


Auf hochkarätigen Turnieren in drei Ländern traten sämtliche Junioren-Teams von Bayer 04 durchaus erfolgreich gegen den Ball: Neben dem überzeugenden Turniersieg der U15 in Essen landeten auch die U17 in Stemwede, die U14 in den Niederlanden sowie die U11 in Österreich mit Rang drei auf dem Treppchen. Derweil sorgten die U16-Juniorinnen mit einem 11:1 gegen die U17 des 1. FC Köln für klare Verhältnisse im Derby. Das Nachwuchs-Wochenende im Überblick.
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Als Bundesliga-Dritter erwischte die Werkself nach der Winterpause einen Fehlstart ins Jahr 2026, fand im Laufe der Wochen allmählich aber zurück in die Erfolgsspur und gehörte wie im Vorjahr zu den Top 16 in Europa und den Top 4 im DFB-Pokal. In der Bundesliga blieb die Werkself zudem in Sachen Champions-League-Qualifikation bis zum Ende im Rennen. Weil sich aber zwischen gute Leistungen und „big points“ immer wieder auch Rückschläge in die Auftritte der Werkself schlichen, reichte es am Schluss nicht ganz für die Königsklasse. Eine Saison mit vielen Höhen und Tiefen endete auf Rang sechs und in der Qualifikation für die UEFA Europa League. Teil II des Rückblicks auf die Saison 2025/26.
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