Sternad und Tomasiak lassen WM-Träume leben: Die Länderspiel-Bilanz der Frauen

Zwei wichtige Treffer, drei gewahrte WM-Träume und eine Enttäuschung: Die Länderspielpause hatte es aus Sicht der Bayer 04-Frauen in sich. Während vier Leverkusenerinnen mit ihren Nationalmannschaften im dramatischen Play-off-Rennen um die Teilnahme an der Weltmeisterschaft gefordert waren, standen für vier weitere Testspiele auf dem Programm. Bayer04.de zieht eine Bilanz.
Maja Sternad trifft entscheidend

Für die Highlights sorgten am Dienstabend zwei Stürmerinnen der Werkself, die ihren Teams mit entscheidenden Toren zum Einzug in die zweite Play-off-Runde verhalfen. Paulina Tomasiak, die beim 0:1 der Polinnen im Hinspiel gegen Belgien schon 88 Minuten absolviert hatte, stand auch beim Rückspiel-Krimi in Danzig in der Startelf – und war maßgeblich an der Wende zugunsten Polens beteiligt. Mit ihrem Tor zum zwischenzeitlichen 2:1 (67.) sorgte sie für die Verlängerung, die 3:2 endete. Im Elfmeterschießen setzten sich die Gastgeberinnen schließlich 4:3 durch und schafften damit den Sprung in die nächste Runde.

Sternad führt Slowenien zum Sieg

Genauso viel Grund zum Jubeln hatte Tomasiaks Leverkusener Sturmpartnerin Maja Sternad. Beim 3:3 der Sloweninnen im Play-off-Hinspiel in der Türkei hatte die 23-Jährige noch angeschlagen gefehlt, im Rückspiel in Domzale stand sie dann von Beginn an auf dem Platz und leitete den Sieg ein. Nach einer frühen Roten Karte für die Gäste ließ Sternad Slowenien dank einer Kopfball-Bogenlampe in der 83. Minute jubeln, die Partie endete 2:0. Damit rückt auch ihr Team dem Turnier in Brasilien (24. Juni bis 25. Juli 2027) einen Schritt näher.

Paulina Tomasiak

Dass dieser Traum für eine Bayer 04-Spielerin frühzeitig platzen würde, stand schon vor den Play-off-Partien fest. Denn das Duell zwischen dem Kosovo und Österreich war zugleich ein direktes Duell zwischen den Teamkolleginnen Lumbardha Misini und Claudia Wenger. Auf dem Feld begegneten sich die beiden allerdings nicht, da Wenger im Hinspiel angeschlagen fehlte und im Rückspiel auf der Bank saß. Mittelfeldakteurin Misini spielte jeweils durch, konnte aber weder das 1:2 im Hinspiel im Kosovo noch das 0:4 im Rückspiel in Österreich verhindern.

Nächste Play-off-Runde Ende November

Damit stehen unter anderem Sternad, Tomasiak und Wenger mit ihren Teams in der zweiten WM-Play-off-Runde (26. November bis 5. Dezember). Die sieben bestplatzierten Sieger dieser Runde gemäß der Ligatabellen der Women's European Qualifiers 2026 qualifizieren sich direkt für die Weltmeisterschaft. Der einzige verbleibende der acht Sieger muss den Umweg über die Interkontinental-Play-offs gehen. Der Teilnehmer aus Europa steigt in der zweiten Phase dieser Interkontinental-Play-offs im Februar 2027 ein.

Cornelia Kramer

All diese Hürden bleiben der mit vier Bundesliga-Treffern bislang erfolgreichsten Leverkusener Stürmerin dieser Saison erspart. Cornelia Kramer kam im ersten von zwei Testspielen der bereits für die WM qualifizierten dänischen Nationalmannschaft in Kanada zum Einsatz. Beim 2:4 im Elfmeterschießen nach einem 1:1 in der regulären Spielzeit in Montreal stand die Stürmerin in der zweiten Hälfte auf dem Platz. In der zweiten Partie, die die Skandinavierinnen in Toronto 4:3 gewannen, saß Kramer auf der Bank.

Erfolgreicher Auftakt für deutsche U23

Für die deutsche U23-Nationalmannschaft sprangen zum Auftakt in die neue Länderspielrunde ein Sieg und ein Remis heraus. Beim 2:0 in Schottland standen Loreen Bender (bis zur 73. Minute), Estrella Merino Gonzalez und Sofie Zdebel in der Anfangsformation, beim 0:0 gegen Schweden in Bremen spielte Bender durch, während Merino Gonzalez und Zdebel nicht zum Einsatz kamen.