
„Die Mannschaft tut mir Leid, da sie insbesondere in der 2. Halbzeit in Unterzahl einen aufopferungsvollen Kampf geliefert hat. Das 1:1 hätten wir am Ende definitiv verdient gehabt“, äußerte sich Feifel im Anschluss an die Partie.
Ähnlich wie bei den vergangenen Auftritten kamen die Bayer 04-Frauen nicht optimal ins Spiel. Fehlende Kompaktheit und eine teils mangelnde Laufbereitschaft trugen zu einer instabilen Anfangsphase bei. Das 1:0 für Potsdam war indes nicht zu verhindern. Nach einem Eckball nickte Sara Agrez (25. Minute) per Kopfball ins linke untere Eck ein.
Fortan liefen die Leverkusenerinnen gegen den Rückstand an. Dieses Unterfangen wurde nicht zuletzt aufgrund der Gelb-Roten Karte gegen Ann-Kathrin Vinken (45. Minute) unmittelbar vor dem Pausenpfiff erheblich erschwert. Dennoch war die Mannschaft von Achim Feifel zum Ende der ersten Hälfte besser ins Spiel gekommen, wobei mehrere Kontersituationen der Schwarz-Roten nicht verwertet wurden. „Aufgrund eines taktischen Fouls geht die Verwarnung noch in Ordnung, aber die zweite Gelbe Karte ist für mich inakzeptabel. In dieser Situation hätte eine Ermahnung ausgereicht“, schildert Feifel seine Meinung zum Platzverweis.
Nach der Halbzeit musste der Cheftrainer, bedingt durch die Unterzahl, auf ein 4-4-1-System umstellen. Trotz ungleicher Verhältnisse hielten die Werkself-Frauen gut mit. Sie machte es dem Gegner durch defensive Kompaktheit so schwierig wie möglich, den Vorsprung auszubauen – mit Erfolg. Zugleich konnten sie zunehmend mehr Spielanteile generieren und punktuell offensive Akzente setzen. Außerdem war die kämpferische Leistung der Mannschaft unübersehbar.
In der Schlussphase rückten strittige Abseitssituationen in den Mittelpunkt des Geschehens. Dabei wurde unter anderem ein Tor durch Ivana Rudelic aufgrund vermeintlicher Abseitsstellung zurückgepfiffen. „Im gesamten Spiel wurde viermal Abseits gegen uns gepfiffen, wobei keine Entscheidung davon aus meiner Sicht korrekt war. Es ist schade, dass so viele Entscheidungen des Schiedsrichtergespanns das Ergebnis beeinflusst haben“, so der Cheftrainer der Bayer 04-Frauen.
„Wir müssen aber auch uns hinterfragen. Unsere Chancenverwertung war nicht optimal. Unsere Mentalität auf dem Platz ist nicht immer stimmig und muss für die bevorstehenden Partien verändert werden. Denn wenn wir immer so beherzt agieren mit der nötigen Willensstärke, wie wir es heute in der zweiten Hälfte getan haben, mache ich mir um die Zukunft der Mannschaft keine Sorgen“, resümierte Feifel.
Das nächste Spiel der Leverkuserinnen steigt am Sonntag, 3. November (Anstoß um 14:00 Uhr) vor heimischer Kulisse gegen Tabellen-Schlusslicht FF USV Jena.
Die Statistik:
Turbine Potsdam: Fischer – Siems, Mesjasz, Agrez (74. Elsig) – Graf, Zadrazil, Chmielinski (78. Höbinger), Gasper, Gerhardt, Prasnikar, Ehegötz (85. Weidauer)
Bayer 04: Klink – Csiszár, Friedrich, Barth, Wirtz – Sahlmann, Wimmer (81. Uebach), Vinken, Zeller (46. Rackow), Nikolic, Rudelic
Tor: 1:0 Agrez (25.)
Gelbe Karten: Gasper, Graf / Rudelic, Vinken
Gelb-Rote Karte: - / Vinken
Schiedsrichterin: Franziska Wildfeuer (Lübeck)
Zuschauer: 1.095


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Rüdiger Vollborn ist seit 40 Jahren im Klub, mit 401 Bundesliga-Einsätzen der Rekordspieler des Klubs und hat als einziger Bayer 04-Profi sowohl den UEFA-Cup (1988) als auch den DFB-Pokal (1993) gewonnen. Und auch nach seiner beeindruckenden Profi-Karriere blieb der gebürtige Berliner dem Werksklub weiter erhalten, arbeitete fortan neun Jahre als Torwarttrainer. Inzwischen ist Vollborn unterm Bayer-Kreuz als Fanbeauftragter und Klub-Archivar tätig. Seit Februar 2021 nimmt das personalisierte schwarz-rote Lexikon die Werkself-Fans in der Rubrik „Rudi erzählt...“ monatlich mit auf eine kleine Reise in die Geschichte von Bayer 04.
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