
„Was machen wir jetzt als Erstes?“ Diese gespannte Frage hörten die Junioren-Trainer der U8 bis U14 vergangene Woche im Leistungszentrum von Bayer 04 immer wieder. Endlich wieder richtiger Fußball. Endlich wieder Rasen. Endlich wieder zusammen als Mannschaft. Nach fast drei Monaten Lockdown mit digitalen und zuletzt individuellen Einheiten durften die Bayer 04-Talente wieder mit ihren Mannschaften sowie zwei Trainern auf den Platz.
„Ein tolles Gefühl, dass ab 16 Uhr auf Kurtekotten wieder richtig Leben herrscht“, freut sich auch Cheftrainer Jörg Bittner. Natürlich ist der Ablauf noch Vorgaben unterworfen. Die Kinder werden möglichst gebracht, die Umkleiden nicht genutzt, außerhalb des Platzes Masken getragen und ein Einbahnstraßensystem leitet alle Anwesenden über die Anlage. Aber auf dem Platz war eben richtiges Fußballspielen angesagt – gemeinsam, oder wie es U8-Trainer Jürgen Haagmans ausdrückt: „Digital-Training war wie Nudeln mit Ketchup. Jetzt ist wieder feinste Bolognese angesagt.“
Kicken. Miteinander, gegeneinander. Entsprechend sah auch die erste Trainingswoche aus. „Es standen vor allem Spielformen im Mittelpunkt“, erklärt U14-Coach Mirko Casper und spricht dabei eigentlich für alle Kollegen. Dass das Feingefühl und die fußballspezifische Kondition trotz fleißiger „Heimarbeit“ dabei noch nicht auf Top-Level waren, ist klar.

„Aber es ging ja jetzt vor allem darum, wieder zusammen zu trainieren, zu reden, sich auszutauschen, zu lachen“, so Casper. Entsprechend bunt ging es auf dem Platz zu. „Von konzentriert über lebhaft bis hin zu übermütig war in den ersten Einheiten alles dabei“, erzählt U12-Trainer Pierre De Wit.
Und vor allem bei den jüngeren Spielern fiel immer wieder der Satz: „Ich war so aufgeregt, wie bei meinem allerersten Training bei Bayer 04“, wie U8-Coach Haagmans berichtet, der teilweise staunte, „was der eine oder andere Spieler in den letzten Monaten für einen Schuss getan hat.“
Unverändert und jahrgangsübergreifend blieb natürlich die Freude am Fußball. „Die Kids haben alles wie ein Schwamm aufgesaugt“, so Haagmans. Und U14-Trainer Casper freut sich über „Emotionen, Dynamik, alles das, was eben nur auf dem Fußballplatz geht.“ Die Jahrgänge U8 bis U11 trainieren zunächst zwei Mal, U12 bis U14 drei Mal pro Woche – mit der Option, auch samstags eine Einheit einzuschieben. Die U15 ist an der BayArena am Start.
„So haben wir es geschafft, allen im Rahmen der Verordnungen optimale Möglichkeiten zu bieten“, sagt Cheftrainer Bittner, wohl wissend, dass sich das je nach Entwicklung der Pandemie auch wieder ändern kann.









Aber das bringt ihn und sein Team nicht aus der Fassung: „Unser Denken, Leben und Handeln ist an der Aktualität ausgerichtet und da haben sich alle im Leistungszentrum und in besonderem Maße auch die nebenamtlich Tätigen in den vergangenen Monaten mit viel Hingabe und Herzblut um unsere Jungs gekümmert.“
Dass es das wert ist, hat die freudige Rückkehr auf den Rasen nur zu gut verdeutlicht...

Ein Überblick über die Ticket-Verkäufe zu den Heim- und Auswärtsspielen der Werkself.
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Drei Spieltage vor Saisonende können die Bayer 04-Frauen bei der SGS Essen einen Rekord knacken und einen weiteren einstellen. Auch rein sportlich ist die Mannschaft von Trainer Roberto Pätzold nach zuletzt drei Siegen in Folge im Auswärtsspiel am Sonntag (14 Uhr, Stadion an der Hafenstraße) in der Pflicht, um ihre Chance auf Platz drei zu wahren.
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Rüdiger Vollborn ist seit 40 Jahren im Klub, mit 401 Bundesliga-Einsätzen der Rekordspieler des Klubs und hat als einziger Bayer 04-Profi sowohl den UEFA-Cup (1988) als auch den DFB-Pokal (1993) gewonnen. Und auch nach seiner beeindruckenden Profi-Karriere blieb der gebürtige Berliner dem Werksklub weiter erhalten, arbeitete fortan neun Jahre als Torwarttrainer. Inzwischen ist Vollborn unterm Bayer-Kreuz als Fanbeauftragter und Klub-Archivar tätig. Seit Februar 2021 nimmt das personalisierte schwarz-rote Lexikon die Werkself-Fans in der Rubrik „Rudi erzählt...“ monatlich mit auf eine kleine Reise in die Geschichte von Bayer 04.
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