
„Kompliment an die Mädels, dass sie bei sich geblieben sind und bis zum Schluss gekämpft haben. Es ist sehr wichtig, dass wir jetzt mit diesem Erfolgserlebnis in die Pause gehen und den Anschluss nach oben gehalten haben“, sagte de Pauw: „Nach der Führung haben wir leider die Ordnung verloren, Kompliment an Duisburg, die super dagegengehalten haben. Unsere Torhüterin hat ihre Klasse gezeigt, danach haben wir zum Glück schnell das 2:1 erzielt, hatten mehr Ruhe und haben noch zwei schöne Treffer erzielt.“ Insgesamt hielt der Niederländer fest: „Man kann nicht immer schön spielen, manchmal sind auch andere Tugenden gefragt. Am Ende stimmt das Ergebnis.“
Die Partie stand unter dem Motto „Danke ans Ehrenamt“, eine Aktion des Deutschen Fußball-Bunds (DFB), mit der der Verband jährlich mit Klubs aus der Bundesliga, der 2. Bundesliga, der 3. Liga und der Frauen-Bundesliga ehrenamtliches Engagement würdigt. Beim Einlaufen präsentierten die beiden Teams deshalb den Zuschauern auf einem Banner die Dankes-Botschaft. Personell begann die Partie aus Sicht von Schwarz-Rot mit drei Veränderungen in der Startelf: Vier Tage nach dem 0:3 beim Tabellenführer FC Bayern München brachte der von seinem grippalen Infekt wiedergenesene Trainer Selina Ostermeier anstelle von Sylwia Matysik als Rechtsverteidigerin, Melissa Friedrich in der Innenverteidigung für Lilla Turányi sowie Paulina Bartz im Mittelfeld für Sofie Zdebel.
Aus einer 4-1-4-1-Grundordnung heraus begannen die Leverkusenerinnen fokussiert. Schon die erste ernsthafte Torannäherung brachte die Führung: Vilhjálmsdóttir nutzte nach einem Zuspiel von Bartz einen Stockfehler in der gegnerischen Defensive. Die Isländerin drehte sich mit dem Rücken zum Tor blitzschnell um die eigene Achse und ließ MSV-Keeperin Ena Mahmutovic mit ihrem Abschluss aus kurzer Distanz keine Chance. Die Werkself blieb am Drücker und setzte sich am gegnerischen Sechzehner fest. Nach einer Viertelstunde war dann aber auch Torhüterin Friederike Repohl erstmals gefordert und schirmte den Ball gegen Stürmerin Julia Kappenberger geschickt ab.
Die Gäste, die nur zwei Punkte aus den ersten neun Spielen gesammelt hatten, blieben mutig und provozierten den ein oder anderen Ballverlust der Bayer 04-Defensive. Auf der Gegenseite probierte es Kristin Kögel nach einer halben Stunde aus der Distanz, Mahmutovic machte sich lang und kratzte den Ball aus dem Winkel. Kurz vor der Pause belohnten sie sich dann die Gäste für ihren hohen Aufwand: Miray Cin fand mit ihrem Eckball den Kopf von Natalie Muth, die freistehend zum Ausgleich einnickte (38.). Danach verteidigte der MSV den Zwischenstand gut sortiert bis zur Pause.





Zur Pause brachte de Pauw Lilla Turányi für Emilie Bragstad. Die Partie blieb zunächst ausgeglichen. Die Bayer 04-Frauen suchten nach Lücken in der Defensive der Gäste, doch die blieben ebenfalls gefährlich: Mit einem starken Reflex verhinderte Repohl aus kurzer Distanz gegen Yvonne Zielinski den Rückstand (60.). Fast im direkten Gegenzug ging Schwarz-Rot erneut in Führung: Skinnes Hansen setzte sich auf Rechtsaußen durch und flankte in die Mitte. Dort traf Kögel per Flachschuss an Mahmutovic vorbei zum 2:1.
Direkt danach wechselte de Pauw doppelt: Loreen Bender (für Bartz) kam zu ihrem Pflichtspieldebüt, außerdem ersetzte Cecilie Johansen Vorlagengeberin Skinnes Hansen. Die Leverkusenerinnen setzten sich immer mehr in der MSV-Hälfte fest - und erhöhten wenig später. Nach einer Ecke von Kögel landete der Ball erst bei Turányi und von dort bei Karczewska, die gedankenschnell zum 3:1 einschob. Danach verwaltete die Werkself ihren Vorsprung routiniert und setzte einige immer wieder offensive Nadelstiche. In der Nachspielzeit sah die bereits verwarnte Muth nach einem weiteren Foulspiel Gelb-Rot. Unmittelbar vor dem Abpfiff markierte die ebenfalls eingewechselte Wieder dann den Endstand.
Für die Bayer 04-Frauen geht es nun neun Tage vor Weihnachten in die Winterpause. Am 3. Januar beginnt das Training am Leistungszentrum Kurtekotten wieder, in der Vorbereitung auf den zweiten Teil der Saison sind einige Testspiele geplant. Das nächste Bundesliga-Spiel wird zwischen dem 26. und 29. Januar ausgetragen: Am 11. und damit letzten Spieltag der Hinrunde reisen die Leverkusenerinnen zum SV Werder Bremen. Die Rückrunde beginnt dann eine Woche später mit dem Heimspiel im Ulrich-Haberland-Stadion gegen den VfL Wolfsburg.
Die Statistik:
Bayer 04: Repohl - Ostermeier, Friedrich, Bragstad (46. Turányi), Siems (87. Marti) - Senß - Skinnes Hansen (63. Johansen), Vilhjálmsdóttir, Kögel, Bartz (63. Bender) - Karczewska (83. Wieder)
MSV Duisburg: Mahmutovic - Freutel, Muth, Fürst (85. Henriksen), Bathmann (72. Emmerling) - Günster, Cin, Prvulovic - Halverkamps, Kappenberger, Zielinski
Tore: 1:0 Vilhjálmsdóttir (5.), 1:1 Muth (38.), 2:1 Kögel (62.), 3:1 Karczewska (69.), 4:1 Wieder (90.+4)
Gelb-Rote Karte: Muth (90./wiederholtes Foulspiel)
Gelbe Karten: - / Halverkamps, Prvulovic, Emmerling
Schiedsrichterin: Naemi Breier (Zerf)
Zuschauer: 587 im Ulrich-Haberland-Stadion

Wie bereits in den Jahren zuvor wurden im Rahmen der Tandem Young Coach-Ausbildung der Scort Foundation in Kooperation mit der Football Club Social Alliance (FCSA) auch 2026 wieder 22 Teilnehmende zu Fußballtrainern für Menschen mit Behinderung ausgebildet. Mit dabei in Karlsruhe war als langjähriger FCSA-Partnerklub auch Bayer 04. Gemeinsam als Tandem durchliefen Personen mit und ohne Behinderung die Ausbildung und lernten so aus unterschiedlichen Perspektiven voneinander. Nach spannenden und lehrreichen Tagen kehrte auch das Leverkusener Duo mit viel neuem Wissen und einem offiziellen Zertifikat zurück unters Kreuz.
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Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat die drei Kandidaten für den Titel Bundesliga-„Rookie of the Season“ 2025/26 bekannt gegeben. Zur Wahl steht unter anderem Werkself-Profi Ibrahim Maza. Fans von Bayer 04 können ab sofort und noch bis einschließlich Donnerstag, 7. Mai (23.59 Uhr), in der Bundesliga-App für ihren Favoriten abstimmen.
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Freude und Enttäuschung lagen bei den Nachwuchs-Teams von Bayer 04 an diesem Wochenende nah beieinander: Während die U19 mit einem 1:3 nach Verlängerung gegen den 1. FC Heidenheim 1846 im Achtelfinale aus dem Kampf um die Deutsche Meisterschaft ausschied, eroberte die U14 mit einem 1:0 gegen Borussia Dortmund die Tabellenführung im WDFV Junioren-Nachwuchs-Cup. Bei den Juniorinnen stand den Niederlagen der U19 und U16 der Turniersieg der U13 im belgischen Beveren gegenüber, wo Schwarz-Rot unter anderem den FC Barcelona bezwang. Das Nachwuchs-Wochenende im Überblick.
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Nach dem überzeugenden 4:0-Sieg der Bayer 04-Frauen bei der SGS Essen sprechen zwei der Torschützinnen über die souveräne Leistung und den außergewöhnlichen Auswärts-Support der Fans. Doppelpackerin Kristin Kögel und Loreen Bender ordnen den vierten Dreier in Folge ein und blicken auf die letzten beiden Spiele der Saison voraus.
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