
„Für das Gefühl war der Sieg sehr gut, aber das Ergebnis war heute nicht das Wichtigste“, sagte de Pauw: „Es ging uns darum, wieder in den Rhythmus zu kommen und mit Leidenschaft und Energie auf dem Platz zu stehen. Das hat funktioniert.“ Dabei sah er über weite Strecken zwei spielerisch unterschiedlich starke Halbzeiten. „In der ersten waren wir etwas unruhiger, in der zweiten hatten wir mehr Ruhe am Ball. Insgesamt haben wir einige Chancen kreiert, hatten aber hier und da noch ein paar Ungenauigkeiten im Passspiel.“
Der Niederländer hatte für das erste Testspiel im neuen Kalenderjahr für beide Halbzeiten zwei unterschiedliche Mannschaften aufgestellt. Einzig Ersatztorhüterin Charlotte Voll stand in beiden Durchgängen auf dem Feld. Friederike Repohl (krank), Loreen Bender (Oberschenkelprobleme) fehlten Janou Levels (anhaltende Leistenprobleme) aus gesundheitlichen Gründen, auch Clara Fröhlich, Eva van Deursen und Lara Marti waren nicht mit nach Belgien gereist.
Der Tabellendritte der belgischen Super League legte schwungvoll los und beschäftigte die Defensive der Werkself in der Anfangsphase fast permanent. Mit einem abgefälschten Freistoß von der Strafraumkante erzielte RSC-Innenverteidigerin Juliette Vidal (6.) die frühe Führung. Danach erarbeiteten sich die ganz in Hellgrau gekleideten Leverkusenerinnen langsam mehr Spielkontrolle.
Gefahr vor dem gegnerischen Tor erzeugten sie dabei allerdings nur selten. Ein Freistoß von Kapitänin Elisa Senß aus rund 25 Metern strich deutlich über das Tor (18.). Fünf Minuten später rutschte ein weiterer Senß-Freistoß der gegnerischen Torhüterin Milla Majasaari beinahe durch die Hände. Mit der nächsten Aktion gelang den Bayer 04-Frauen dann doch der verdiente Ausgleich: Estrella Merino Gonzalez fand die mit aufgerückte Siems, die trocken in die Ecke traf (24.). Zwei Minuten später senkte sich auf der Gegenseite eine lange Flanke auf die Latte des Tores von Voll. Bis zur Pause blieb es trotz aussichtsreicher Möglichkeiten beim 1:1.





Die erste Großchance im zweiten Durchgang gehörte den Bayer 04-Frauen. Cecilie Johansen fand nach einem Sprint über das halbe Feld in der Mitte Wieder, die aus kurzer Distanz an einer Glanzparade von Majasaari scheitert (48.). Eine Minute später fehlte bei einem weiteren Abschluss der Stürmerin nicht viel zur Führung. Die ließ aber nicht mehr allzu lange auf sich warten: Erst setzte Vilhjálmsdóttir einen Freistoß nur hauchzart neben den Pfosten, dann traf die Offensivspielerin eine Minute später mit einem weiteren sehenswerten Schlenzer nach einem Pass von Kristin Kögel ins Tor (57.).
Anderlecht ließ sich von der Leverkusener Druckphase nicht aus dem Konzept bringen. Lore Jacobs erzielte freistehend im Sechzehner den schnellen Ausgleich (62.). Danach beruhigte sich die Partie ein wenig, aussichtsreiche Torchancen gab es bis zur Schlussphase auf beiden Seiten kaum noch. Kurz vor dem Abpfiff schlug Wieder nach einer schönen Einzelaktion im Strafraum per Flachschuss doch noch zu.
In der kommenden Woche steht für die Trainingswoche die zweite reguläre Trainingswoche des Jahres an. Die Google Pixel Frauen-Bundesliga nimmt ihren Spielbetrieb in rund drei Wochen wieder auf: Zum Auftakt des 11. und damit letzten Spieltags der Hinrunde tritt Schwarz-Rot am Freitag, 26. Januar (Anstoß: 18.30 Uhr), live bei MagentaSport und DAZN) beim SV Werder Bremen an.
Die Statistik:
Startelf RSC Anderlecht: Majasaari - Deloose, Vanwynsberghe, Vidal, Wajnblum - de Caigny - Vatafu, Matavkova - Buabadi, Delabre, Wijnants
Bayer 04, 1. Halbzeit: Voll - Cava Marin, Bragstad, Ostermeier, Siems - Jorde, Senß - Skinnes Hansen, Bartz, Merino Gonzalez - Karczewska
Bayer 04, 2. Halbzeit: Voll - Matysik (75. Boboy), Friedrich, Turányi, Mickenhagen - Zdebel, Kögel - Johansen, Vilhjálmsdóttir, Eickmann - Wieder
Tore: 1:0 Vidal (6.), 1:1 Siems (24.), 1:2 Vilhjálmsdóttir (57.), 2:2 Jacobs (62.), 2:3 Wieder (89.)

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