
„Auch wenn viele Spielerinnen gefehlt haben, hatten wir einige dabei, die viele wertvolle Wettkampfminuten sammeln konnten“, sagte Pätzold: „Es freut mich sehr für Vanessa Haim, dass sie nach so langer Pause mal wieder länger spielen konnte und getroffen hat, auch Charlotte Voll konnte ihr Comeback feiern und Shen Menglu hat zum ersten Mal wieder eine Halbzeit gespielt. Dazu hatten viel junge Spielerinnen die Gelegenheit, sich gegen Bundesligaspielerinnen behaupten zu müssen.“ Der Sieg für den FCN ging aus seiner Sicht in Ordnung. „Nürnberg war für uns auch heute physisch und fußballerisch eine große Herausforderung. Das Spiel war von vielen Zweikämpfen geprägt und wir haben durch Fehler einige Umschaltsituationen verursacht, hatten aber auch selbst gute Kombinationen“, so Pätzold: „Das Ergebnis geht in Ordnung, weil Nürnberg mehr Großchancen hatte. Bei uns überwiegt die Freude über die Rückkehrerinnen und die Spielpraxis, die wir verteilen konnten.“
Insgesamt 16 Spielerinnen aus dem Profi-Kader waren nicht Teil des Testspiel-Aufgebots: die Nationalspielerinnen Cornelia Kramer (Dänemark), Carlotta Wamser (Deutschland), Claudia Wenger (Österreich) Loreen Bender, Estrella Merino Gonzalez, Selina Ostermeier, Katharina Piljic, Sofie Zdebel (alle Deutschland, U23), sowie die angeschlagenen bzw. verletzten Melissa Friedrich, Caroline Kehrer, Valentina Mädl, Anne Moll, Friederike Repohl, Louisa Remien, Juliette Vidal und Amy Wrigge. Aus der klubeigenen U23 ergänzten Emilia Eltgen, Jolina Heltemes, Jana Lindner, Angelie Martens, Linda Pfeiffer, Chayenne Schwarz, Alisa Sinani und Amelie Sosnik den Kader, Heltemes und Lindner standen direkt in der Startelf.
Nach einer verhaltenen Anfangsphase gehörte die erste Großchance der Partie den Nürnbergerinnen. Natassja Lein tauchte frei vor Rafaela Borggräfe auf und lupfte den Ball an die Latte (12.). Vier Minute später war die Leverkusener Torhüterin bei einem weiteren Abschluss der Stürmerin aus spitzem Winkel mit dem Fuß zur Stelle. Im direkten Gegenzug hatte Vanessa Haim die erste Möglichkeit für die Bayer 04-Frauen. Ihren strammen Schuss klärte FCN-Torhüterin Lourdes Romero zur Ecke. Das Gros der Gelegenheiten erspielte sich aber weiterhin der Tabellenelfte der Google Pixel Frauen-Bundesliga. Im nächsten Privatduell zwischen Lein und Borggräfe blieb erneut die Werkself-Keeperin die Siegerin (21.). Anschließend ließen es beide Mannschaften vor den Toren etwas ruhiger angehen. Die nächste Offensivaktion erarbeitete sich wieder Schwarz-Rot, der Schuss von Julia Mickenhagen strich aber am Tor vorbei (34.). Drei Minuten später traf Borggräfe bei einer Klärungsaktion im Strafraum eine Nürnbergerin, von dort aus knallte der Ball ans Lattenkreuz. Mit dem aus Leverkusener Sicht etwas schmeichelhaften 0:0 ging es in die Kabinen.






Zur Pause wechselte Pätzold viermal, neben dem Nachwuchs-Trio Pfeiffer, Schwarz und Sosnik gab Torhüterin Voll mehr als fünf Monate nach ihrer Schultereckgelenkssprengung ihr Comeback. Zehn Minuten nach dem Wiederanpfiff brachte Haim die Werkself schließlich in Führung. Nach einer Ecke, die der FCN nicht entscheidend klärte, stand die Stürmerin goldrichtig und schoss gegen ihren Ex-Klub zum 1:0 ein (56.). Doch der Vorsprung hielt nicht lange. Fast im direkten Gegenzug profitierte Sanja Homann von einem Abspielfehler von Voll und schlenzte den Ball über die Torhüterin hinweg zum Ausgleich ins Netz. Wiederum nur eine Minute später blieb Lara Meroni frei vor dem Tor eiskalt und drehte das Spiel komplett.
Die Pätzold-Elf bemühte sich um eine schnelle Antwort, doch es dauerte bis zur 68. Minute, ehe die eingewechselte Schwarz mit einer Direktabnahme den nächsten Warnschuss abgab. Kurz darauf scheiterte Vanessa Fudalla von halblinks an Romero, auf der Gegenseite verhinderte Voll im Eins-gegen-Eins das 1:3. Drei Minuten vor dem Abpfiff versuchte es erneut Schwarz aus der Distanz und vergab damit die letzte Chance auf den Ausgleich.
27 Tage nach dem bis dato letzten Pflichtspiel geht es am Sonntag, 26. April, in der Google Pixel Frauen-Bundesliga weiter. Am 23. Spieltag empfängt die Werkself den SC Freiburg. Anstoß der Partie im Ulrich-Haberland-Stadion ist um 16 Uhr, Tickets gibt es HIER im Ticket-Shop von Bayer 04.
Die Statistik:
Bayer 04: Borggräfe (46. Voll) - Schwartze (74. Eltgen), Heltemes (46. Sosnik), Turanyi, Mickenhagen (74. Martens) - Lindner (46. Schwarz), Daedelow (74. Grant) - Menglu (46. Pfeiffer), Kögel - Haim (74. Sinani), Fudalla
Startelf 1. FC Nürnberg: Romero - Mai, Fördös, Varley, Pollak - Guttenberger, Seguin - Homann, Günster, Meroni - Lein
Tore: 1:0 Haim (56.), 1:1 Homann (57.), 1.2 Meroni (58.)
Schiedsrichterin: Carolin Lotz (Marburg)
Zuschauer: 83 auf der Sportanlage des TSV Wörsdorf in Idstein

Wie bereits in den Jahren zuvor wurden im Rahmen der Tandem Young Coach-Ausbildung der Scort Foundation in Kooperation mit der Football Club Social Alliance (FCSA) auch 2026 wieder 22 Teilnehmende zu Fußballtrainern für Menschen mit Behinderung ausgebildet. Mit dabei in Karlsruhe war als langjähriger FCSA-Partnerklub auch Bayer 04. Gemeinsam als Tandem durchliefen Personen mit und ohne Behinderung die Ausbildung und lernten so aus unterschiedlichen Perspektiven voneinander. Nach spannenden und lehrreichen Tagen kehrte auch das Leverkusener Duo mit viel neuem Wissen und einem offiziellen Zertifikat zurück unters Kreuz.
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