
Zwar ohne Punkte, dafür aber mit viel Selbstvertrauen im Gepäck sind die Bayer 04-Frauen am vergangenen Wochenende nach der knappen 0:1-Niederlage beim Spitzenreiter FC Bayern München zurück nach Leverkusen gereist. Und mit genau dieser Energie will die Mannschaft von Cheftrainer Achim Feifel ins nächste Punktspiel gegen den SC Sand gehen. Bei einem Sieg hätten die Werkself-Frauen 17 Punkte auf dem Konto – so viele wie in der gesamten vergangenen Saison.
„Ein wenig Glück hatten wir in München sicherlich, aber wir haben auch sehr selbstsicher agiert“, blickt der Coach zufrieden zurück. Am Sonntag wartet auf seine Mannschaft, die diesmal als Favorit und nicht als Underdog in die Partie geht, dagegen ein ganz anderes Spiel. „Wir müssen offensiv einiges auf den Platz bringen und konzentrierten, konstruktiven Angriffsfußball spielen. Die Abwehr muss stabil stehen und durch gutes Pressing werden wir versuchen, mögliche Konter schon im Ansatz zu unterbinden und dem Gegner wenig Räume zu bieten.“
Der Vorjahresachte, bei dem einst Milena Nikolic und Viktoria Pinther unter Vertrag standen, steht in der Liga derzeit mit sechs Zählern auf dem zehnten Platz bei einem Torverhältnis von 6:27, verlor acht Bundesliga-Partien – zuletzt vier in Folge und jüngst auch das Duell mit dem direkten Tabellen-Rivalen SV Werder Bremen. Nur ein Punkt trennt die Gäste vom SV Meppen auf dem ersten Abstiegsplatz. Am vergangenen Wochenende konnte die Elf von Trainerin Nora Häuptle allerdings endlich wieder ein Erfolgserlebnis verbuchen: In der 2. Runde des DFB-Pokals gewann Sand mit 4:1-beim Regionalligisten SV Göttelborn und zog in die nächste Runde ein.
„Wir werden den SC Sand nicht unterschätzen. Sie haben zwar acht Liga-Spiele verloren, einen der beiden Erfolge allerdings gegen eine der Top-Mannschaften, Eintracht Frankfurt, geholt. Sie haben ihre Qualitäten im Umschalt- und Konterspiel und können gefährlich über die Außenseiten werden“, mahnt Feifel.
Aus personeller Sicht kann der Fußballlehrer wieder nahezu aus dem Vollen schöpfen. Melissa Friedrich, Lara Marti (beide Muskelprobleme), Henrietta Csiszár (Probleme mit dem Sprunggelenk) und Dora Zeller (Schlag aufs Knie) haben ihre Blessuren überwunden und sind unter der Woche zurück ins Mannschaftstraining gekehrt. Es fehlen damit lediglich die Langzeitverletzten Pauline Wimmer (Kreuzbandriss) und Jessica Wich (Knöchelfraktur).
Weitere Infos zur Partie, mehr Trainer-Stimmen von Achim Feifel und Verena Wieder im Löwinnen-Talk gibt's im brandneuen Rasenreport. Hier geht's zum ePaper.

Offensivspielerin Paulina Bartz verlässt Bayer 04 Leverkusen endgültig und wechselt innerhalb der Google Pixel Frauen-Bundesliga zum Hamburger SV. Ursprünglich lief der Vertrag der 21-Jährigen, die bereits im Winter an den Aufsteiger ausgeliehen worden war, noch bis 2027.
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Rüdiger Vollborn ist seit 40 Jahren im Klub, mit 401 Bundesliga-Einsätzen der Rekordspieler des Klubs und hat als einziger Bayer 04-Profi sowohl den UEFA-Cup (1988) als auch den DFB-Pokal (1993) gewonnen. Und auch nach seiner beeindruckenden Profi-Karriere blieb der gebürtige Berliner dem Werksklub weiter erhalten, arbeitete fortan neun Jahre als Torwarttrainer. Inzwischen ist Vollborn unterm Bayer-Kreuz als Fanbeauftragter und Klub-Archivar tätig. Seit Februar 2021 nimmt das personalisierte schwarz-rote Lexikon die Werkself-Fans in der Rubrik „Rudi erzählt...“ monatlich mit auf eine kleine Reise in die Geschichte von Bayer 04.
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