
„Wir hatten viel Ballbesitz heute und sind geduldig geblieben. Am Ende hätten wir noch mehr als drei Tore schießen können“, sagte die Niederländerin nach der Partie. „Wichtig ist aber vor allem, dass wir die drei Punkte gewonnen haben und dass Friederike kurz vor Schluss die Null halten konnte.“
Robert de Pauw musste gegen den noch sieglosen Tabellenletzten nur auf Verena Wieder verzichten (Reha nach Kreuzbandriss). Im Vergleich zur 0:1-Niederlage bei Eintracht Frankfurt nahm der Bayer 04-Cheftrainer eine personelle Änderung vor: Anstelle von Clara Fröhlich begann Lilla Turányi in der Innenverteidigung.
Seine Mannschaft bemühte sich sofort um Spielkontrolle, brauchte aber eine Weile, um an diesem kalten 2. Advent auf Betriebstemperatur zu kommen. Weil auch die Brandenburgerinnen keine Angriffswucht entwickelten, blieb die Partie zunächst ohne Höhepunkte. Die erste nennenswerte Möglichkeit bot sich Kristin Kögel, deren noch leicht abgefälschter Schuss aus rund 21 Metern knapp das Tor verfehlte (18.).
Die ganz in Rot spielenden Leverkusenerinnen erhöhten nun den Druck. Nach einem energischen Antritt von Ivana Fuso über die linke Seite steckte Jill Bayings steil auf die durchgestartete Kristin Kögel durch. Und die 23-Jährige lupfte den Ball gekonnt aus fünf Metern über die herausgeeilte Turbine-Torhüterin Anna Wellmann zum 1:0 ins lange Eck. Eine verdiente Führung für klar spielbestimmende Werkself-Frauen, die sich weitere Chancen erarbeiteten. Nach einer Flanke von Bayings kam Kögel kurz vor dem Tor nicht mehr richtig an die Kugel (28.). Glück für Turbine, dass es nach einem Schuss von Bayings aus 16 Metern keinen Elfmeter für die Leverkusenerinnen gab, denn der abgeblockte Ball ging im Strafraum an die Hand einer Potsdamerin (35.). Der Pfiff blieb jedoch aus.
Gefährlich wurde es dann noch einmal, als Fuso erneut auf links den Turbo einschaltete und in der Mitte auf Amira Arfaoui zurücklegte. Doch der Schussversuch der Stürmerin wurde abgeblockt (40.). Mit dem 1:0 für die Gastgeberinnen ging es in die Pause.
Die erste gute Aktion des zweiten Durchgangs gehörte den Gästen: Sophie Weidauer kam aus kurzer Distanz in halblinker Position zum Abschluss, konnte Friederike Repohl im Kasten der Gastgeberinnen aber nicht in Verlegenheit bringen (47.). Überhaupt gelang es den Brandenburgerinnen trotz verstärkter Offensivbemühungen nicht, das Tor der Werkself-Frauen ernsthaft in Gefahr zu bringen.
Ganz anders die Bayer 04-Frauen, die immer wieder über die Flügel Druck machten und auf das 2:0 gingen. Nach knapp einer Stunde war es so weit. Bayings legte auf Elisa Senß zurück, die Kapitänin fasste sich ein Herz und zog aus 17 Metern halblinker Position mit links ab. Der Ball schlug unhaltbar im rechten Winkel ein. Ein Traumtor der 25-Jährigen.







Die Leverkusenerinnen kontrollierten auch in der Folgezeit eindeutig das Geschehen. Als die eingewechselte Potsdamerin Jennifer Cramer wegen Meckerns mit Gelb-Rot vom Platz musste (73.), spielte das de Pauw-Team die Überzahlsituation souverän aus. Ivano Fuso erhöhte nach einem schönen Spielzug schließlich mit einem platzierten Schuss aus Mittelstürmerposition auf 3:0 (82.). Und zum dritten Mal hatte Jill Bayings mit einem feinen Pass die Vorarbeit geleistet. Friederike Repohl verhinderte mit einer Glanzparade in der Nachspielzeit noch den Ehrentreffer der Gäste. Dann war Feierabend. Mit dem vierten Sieg im neunten Spiel schob sich Bayer 04 in der Tabelle mit nun 12 Punkten auf Platz 6 vor.
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Im letzten Pflichtspiel des Jahres treten die Werkself-Frauen am kommenden Samstag, 10. Dezember, beim Tabellenzweiten FC Bayern München an. Die Partie wird um 14 Uhr angepfiffen. „Wir haben in München nichts zu verlieren, würden dort gerne einen Punkt mitnehmen“, sagt Jill Bayings und warf auch schon einmal einen Blick aufs kommende Jahr: „Nach der Winterpause wollen wir weiter Punkte sammeln. Und ich denke, dass dann am Ende der Saison Platz 4 oder 5 durchaus möglich ist.“
Die Statistik:
Bayer 04: Repohl – Siems (80. Ostermeier), Turányi, Friedrich, Marti – Senß, Gräwe (80. Blagojevic) Bayings (87. Nikolić), Kögel (80. Zdebel), Fuso – Arfaoui (65. Bücher)
Potsdam: Wellmann – Gerhardt, Sissoko (42. Meister), Kuznezov (57. Cramer), Jordan – Weidauer, Selimhodzic (46. Grincenco), Rouse, Wiankowska – Deutsch, Kyokawa (46. Barrett, 81. Radke)
Tore: 1:0 Kögel (23.), 2:0 Senß (59.), 3:0 Fuso (82.)
Gelbe Karten: Marti – Kyokawa, Wiankowska
Gelb-Rote Karte: Cramer (73.)
Schiedsrichterin: Naemi Breier (Konz)
Zuschauer: 574 im Ulrich-Haberland-Stadion

Werkself-TV zeigt nach dem 4:1von Bayer 04 gegen RB Leipzig am 32. Bundesliga-Spieltag die Pressekonferenz mit den beiden Cheftrainern Ole Werner und Kasper Hjulmand...
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Werkself-TV zeigt den 4:1-Heimsieg gegen RB Leipzig am 32. Bundesliga-Spieltag re-live...

Ein Überblick über die Ticket-Verkäufe zu den Heim- und Auswärtsspielen der Werkself.
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Im Hinspiel im Dezember vergangenen Jahres hatte die Werkself gegen RB Leipzig einen zwischenzeitlichen Rückstand noch in einen 3:1-Sieg gedreht und die ohnehin schon starke Leverkusener Bilanz gegen die Roten Bullen noch weiter aufgebessert. Mit seinem ersten Treffer beim Pflichtspiel-Debüt für Schwarz-Rot machte dabei besonders Montrell Culbreath auf sich aufmerksam. Während der 18-Jährige am Samstagabend sicherlich gerne ein zweites Mal gegen die Leipziger einnetzen würde, kommen die offensivstarken Gäste mit der breiten Brust aus fünf Bundesliga-Siegen in Folge in die BayArena. Dass die Werkself deshalb einmal mehr auf die lautstarke Unterstützung ihrer Fans angewiesen ist, weiß die Nordkurve12 und hat erneut zur „Finally Red“-Aktion im Saison-Endspurt aufgerufen. Die Kurzpässe.
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Der Videospiel-Hersteller Electronic Arts (EA) hat in dieser Woche gemeinsam mit der Deutschen Fußball Liga (DFL) die männliche sowie weibliche Top-Auswahl der Bundesligasaison 2025/26 bekanntgegeben. Bayer 04-Stürmerin Vanessa Fudalla steht in der Startelf des Frauen-„Team of the Season“. Bei den Männern wurden Alejandro Grimaldo und Aleix Garcia in den erweiterten Kreis als sogenannte Bench Player gewählt.
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