
Eine schnelle, körper- und zweikampfbetonte Anfangsphase versprach eine spannende Partie am Freitagabend im Ulrich-Haberland-Stadion. Die erste Chance der Leverkusenerinnen gehörte Isabel Kerschowski, die von der rechten Seite eine Flanke ins Zentrum brachte – Sandra Maria Jessen traf die Kugel allerdings nicht richtig und platzierte das Leder im Außennetz. Die Antwort hatte Duisburg prompt parat, als Antonia-Johanna Halverkamps nach einem Konter frei aufs Tor zulief, der Ball landete allerdings ebenfalls nur im Außennetz.
Bei der nächsten Möglichkeit behauptete sich Neu-Kapitänin Jessica Wich im Zweikampf mit zwei Duisburgerinnen, kam allerdings nur mit dem schwächeren linken Fuß zum Abschluss und schoss am Kasten vorbei. In der 20. Minute bewies Torhüterin Anna Klink gute Reflexe und hielt die Null gegen Duisburgs Alina Angerer. Nach einer hektischen Phase – die Leverkusenerinnen fanden im Aufbauspiel keine klare Linie, Duisburg störte früh und aggressiv – gelang es der Feifel-Elf, wieder Ruhe und mehr Kontrolle in das eigene Spiel zu bringen. Zwingende Torchancen blieben bis zur Pause aus.
Auch im zweiten Durchgang war zunächst Geduld gefragt. Die MSV-Frauen störten den Spielaufbau der Werkself-Frauen weiterhin früh. Achim Feifel reagierte in der 57. Minute mit einem Dreier-Wechsel – der sich noch auszahlen sollte: Henrietta Csiszár, Milena Nikolic und Juliane Wirtz ersetzten Dorá Zeller, Henrike Sahlmann und Viktoria Pinther. Nachfolgend wurde Bayer 04 spielbestimmender. Ivana Rudelic hatte in der 65. Minute das 1:0 auf dem Kopf, brachte den Ball allerdings knapp am Winkel vorbei. Die Schwarz-Roten wurden dominanter, suchten die Lücken und riskierten mehr; der MSV konzentrierte sich dagegen aufs Verteidigen.
In der 86. Minute nahm Feifel den vierten Wechsel vor und ersetzte Rudelic durch Gianna Rackow, die sich drei Minuten später mit einer Vorlage bedankte. Die ebenfalls eingewechselte Nikolic, nahm den Ball nach einem Doppelpass entgegen und setzte sich gegen zwei Gegenspielerinnen durch, ehe sie das Spielgerät aus kurzer Distanz zum ersehnten und verdienten Führungstreffer versenkte. Juliane Wirtz schnürte den Dreier in der Nachspielzeit endgültig ein, als sie nach einem langen Pass von Csiszár am Sechzehner nicht attackiert wurde und zum 2:0 abzog.
Cheftrainer Achim Feifel zur Partie: „In der ersten Halbzeit haben wir die Dinge taktisch nicht so umgesetzt, wie wir es vorhatten und haben viele individuelle Fehler gemacht. Im zweiten Durchgang haben wir mit mehr Zug nach vorne gespielt, eine höhere Einsatzbereitschaft gezeigt und die technischen Lösungen waren besser. Aufgrund der zweiten Halbzeit war der Sieg am Ende hochverdient.“ Auch Isabel Kerschowski zeigte sich nach Abpfiff hochzufrieden: „Der Saisonauftakt ist uns super gelungen. Sechs Punkte aus den ersten beiden Spielen – besser geht es nicht.“
Bayer 04 übernimmt mit sechs Punkten zumindest über Nacht die Tabellenspitze. In der kommenden Woche pausiert die FLYERALARM Frauen-Bundesliga aufgrund der ersten Länderspielphase der neuen Spielzeit. Am darauffolgenden Sonntag, 27. September, geht es für die Werkself-Frauen um 14 Uhr bei Turbine Potsdam weiter.
Die Statistik:
Bayer 04: Klink – Sahlmann (57. Wirtz), Brüggemann, Turanyi, Jessen – Kerschowski, Matysik, Wich, Zeller (57. Csiszár) – Rudelic (86. Rackow), Pinther (57. Nikolic)
MSV Duisburg: Kämper – Hochstein, Debitzki, Hilbrands, O'Riordan – Zielinski, Günster – Morina, Hochstein, Halverkamps – Angerer (73. Lange)
Tore: 1:0 Nikolic (89.), 2:0 Wirtz (90.+1)
Gelbe Karten: - / Halverkamps
Schiedsrichterin: Kathrin Heimann (Gladbeck)

6. Platz in der Bundesliga, Halbfinale im DFB-Pokal und Achtelfinale in der UEFA Champions League: In allen Wettbewerben schoss die Werkself in der Saison 2025/26 zusammengerechnet 96 Tore. Martin Terrier wurde mit seinem Scorpion Kick im Derby gegen Köln zum „Goal of the Season“ nominiert. Alejandro Grimaldo machte seinem Status als einer der besten Freistoß-Schützen Europas einmal mehr alle Ehre und traf wettbewerbsübergreifend fünfmal per direktem Freistoß. Montrell Culbreath und Arthur feierten jeweils ihr erstes Bundesliga-Tor. Edmond Tapsoba gehört mit fünf Treffern zu den torgefährlichsten Verteidigern der Bundesliga. Und Patrik Schick bewies mit 22 Toren, unter anderem gegen Manchester City, RB Leipzig oder Benfica Lissabon, abermals, warum er zu den besten Stürmern zählt. Alle Tore von Bayer 04 in der Saison 2025/26...
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