
Nach der 0:7-Heimniederlage gegen den amtierenden Meister VfL Wolfsburg nahm Trainer Feifel zwei personelle Änderungen vor: Die wiedergenesene Merle Barth rückte für die rotgesperrte Lena Uebach in die Startformation und Sandra Maria Jessen begann anstelle von Gianna Rackow.
Die Werkself-Frauen begannen die Partie zunächst etwas verhalten und passiv. Dementsprechend glücklich fiel auch die frühe 1:0-Führung der Gastgeberinnen aus: Ivana Rudelic kam nach einem Konter im Rücken der Abwehr frei zum Abschluss, tunnelte Essens Schlussfrau Sindermann – und der Ball rollte schließlich langsam aber sicher über die Torlinie (11.). In der Folge hatten die Gäste zwar immer wieder Strafraumszenen, blieben aber zumeist an der Bayer-Abwehr hängen. So gelang es den Werkself-Frauen, noch vor der Halbzeitpause auf 2:0 zu erhöhen.
Milena Nikolic schoss das zweite Tor der Partie, ebenfalls nach einer Umschaltsituation. Die Offensivfrau schloss im Strafraum aus halblinker Position ab, ihr strammer Schuss landete genau im langen rechten Eck (39.). „Trotz der beiden Tore war ich mit der ersten Hälfte unzufrieden. Wir haben nicht aktiv verteidigt und dem Gegner immer wieder Räume gegeben. Insgesamt hätten wir früher attackieren müssen. Unser Mittelfeld hat sich ebenfalls häufig zu tief fallen gelassen. Lobenswert ist dagegen unsere hohe Effektivität vor dem Tor, welche wir zuletzt gegen Köln haben vermissen lassen“, analysierte Trainer Feifel die erste Hälfte.
Mit Beginn der zweiten Hälfte zeigten die Werkself-Frauen dann einen beherzten und engagierten Auftritt. Wie von Coach Feifel im Vorfeld eingefordert, zeigte sein Team nun eine stabile Defensivleistung, kombiniert mit dem nötigen Angriffsmut, um entsprechende Akzente in der Offensive setzen zu können – mit Erfolg. Denn auch in den zweiten 45 Minuten gab es für die Essenerinnen kein Durchkommen. Konzentrationsfehler auf beiden Seiten verhinderten zunächst gefährliche Angriffsszenen.
Leverkusen stellte nach einer guten Stunde verletzungsbedingt um und brachte Verteidigerin Frederike Kempe für Torschützin Rudelic. Die 27-jährige Kroatin verletzte sich bei einer der Kontersituationen und musste mit einer Sprunggelenksverletzung ausgewechselt werden. Bis zum Schlusspfiff blieb Essen im Angriff inkonsequent, nicht zuletzt aufgrund qualitativ hochwertiger Defensivarbeit von Bayer 04. „Nach dem Seitenwechsel standen wir kompakter und haben weniger Räume zugelassen. Meine Mannschaft hat absolute Laufbereitschaft an den Tag gelegt und immer wieder lange Wege nach hinten gemacht“, sagte Feifel über die Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit.
„Wir wollen nicht mit leeren Händen aus Freiburg zurückkehren. Dafür müssen wir wieder ein starkes Spiel auf den Platz bringen und die Einstellung vom Duell gegen Essen wiederholen. Stabilität ist das Stichwort, wenn es darum geht, wieder eine gute Leistung abrufen zu können“, betonte Feifel im Hinblick auf die kommende Auswärtspartie in Freiburg.
So geht es weiter:
Am 3. Adventssonntag, 15. Dezember, reist die Feifel-Elf für ihr letztes Spiel vor der Winterpause in den Schwarzwald. Dort steht im Rahmen des 13. Spieltags der Flyeralarm Frauen-Bundesliga das Duell mit dem Tabellennachbarn SC Freiburg (Platz acht) auf dem Programm. Der Anstoß im Möslestadion erfolgt um 14 Uhr. Die Breisgauerinnen liegen mit 14 Punkten zwei Zähler vor den Werkself-Frauen.
Die Statistik:
Bayer 04: Wellmann – Csiszar, Barth, Wirtz – Sahlmann, Vinken, Wimmer, Zeller (89. Reger), Jessen (90. Kerschowski) - Nikolic, Rudelic (59. Kempe)
SGS Essen: Sindermann – Klasen, Feldkamp, Oberdorf, Ostermeier – Wilde, Knaak (65. Lange), Hegering, Senß (85. Grutkamp), Anyomi - Schüller
Tore: 1:0 Rudelic (11.), 2:0 Nikolic (39.)
Gelbe Karte: - / Hegering
Schiedsrichterin: Fabienne Michel (Gau-Odernheim)
Zuschauer: 365

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Sechster Sieg im sechsten Spiel: Die U19 von Bayer 04 weist nach dem 3:1 (2:1) gegen Alemannia Aachen am 7. Spieltag der Vorrunde in der DFB-Nachwuchsliga weiterhin eine makellose Bilanz auf und bleibt souveräner Tabellenführer in Gruppe G. Für die Leverkusener traf Gabriel Minutillo im Ulrich-Haberland-Stadion zunächst zweimal per Elfmeter. Im zweiten Durchgang legte Torjäger Aleksa Damjanovic den dritten Treffer für Schwarz-Rot nach.
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Wichtiger Erfolg: Die U17 von Bayer 04 hat am 8. Spieltag der Vorrunde der DFB-Nachwuchsliga gegen den FC Viktoria Köln 3:0 (2:0) gewonnen. In der ersten Hälfte trafen Valon Bedzeti (22.) und Louis Lomboy (28.) für Schwarz-Rot, Bedzeti entschied die Partie nach dem Seitenwechsel (69.) für die über die gesamte Dauer konzentriert verteidigenden Leverkusener.
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1996 konnte Bayer 04 mit Peter Hermann den Abstieg gerade noch so abwenden. Was folgte, war ein Trainerwechsel, der für Hermann zur Geduldsprobe werden sollte. Bis er unter Berti Vogts und Klaus Toppmöller mit dem Klub zu neuen Höhenflügen ansetzte: das Vize-Triple und das Finale der UEFA Champions League. Doch es sollte turbulent bleiben, denn nach der Übersaison folgte der erneute Fast-Absturz – und für den stets Bayer 04-loyalen Peter Hermann deutete sich der erste Klub-Wechsel an. Folge 3 beleuchtet Hermanns Jahre zwischen den Trainern Christoph Daum, Berti Vogts und Klaus Toppmöller.
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