
Vor der Partie wurden Ann-Kathrin Vinken und Jessica Wich, die beide ihre Karrieren beenden, sowie Torhüterin Joyce Prabel, die den Klub verlässt, offiziell von Bayer 04 verabschiedet. „Es war sehr emotional heute. Nach acht Jahren bei Bayer 04 geht jetzt ein Kapitel zu Ende“, sagte die sichtlich berührte Jessica Wich nach der Partie. „Ich konnte das Spiel heute noch einmal genießen und schaue auf eine gute Karriere zurück.“
Natürlich ging der FC Bayern heute als hoher Favorit in die Partie. „Wir wollen versuchen, die Räume eng zu machen, ihnen Druck auf den Ball zu geben und eigene Nadelstiche nach vorne zu setzen“, so die Marschroute von Achim Feifel. Und seine Mannschaft setzte die Vorgaben diszipliniert und mit viel Einsatz um. Zwar übernahmen die Bayern schnell die Spielkontrolle und kamen durch einen Distanzschuss von Giulia Gwinn zur ersten Chance, die Friederike Repohl entschärfte (4.). Aber die erste richtig gute Möglichkeit besaßen die Leverkusenerinnen nach einer Viertelstunde und einer gelungenen Umschaltsituation. Dóra Zeller scheiterte nach feinem Zuspiel von Juliane Wirtz an der stark reagierenden Bayern-Keeperin Janina Leitzig (16.).
Auf der anderen Seite konnte sich aber auch Werkself-Torhüterin Friederike Repohl gleich mehrfach auszeichnen. Erst wehrte sie einen Schuss von Klara Bühl aus kurzer Distanz mit tollem Reflex ab und auch beim anschließenden zweiten Versuch von Viviane Asseyi war die 27-Jährige auf dem Posten (21.) Nach weiteren Möglichkeiten durch Münchens Stürmerin Lea Schüller erspielten sich dann die Bayer 04-Frauen die bis dahin beste Torchance der Partie. Annika Enderle marschierte über die rechte Seite, hatte den Blick für die mitgelaufene Lisanne Gräwe, die aus zwölf Metern frei zum Schuss kam und Leitzig erneut zu einer Glanzparade zwang (28.).
Die Bayern versuchten es immer wieder über die Flügel, blieben dabei aber oft an gut verteidigenden Leverkusenerinnen hängen. Bis zur 38. Minute: Nach einem über die linke Seite vorgetragenen Angriff drückte Sydney Lohmann den Ball aus fünf Metern zur Gäste-Führung über die Linie. Nur drei Minuten später erhöhten die Münchnerinnen durch einen 16-Meter-Schuss von Giulia Gwinn auf 2:0 (41.). Und schließlich unterlief Sylwia Matysik nach scharfer Hereingabe von Bayerns Lea Schüller auch noch ein unglückliches Eigentor zum 0:3 (44.). Innerhalb von sechs Minuten hatten die Gäste für klare Verhältnisse im Ulrich-Haberland-Stadion gesorgt. Angesichts einer sehr engagierten Leistung des Feifel-Teams und zweier eigener hochkarätiger Chancen fiel die Pausenführung der Gäste sicher etwas zu hoch aus.
Auch in der zweiten Hälfte hatten die Bayern mehr Ballbesitz, ohne allerdings zu weiteren größeren Möglichkeiten zu kommen. Die besten Chancen auf einen Treffer besaßen die Gastgeberinnen: Die eingewechselte Sofie Zdebel setzte Milena Nikolić nach starker Balleroberung glänzend in Szene, aber die 29-Jährige scheiterte freistehend an der erneut klasse parierenden Leitzig (69.). Das Feifel-Team erarbeitete sich nun Chancen im Minutentakt. Nur drei Minuten später konnte Dóra Zeller den Ball aus spitzem Winkel ebenso nicht im Tor der Bayern unterbringen wie kurz darauf Caroline Siems – wieder verhinderte Leitzig einen Gegentreffer (75.). Lara Marti setzte einen Kopfball aus vier Metern neben das Tor (78.) – einen Treffer hatten sich die Bayer 04-Frauen längst verdient. Aber er fiel nicht mehr.
Am letzten Spieltag in der FLYERALARM Frauen-Bundesliga treten die Werkself-Frauen am Sonntag, 15. Mai (14 Uhr), bei Tabellenführer VfL Wolfsburg an.
Die Statistik:
Bayer 04: Repohl – Matysik (46. Siems), Turányi, Friedrich, Marti (85. Sahlmann) – Wich (52. Zdebel), Gräwe (85. Vinken), Wirtz – Enderle (46. Pando), Nikolić, Zeller
FC Bayern: Leitzig – Gwinn, Wenninger, Viggósdóttir, Simon (83. Glas) – Vilhjálmsdóttir (83. Damnjanovic), Zadrazil, Lohmann (46. Rudelic) – Asseyi (70. Kumagai), Schüller, Bühl (82. Beerensteyn)
Tore: 0:1 Lohmann (38.), 0:2 Gwinn (41.), 0:3 Matysik (44., ET)
Gelbe Karten: -
Schiedsrichterin: Vanessa Arlt (Münster)
Zuschauer: 790

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