
„Es ist bitter, wenn man so viel investiert, ohne Punkte nach Hause zu fahren. Uns war schon vorher klar, dass viel für uns laufen muss, damit das gelingt“, sagte Pätzold: „In der ersten Hälfte haben wir leidenschaftlich verteidigt und hatten eine Phase, in der wir offensiv einige Nadelstiche setzen konnten. Wir haben wenig zugelassen und wollten in der zweiten Hälfte mutiger agieren. Die individuelle Klasse der Bayern ist aber so gut, dass sie die Räume für ihr präzises Offensivspiel nutzen. Uns hat offensiv leider ein bisschen Power gefehlt.“
Gegenüber dem 6:0-Heimsieg vor zwei Wochen gegen den SV Werder Bremen hatte Pätzold seine Anfangsformation auf drei Positionen verändern müssen. Als Ersatz für die angeschlagene Lilla Turanyi (nicht im Kader) gab Melissa Friedrich eine Woche nach ihrem Saison-Debüt ihre Startelf-Premiere in dieser Spielzeit. Außerdem rückten Karolina Lea Vilhjalmsdottir für die verletzte Shen Menglu (Kreuzbandriss) und Delice Boboy für die gelbgesperrte Caroline Kehrer in die Mannschaft. Vanessa Haim, die wegen langwierigen Rückenproblemen monatelang gefehlt hatte, stand erstmals in dieser Saison im Kader.
Nach einer Schweigeminute für die kürzlich verstorbene ehemalige deutsche Nationalspielerin und spätere Managerin der deutschen Frauen-Nationalmannschaft Doris Fitschen versuchte der amtierende deutsche Meister sofort die Kontrolle zu übernehmen. Die Leverkusenerinnen wurden früh von den Münchnerinnen attackiert, hielten den Deutschen Meister mit konsequentem Gegen-Pressing zunächst aber vom eigenen Strafraum fern. Erst in der 13. Minute kamen die Bayern zu ihrem ersten Eckball, der aber ungefährlich blieb. Auch der erste Abschluss des FCB blieb wirkungslos. Der Schuss von Julia Zigiotti Olme aus etwa sechzehn Metern ging deutlich am Leverkusener Tor vorbei. In der 24. Minute kam nun auch die aufopferungsvoll kämpfende Pätzold-Elf zum ersten eigenen Abschluss. Den Flachschuss von Kristin Kögel aber klärte Bayern-Keeperin Ena Mahmutovic zur Ecke, die ebenfalls nichts einbrachte.
Erstmals richtig gefährlich für das Leverkusener Tor wurde es in der 31. Minute. Eine Flanke von Giulia Gwinn fand am langen Pfosten Pernille Harder. Deren Kopfball parierte Friederike Repohl mit einem starken Reflex. Allerdings wurden die Münchnerinnen nun immer stärker, sammelten Eckball um Eckball und machten es den Bayer 04-Frauen immer schwieriger, für Entlastung zu sorgen. Mit viel Herz und Leidenschaft aber gelang es den in Weiß gekleideten Gästen in dieser Phase, dem Druck der Mannschaft von Cheftrainer Alexander Straus Stand zu halten. Das 0:0 zur Pause hatten sich die Bayer 04-Frauen damit redlich verdient.






Die zweite Halbzeit begann zunächst so, wie die erste geendet hatte. Bayern hatte klar mehr vom Spiel, ohne aber daraus wirklich Nutzen ziehen zu können. Zu klug liefen die Leverkusenerinnen immer wieder mögliche Räume zu – und kamen nun auch selbst wieder zu einer Möglichkeit. Der Schuss von Boboy nach schöner Kombination geriet in der 50. Minute aber dann doch zu zentral, als dass er Mahmutovic hätte in Bedrängnis bringen können.
In der 56. Minute aber schlug die Straus-Elf dann doch zu. Die eine Minute zuvor eingewechselte Lea Schüller setzte sich auf der rechten Seite durch und passte in die Mitte, wo Harder die Kugel zu Klara Bühl weiterleitete. Und die ließ Repohl mit einem platzierten Flachschuss ins rechte Eck keine Chance. Zwölf Minuten später legte schließlich Bühl Schüller die Kugel auf, und auch die Münchner Mittelstürmerin ließ Repohl nicht den Hauch einer Chance, den Einschlag zu verhindern. In der Schlussphase gab Katharina Piljic nach längerer Verletzungspause ihr Comeback, am 0:2-Endstand konnte aber auch sie nichts mehr ändern.
Am kommenden Wochenende pausiert die Google Pixel Frauen-Bundesliga erneut. Für die Werkself geht es erst am Montag, 14. April (18 Uhr, live bei Sport1, MagentaSport und DAZN) weiter. Dann empfängt Schwarz-Rot zum Abschluss des 19. Spieltags im Ulrich-Haberland-Stadion den 1. FC Köln. Tickets für die Partie gibt es HIER im Online-Shop von Bayer 04.
Die Statistik:
FC Bayern München: Mahmutovic – Gwinn, Viggósdóttir (82. Ulbrich), Eriksson, Simon (55. Schüller) – Lohmann (55. Kett), Sehitler, Zadrazil, Zigiotti Olme, Bühl (77. Dallmann) – Harder (77. Caruso)
Bayer 04: Repohl – Merino Gonzalez, Ostermeier, Friedrich (81. Piljic), Kögel – Zdebel, Vidal – Bender (77. Hansen), Vilhjalmsdottir (66. Grant) – Kramer (77. Mickenhagen), Boboy
Tore: 1:0 Bühl (56.), 2:0 Schüller (68.)
Gelbe Karten: Gwinn - Kögel, Pätzold
Schiedsrichterin: Dr. Riem Hussein (Bad Harzburg)
Zuschauer: 2.500 auf dem FC Bayern Campus (ausverkauft)

Auf hochkarätigen Turnieren in drei Ländern traten sämtliche Junioren-Teams von Bayer 04 durchaus erfolgreich gegen den Ball: Neben dem überzeugenden Turniersieg der U15 in Essen landeten auch die U17 in Stemwede, die U14 in den Niederlanden sowie die U11 in Österreich mit Rang drei auf dem Treppchen. Derweil sorgten die U16-Juniorinnen mit einem 11:1 gegen die U17 des 1. FC Köln für klare Verhältnisse im Derby. Das Nachwuchs-Wochenende im Überblick.
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Als Bundesliga-Dritter erwischte die Werkself nach der Winterpause einen Fehlstart ins Jahr 2026, fand im Laufe der Wochen allmählich aber zurück in die Erfolgsspur und gehörte wie im Vorjahr zu den Top 16 in Europa und den Top 4 im DFB-Pokal. In der Bundesliga blieb die Werkself zudem in Sachen Champions-League-Qualifikation bis zum Ende im Rennen. Weil sich aber zwischen gute Leistungen und „big points“ immer wieder auch Rückschläge in die Auftritte der Werkself schlichen, reichte es am Schluss nicht ganz für die Königsklasse. Eine Saison mit vielen Höhen und Tiefen endete auf Rang sechs und in der Qualifikation für die UEFA Europa League. Teil II des Rückblicks auf die Saison 2025/26.
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Von der Saisoneröffnung gegen den Pisa SC bis zum letzten Heimspiel gegen den Hamburger SV haben die Bayer 04-Fans abermals ein großes Herz bewiesen: Insgesamt 31.039 Becher wurden in der Saison 2025/26 bei den Partien in der BayArena gespendet.
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Showdown zum Saisonabschluss: Die U19 von Bayer 04 trifft am Mittwoch, 27. Mai (Anstoß: 19 Uhr/Stadionöffnung: 17 Uhr), im Finale des FVM-Verbandspokals auf den FC Viktoria Köln – und kann die Spielzeit 2025/26 so mit einem Titel beenden. Tickets für die Partie im Aggerstadion in Troisdorf sind ab sofort online sowie am Spieltag an der Tageskasse erhältlich.
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