
Von Beginn an drückte die Werkself ihre Gäste weit an den Strafraum zurück. Nach einer von zahlreichen schnellen Passkombinationen in der Hälfte der Römer kam Moussa Diaby mit seinem Lattentreffer aus spitzem Winkel zur besten Gelegenheit des ersten Durchgangs (12.). Die Italiener beschränkten sich unterdessen nahezu ausschließlich auf die Defensivarbeit, verhinderten so trotz zahlreicher weiterer Gelegenheiten einen Leverkusener Einschuss. 13:1-Torschüsse standen nach den ersten 45 Minuten zu Buche. Nach der Pause war das Spiel dann von vielen Unterbrechungen und auch Zeitspiel der Elf von José Mourinho geprägt, entscheidend kamen Florian Wirtz und Co. durch den massiven Defensivblock der Römer nicht durch - auch trotz der Offensivwechsel und Hereinnahmen von Amine Adli, Adam Hlozek sowie Nadiem Amiri. Und so verpasste die Werkself auf den Tag genau 35 Jahre nach dem Triumph im UEFA-Cup 1988 den Einzug ins Finale der UEFA Europa League. Hier geht es zum ausführlichen Spielbericht!

„Uns hat nur das eine Tor gefehlt. Und etwas Glück“, brachte es Kerem Demirbay unmittelbar nach Abpfiff auf den Punkt. „Das ist zwar bitter. Aber: Ich bin stolz auf unsere Jungs! Auf diesen Klub. Es war eine unfassbare Atmosphäre! Jeder einzelne hier im Stadion hat eine großartige Leistung gezeigt!“ Nadiem Amiri ergänzte: „Ich bin sprachlos, wie man in den zwei Spielen ausscheiden kann. Wir waren so überlegen. Kein Tor zu machen, ist bitter.“
Cheftrainer Xabi Alonso fand ebenso emotionale Worte für das Erlebte an diesem Abend in der erneut ausverkauften BayArena: „Wir sind dankbar für die Leistung der Fans. Vor dem Spiel, während des Spiels und nach dem Spiel - das war unglaublich!“ Über den Auftritt seiner Mannschaft auf dem Rasen sagte der Spanier: „Wir haben mit hoher Konzentration und großer Intensität gespielt. Die Leistung in beiden Duellen war einem Halbfinale würdig. Der große Unterschied war dieses eine Tor.“
Kerem Demirbay und Xabi Alonso hatten es bereits ausgesprochen, was unüberhörbar und unübersehbar war: An diesem Abend haben auch die Fans der Werkself abermals einen ganz starken Auftritt hingelegt. Schon der Busempfang auf der Bismarckstraße im Schatten der BayArena sorgte für Gänsehaut. Vor dem Anpfiff präsentierten die Bayer 04-Fans dann eine beeindruckende Choreografie, die sich quer über die Nord- sowie die Osttribüne zog. Und auch während der Partie peitschten sie die Werkself unermüdlich nach vorn. Beeindruckend!





Allein der Blick auf die abgegebenen Torschüsse sagt alles darüber aus, wie das Halbfinal-Rückspiel ablief: 23 (!)-mal versuchte es die Werkself, lediglich ein einziger Abschluss kam auf Seiten der Gäste aus Italien rum. Der Ballbesitz lag zu 72% bei Schwarz-Rot, die Passquote war ebenso klar besser (87% zu 62%). Nur das entscheidende Tor hat eben gefehlt.
„Die Fans von Bayer 04 hatten ihr Bestmögliches getan“, schrieb die Rheinische Post in ihrer Nachbetrachtung. Der Kölner Stadt-Anzeiger sprach von einer „gemeinsamen Kraftanstrengung von Mannschaft und Fans“ und die Bild-Zeitung nannte das, was sich in der BayArena auf den Rängen abgespielt hatte, eine „fulminante Kulisse“. Im kicker hieß es nach Abpfiff: „Das Bollwerk der Römer war nicht zu brechen. Leverkusen mühte sich redlich gegen völlig destruktive Römer, blieb offensiv allerdings glücklos.“ Kerem Demirbay, Edmond Tapsoba und Jonathan Tah erhielten für ihre Leistungen im Rückspiel die Note 2.

Für das letzte Heimspiel der Saison 2022/23 empfängt die Werkself am kommenden Sonntag, 21. Mai, Borussia Mönchengladbach in der BayArena. Anpfiff der vorletzten Bundesliga-Partie von Schwarz-Rot ist um 19.30 Uhr. Knapp eine Woche später steht dann auch die letzte Auswärtspartie an, für die die Leverkusener beim VfL Bochum 1848 gastieren. Los geht es – wie gewohnt am letzten Spieltag der Bundesliga – in allen Stadien um 15.30 Uhr.

Mit dem letzten Heimspiel der Saison gegen den Hamburger SV am Samstag, 16. Mai (Anstoß: 15.30 Uhr), endet ein besonderes Kapitel in der BayArena: Drei Jahrzehnte lang war die Bayer Gastronomie für die Verpflegung der Werkself-Fans an Spieltagen verantwortlich. Dabei hat sie maßgeblich dazu beigetragen, dass sich die Besucherinnen und Besucher im Stadion gut versorgt und willkommen gefühlt haben. Zum Abschied bedankt sich die Bayer Gastronomie bei den Fans mit einer besonderen Aktion.
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Dem Titel einen bedeutenden Schritt näher: Die U19 von Bayer 04 steht nach einem souveränen 5:1-Erfolg beim Mittelrheinligisten SV 1914 Eilendorf im Finale des Verbandspokals. Maßgeblich beteiligt daran war Angreifer Berkan Ermec, der einen Dreierpack erzielte (21., 29., 90.+1). Die weiteren Treffer für Schwarz-Rot markierten Jeremiah Mensah (48.) und Emmanuel Chigozie Owen (71.). Der zwischenzeitliche Treffer der Gäste fiel gegen Ende der ersten Hälfte.
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Es ist noch möglich: Mit ein wenig Schützenhilfe und einem eigenen Sieg im Saisonfinale der Google Pixel Frauen-Bundesliga gegen den SV Werder Bremen könnten sich die Bayer 04-Frauen noch für die UEFA Women's Champions League qualifizieren. Doch nicht nur auf, sondern auch neben dem Platz ist am Sonntag, 17. Mai (Anstoß: 14 Uhr, Stadionöffnung: 13 Uhr), für Fans im Ulrich-Haberland-Stadion einiges geboten. Besonders Familien dürfen sich auf kinderfreundliche Aktionen wie Torwandschießen, eine Hüpfburg oder die beliebten Bolzboxen freuen.
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Zur zweiten Ausgabe der Veranstaltungsreihe „Rudi lädt ein“ versammelte Rekordspieler und Klub-Historiker Rüdiger Vollborn gemeinsam mit Quiz-Host Alexander Schenk-Palitza am Dienstagabend die Fans zu einem kniffligen Bayer 04-Quiz-Abend. Die 130 anwesenden Anhänger duellierten sich bei fröhlicher Atmosphäre in spannenden Kategorien rund um die Werkself – auch Fernando Carro, Vorsitzender der Geschäftsführung von Bayer 04, schaute in der Schwadbud im Osten der BayArena vorbei und rätselte mit.
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