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23.05.2024Europa League

Werkself Nachdreher zu #ATAB04: „Werden am Samstag wieder voll da sein!“

Es hat nicht sollen sein: Nach einer hochemotionalen Reise in der UEFA Europa League unterlag Bayer 04 im Finale Atalanta Bergamo 0:3. Auch die Serie von zuvor 51 Pflichtspielen ohne Niederlage fand damit ihr Ende. Dabei war eigentlich alles für einen weiteren historischen Tag in Schwarz-Rot angerichtet: 12.000 Fans unterstützten die Werkself in Dublin, stimmten sich schon weit vor Anpfiff mit einem Fan-Fest gemeinsam auf das Spiel ein und sorgten auch im Stadion für eine herausragende Stimmung. Am Ende aber gab es nicht das Happy End gegen einen an diesem Abend überlegenen Kontrahenten. Der Werkself Nachdreher.
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Zusammenfassung: Kein Durchkommen - Atalanta eiskalt 

Die Werkself startete aggressiv in die Partie, allerdings schlichen sich zu häufig einfache Ballverluste in das eigene Spiel. In der 12. Minute musste der Deutsche Meister dann den Rückstand durch Ademola Lookman hinnehmen. Der Stürmer erhöhte etwas mehr als zehn Minuten später mit einem präzisen Schuss sogar auf 2:0 für Atalanta. Gegen Ende der ersten Hälfte kam Schwarz-Rot dann besser in die Partie, die Italiener verteidigten aber aufmerksam und ließen nur wenige Abschlüsse zu. Im zweiten Durchgang probierte es Cheftrainer Xabi Alonso mit einigen Wechseln, doch auch mit dem frischen Personal gab es für Schwarz-Rot kein Durchkommen. Nachdem die Leverkusener offensiv viel investierten, gerierten sie in einen Konter. An dessen Ende stand Lookman bereit und traf per wuchtigem Schuss zum 3:0, der Angreifer schnürte damit den Hattrick und machte den Sieg für die Bergamasken klar.

Stimmen: „Sehr stolz auf die Verbindung mit den Fans“

Geschäftsführer Sport Simon Rolfes sagte nach der Partie: „Es schmerzt heute extrem. Wir haben diese Saison häufig gezeigt, dass wir schwierige Situationen lösen können. Heute war das leider nicht der Fall, aber am Samstag werden wir wieder voll da sein!“ Rolfes bedankte sich zudem für die herausragende Unterstützung der eigenen Fans in dieser Europa-League-Saison. „Sie hatten schon während des Spiels das richtige Gespür. Wir sind sehr stolz darauf, dass wir so eine Verbindung zu den Fans aufgebaut haben und wir sind für ihren Support sehr dankbar!“ Nach Abpfiff der Partie stand die gesamte Mannschaft vor der Kurve der mitgereisten Fans. Die Bayer 04-Anhänger honorierten die Leistungen auf dieser emotionalen Europa-League-Reise mit lautstarkem Applaus und Fan-Gesängen.

Xabi Alonso erklärte im Nachgang: „Wir hatten heute einen schlechten Tag. Es schmerzt enorm, dass das in einem wichtigen Spiel passiert, aber das müssen wir akzeptieren. Wir wollten nicht unseren Spielstil wechseln, aber es hat heute nicht gut funktioniert. Wir hatten einige Probleme und werden aus diesem Spiel viel lernen. Ein Finale vergisst man nicht.“

Xabi Alonso

Jonathan Tah äußerte sich nach Abpfiff wie folgt: „Die Enttäuschung ist riesig. Wir haben die Räume, die uns gegeben wurden, nicht genutzt. Atalanta hat es besser gemacht.“ Jeremie Frimpong sah es so: „Wir sind sehr enttäuscht, wir haben ein Finale verloren. Atalanta war das bessere Team, sie haben verdient gewonnen. Wir haben zu wenige Chancen kreiert und Atalanta hat sie gemacht.“ Granit Xhaka erklärte im Nachgang: „Wenn man verliert, fehlt es an vielen Sachen. Die Enttäuschung gehört dazu, das darf heute auch sein. Vielleicht noch morgen. Aber dann müssen wir motiviert in das Finale gegen Kaiserslautern gehen. Wir wollen in Berlin gewinnen!“

Presseschau: Werkself „wider Erwarten nervös

Der kicker bewertete den Auftritt der Werkself im Nachgang als „schläfrig“ und „überfordert“, schrieb aber auch: Der Traum vom Triple und von der perfekten Saison ist in Dublin geplatzt, trotzdem ist die Leistung von Bayer 04 Leverkusen nicht hoch genug einzuschätzen. Eine Spielzeit, die selbst mit Superlativen kaum zu beschreiben ist.“ In der Bild-Zeitung hieß es: „Unerklärlich viele Fehlpässe, zahlreiche verlorene Zweikämpfe – und manchmal einfach nur schlafmützig.“ Der Kölner Stadt-Anzeiger resümierte: Atalanta Bergamo hat über die gesamte Spielzeit einen klaren Plan verfolgt und gegen den Deutschen Meister durchsetzen können. Die Werkself fand dagegen nie zu ihrem Rhythmus, leistete sich zahlreiche Ungenauigkeiten.

Die Rheinische Post hob derweil die großartige Unterstützung der Bayer 04-Fans hervor: „Bereits beim Aufwärmen verwandelten sie die Ränge der Arena in ein schwarz-rotes Fahnenmeer und besangen ihre Helden lautstark.“ Zum sportlichen Geschehen äußerte sich die RP wie folgt: „Bayer begann wider Erwarten nervös. Das aggressive Pressing der Bergamasken machte der Werkself sichtlich zu schaffen.“

Personal: Kovar als Rückhalt, Adli obenauf

Alejandro Grimaldo bestritt gegen Bergamo sein 50. Pflichtspiel für Bayer 04. Am Ende dieser Europa-League-Saison steht derweil Jeremie Frimpong an der Spitze der Top-Speed-Statistik (34,5 km/h). Matej Kovar steht seinerseits auf dem geteilt ersten Platz, was die meisten Zu-Null-Spiele angeht. Die meisten Einsatzminuten für die Werkself in dieser Europa-League-Saison verbuchte unterdessen Amine Adli.

Adli und Xhaka

Statistik: Erstmals drei Gegentore

Einige Zahlen sprachen für Schwarz-Rot, wie etwa die Ballbesitz-Statistik (67 Prozent) und die Bilanz gespielter Pässe (675 zu 333). Am Ende hat es aber einfach nicht sollen sein. Die Werkself hat durch die Niederlage nicht nur erstmals in dieser Saison verloren, die Leverkusener mussten auch zum ersten Mal drei Gegentore hinnehmen. Atalanta präsentierte sich derweil eiskalt, denn beide Teams schossen zehnmal auf das jeweils gegnerische Tor.

Ausblick: Das zweite Endspiel steht an

Nächster Halt: Berlin. Am Samstag, 25. Mai (Anstoß: 20 Uhr), trifft Bayer 04 im DFB-Pokalfinale auf den 1. FC Kaiserslautern. Die Partie steigt im Berliner Olympiastadion. Es ist das letzte Pflichtspiel der Saison 2023/24.

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