
Mit zwei Wechseln im Vergleich zum 1:1 beim FC Bayern München (Palacios und Alario für Hincapie und Demirbay) gelang der Werkself bereits nach elf Minuten der Führungstreffer – Charles Aránguiz traf zum ersten Mal seit zwei Jahren auf europäischer Bühne (11.). Auch in der Folge sah es weiter gut aus für Schwarz-Rot. Doch binnen nicht einmal zwei Minuten drehte Atalanta dank der Treffer von Ruslan Malinovskyi (23.) und Luis Muriel (25.) etwas aus dem Nichts das Ergebnis und war in der Folge dann die spielbestimmende Mannschaft. Zu Beginn des zweiten Abschnitts legten die Italiener sogar noch nach und erhöhten in Person von Muriel auf 3:1 (49.). Nach einer Stunde entschied sich Bayer 04-Cheftrainer Gerardo Seoane schließlich für einen Systemwechsel, ließ nach der Hereinnahme von Odilon Kossounou für Lucas Alario mit einer Dreier- statt einer Viererkette agieren – die richtige Maßnahme, wie sich herausstellen sollte. Die Werkself meldete sich zurück und hat dank des 2:3-Anschlusstreffers von Moussa Diaby (63.) im Rückspiel in der kommenden Woche noch alle Chancen auf den Einzug ins Viertelfinale. HIER geht’s zum ausführlichen Spielbericht.
Abwehrchef Jonathan Tah fasste das Geschehen im Nachgang wie folgt zusammen: „Wir haben ganz gut angefangen, dann ein zu einfaches Gegentor bekommen und wurden unsicher.“ Zu der Ausgangslage sagte der deutsche Nationalspieler: „Wir hätten gerne ein besseres Ergebnis geholt, aber es ist noch nichts verloren. Es ist noch möglich, weiterzukommen.“ Auch Torhüter Lukas Hradecky erklärte, dass ihm die gezeigte Leistung seines Teams „Mut macht, dass wir sie nächste Woche zu Hause schlagen können.“

Cheftrainer Gerardo Seoane betonte bezugnehmend auf die kurze Vorbereitung aufs Heimderby in zwei Tagen gegen den 1. FC Köln: „Kurz nach Abpfiff sind wir noch nicht in Gedanken beim Sonntagsspiel. Aber wir sind es gewohnt, uns innerhalb von 48 Stunden aufs nächste Spiel vorzubereiten. Wir wissen, dass es am Sonntag wieder intensiv wird. Das war heute ein Vorgeschmack.“
Keine Frage: Der Mann des Abends auf Seiten der Werkself war Torhüter Lukas Hradecky, der bei allen drei Gegentreffern keine Chance hatte. Der Kapitän parierte zahlreiche gute Versuche der Italiener und hielt Bayer 04 im Spiel. Chefcoach Gerardo Seoane: „Wir können uns bei Lukas bedanken, dass es zwischenzeitlich beim 1:3 geblieben ist.“
In der Rheinischen Post etwa wird die Leistung des Finnen mit der Bestnote gewürdigt. Die Begründung dazu: „Durch seine Machtlosigkeit bei den Gegentoren war es sicher kein angenehmer Abend für den Finnen in Norditalien. Was zu halten war, hielt er allerdings, teilweise sogar überragend.“ Auch die Bild-Zeitung vergibt die Note „1“.
Das Endresultat im 50. Europa-League-Spiel hätten sich die Leverkusener anders gewünscht. Der Ballbesitz sowie die Zweikampf- und Passquote – alles ausgeglichen. Einzig bei den abgegebenen Torschüssen hatte Atalanta die Nase deutlich vorn: 18 Versuchen der Hausherren stehen 7 der Werkself gegenüber.

Zur Atmosphäre im Gewiss Stadium schreibt die Rheinische Post: „Mit einer stimmungsvollen Choreo hatten die Fans der Bergamasken schon vor dem Anpfiff für eine tolle Europapokal-Atmosphäre gesorgt – und damit offenbar Eindruck bei den Gäste-Profis hinterlassen.“ Bild ordnet das weitere Geschehen so ein: „Bayer beginnt stark. Nach einem Tiki-Taka-Spielzug trifft Aránguiz aus 16 Metern (11.). Der Jubel der 600 mitgereisten Leverkusen-Fans verklingt schnell. In 113 Sekunden verbockt Leverkusen die Führung.“ Der kicker ordnet das 2:3 in Bezug auf das Rückspiel wie folgt ein: „Bayer 04 wahrt die Chance auf den Einzug ins Viertelfinale.“ Für das zweite Duell in der BayArena bestehe „Spannungspotenzial“.
Bereits am kommenden Sonntag, 13. März, empfängt die Werkself den 1. FC Köln. Das Derby wird um 15.30 Uhr angepfiffen. 04 Tage später steht in der Europa League das Achtelfinal-Rückspiel gegen Atalanta Bergamo (Anstoß: 18.45 Uhr). Die zweite Englische Woche in Folge rundet das Bundesliga-Auswärtsspiel beim VfL Wolfsburg ab (Sonntag, 20. März, um 17.30 Uhr), anschließend steht eine Länderspielpause an.

Am 6. Spieltag der DFB-Nachwuchsliga (Gruppe B) hat Bayer 04 gegen den FC Augsburg 2:3 (2:2) verloren und ist somit in der Hauptrunde nach wie vor sieglos. In Abwesenheit von gleich sechs Akteuren, die das Aufgebot der U19 verstärkten, zeigte das Team von Trainer Benjamin Adam vor allem kämpferisch eine starke Leistung. Am Ende reichte es aber nach dem 3:3 im Hinspiel nicht zu einem erneuten Unentschieden gegen den FCA.
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Nächstes Heimspiel, nächster Top-Gegner – nächstes Ausrufezeichen? Drei Tage nach dem überzeugenden Auftritt beim 1:1-Remis gegen den FC Arsenal im Achtelfinal-Hinspiel der UEFA Champions League geht es für Bayer 04 in der Bundesliga ebenso hochkarätig weiter. Im Rahmen des 26. Spieltags gastiert der Tabellenführer FC Bayern München in der ausverkauften BayArena. Vorab sprach Cheftrainer Kasper Hjulmand über einen Vergleich zwischen Arsenal und den Münchnern, den torreichen Auftritt der Bayern in der Königsklasse und einen Kader-Rückkehrer im eigenen Aufgebot.
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Beste Laune und bis dato nie öffentlich gewordene Storys: Knapp 100 Bayer 04-Fans füllten am Donnerstagabend die Schwadbud im Osten der BayArena, um bei der ersten Ausgabe der neuen Veranstaltungsreihe „Rudi lädt ein“ live dabei zu sein. Dabei hörten sie gespannt zu, wie die langjährigen Werkself-Profis Gonzalo Castro und Stefan Kießling mit Rekordspieler Rüdiger Vollborn und Moderator sowie Stadionsprecher Tobias Ufer über die vielen gemeinsamen Jahre unterm Kreuz sprachen, kuriose Geschichten zum Besten gaben und Kabinen-Geheimnisse ausplauderten. Wer die Premiere verpasst hat, kann sich bereits auf die zweite Ausgabe freuen – am 12. Mai testet Rudi bei einem Quiz-Abend das Expertenwissen der Bayer 04-Fans.
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Das Bundesliga-Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg in der Hinrunde war für die Bayer 04-Frauen einer dieser klassisch-sprichwörtlichen „Tage zum Vergessen“. Eingeleitet durch eine Rote Karte gegen Torhüterin Charlotte Voll in der ersten Spielminute und schließlich nach einem weiteren Platzverweis sogar in doppelter Unterzahl unterlag die Mannschaft von Trainer Roberto Pätzold dem Vizemeister 1:5. Am Sonntag, 18.30 Uhr (MagentaSport und DAZN), bietet sich im AOK Stadion die Chance zur Revanche – und auf wertvolle Punkte im Rennen um Rang drei.
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Sie sind auf dem besten Weg, zum 35. Mal Deutscher Meister zu werden und haben am vergangenen Dienstag auch in der UEFA Champions League einmal mehr ihre große Klasse unter Beweis gestellt. An diesem Samstag, 14. März (Anstoß: 15.30 Uhr/live bei Sky, WOW und im Werkself-Radio), kommt der FC Bayern München in die BayArena. Dort treffen die beiden Bundesliga-Mannschaften mit den dominantesten Spielweisen aufeinander. Dass die Gäste aus der bayerischen Landeshauptstadt viele Stärken haben, aber durchaus auch verwundbar sind, zeigt ein Blick auf den Gegner-Check.
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