
Gut eine halbe Stunde voller Leverkusener Dominanz war im Poznan Stadium absolviert, als der früh eingewechselte Patrik Schick nach einem Posener Handspiel im eigenen Strafraum zum Elfmeter antrat und zur Führung einschoss (29.). Nur wenige Minuten später erhöhte Malik Tillman aus kurzer Distanz auf 2:0 (32.). Und der dritte Streich folgte ebenfalls noch vor der Pause: Nachdem Schick bei einer Ecke im Strafraum gehalten worden war, verwandelte der Tscheche auch den zweiten Strafstoß souverän (41.). Die zweite Hälfte verlief dann deutlich ereignisarmer, den Schlusspunkt setzte schließlich der auffällige Ibrahim Maza mit seinem Treffer zum 4:0-Endstand kurz vor Abpfiff (89.).
Die Analyse von Cheftrainer Carles Martínez fiel im Anschluss wie folgt aus: „Natürlich bin ich sehr zufrieden. Der Plan, über den wir vorher gesprochen hatten, ist aufgegangen. Mir hat die Energie sehr gut gefallen.“ Angesprochen auf die Siegesserie in den vergangenen vier Partien erklärte der Spanier: „Positive Ergebnisse sind immer das Ergebnis aus der täglichen Arbeit. Diese Serie kann uns helfen und eine gewisse Gewinnermentalität entstehen lassen.“

Tillman betonte im Nachgang am Mikrofon von Werkself-TV: „Das fühlt sich heute einfach sehr gut an. Die Leistung von allen war top. Wir haben von Anfang bis Ende gezeigt, wer dieses Spiel unbedingt gewinnen will. Ein erfolgreicher Trip und der nächste Schritt.“ Doppel-Torschütze Schick sagte seinerseits: „Der Schlüssel war heute, meiner Meinung nach, unsere Intensität, die wir von Anfang an gezeigt haben. So konnten wir uns viele Chancen erspielen. Der Sieg war natürlich hochverdient. Vier Spiele hintereinander gewonnen zu haben, ist ein sehr gutes Gefühl. Jetzt liegt der Fokus auf dem wichtigen Spiel am Sonntag gegen Freiburg.“
„Leverkusen besteht im Hexenkessel von Posen“, titelte der Kölner Stadt-Anzeiger. „Bayer rotiert sich in Posen zum nächsten Sieg“, schrieb die Rheinische Post auf die sechs Startelf-Änderungen bezugnehmend über eine Werkself, die „schon vor der Halbzeit für klare Verhältnisse“ gesorgt hatte. In der Bild-Zeitung hieß es mit Blick auf Schick, der wettbewerbsübergreifend inzwischen acht Tore in acht Partien erzielte, dass der Tscheche „auch als Joker seine überragende Form beweist. [...] Schick geht sofort auf Torjagd.“ Die Zusammenfassung des kicker sah so aus: „Bayer 04 übersteht die Hürde Posen problemlos. Beim polnischen Meister machte die Werkself schon vor der Pause alles klar und erzielte in der Schlussphase doch noch den hochverdienten vierten Treffer. Mann des Spiels ist natürlich der ein- und ausgewechselte Schick.“
Erfreuliche Personal-News gab's schon vor Anpfiff beim Blick auf den Aufstellungsbogen: Aleix Garcia bestritt sein 100. Pflichtspiel für Bayer 04, Nathan Tella gehörte das erste Mal seit Anfang Mai in einem Pflichtspiel der Startelf an und Torschütze Ibrahim Maza sowie einige weitere seiner Teamkollegen absolvierten ihr erstes Europa-League-Spiel überhaupt. Malik Tillman erzielte mit seinem zwischenzeitlichen 2:0 sein erstes Tor in einem europäischen Hauptwettbewerb.







Die Zahlen zum Spiel sprechen eine deutliche Sprache. Dank mehr als 61 Prozent Ballbesitz, einer besseren Zweikampfquote und einer mit über 91 Prozent deutlich stärkeren Passquote als der polnische Meister kam die Werkself am Ende auf bemerkenswerte 22 Torabschlüsse (Lech Posen: 10). Vier davon waren bekanntermaßen von Erfolg gekrönt. Erfreuliches auch defensiv: Erstmals seit 2012/13 ist Schwarz-Rot in der Europa League in den ersten beiden Gruppenspielen ohne Gegentor geblieben.
Weiter geht es für die Werkself in der Liga mit dem Duell gegen den SC Freiburg. Anstoß in der heimischen BayArena ist am Sonntag, 18. Oktober, um 15.30 Uhr. Resttickets für die Begegnung mit dem aktuellen Bundesliga-Spitzenreiter gibt es HIER! Anschließend setzt Schwarz-Rot die Europapokal-Reise in Griechenland fort. Dort wartet am Donnerstag, 22. Oktober (Anstoß: 18.45 Uhr deutscher Zeit), OFI Kreta.

Die VBL Club Championship by WOW hat begonnen! In den ersten vier von sechs Vorrunden-Duellen des ersten Showdowns haben Marc und Sean Landwehr neun Punkte geholt. Siege standen unter anderem gegen den 1. FC Köln und den letztjährigen Showdown-Zwei-Gewinner sowie VBL-CC-Final-Teilnehmer FC St. Pauli zu Buche.
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