
Edmond, ihr startet gegen den OGC Nizza in die Europa League. Was hast du nach der Auslosung gedacht?
Die Auslosung ist gut, ich bin glücklich mit unseren Gegnern Nizza, Slavia Prag und Hapoel Beer Sheva. Unser Ziel muss es sein, weiterzukommen. Aber im Fußball kann alles passieren, wir müssen konzentriert arbeiten und uns immer wieder verbessern. Aber auch wenn die Gegner stark sind – wir sind Bayer 04, wir wollen die Gruppe gewinnen.
Wie schätzt du Nizza ein?
Es ist ein starker Gegner aus einer starken Liga. Dante spielt dort, ich schätze ihn sehr. Er ist ein Abwehrspieler, den ich sehr mag und den ich in seiner Zeit bei Bayern und in der brasilianischen Nationalmannschaft im Fernsehen gesehen habe. Gegen ihn zu spielen, ist etwas Besonderes für mich.
Was bedeutet es dir, wieder in der Europa League anzutreten?
Jeder Spieler liebt die internationalen Vergleiche. Für mich ist es eine Herausforderung, auf diesem Niveau zu spielen. Ich habe mit Guimarães schon in der Europa League gespielt, aber das war etwas anderes, weil es ein kleiner Verein ist. Mit Leverkusen ist alles möglich, vergangene Saison standen wir im Viertelfinale gegen Inter Mailand. Diese Saison müssen wir uns steigern. Mein Traum ist es, die Europa League mit Leverkusen zu gewinnen.
Du bist erst 21 Jahre alt, hast aber inklusive der Qualifikationsspiele bereits 16 Europa-League-Partien absolviert...
Als ich jung war, habe ich nicht damit gerechnet, so früh schon international zu spielen. Ich hätte gedacht, dass ich das mit 24 oder 25 schaffe. Ich bin sehr glücklich darüber und arbeite hart dafür, mehr Spiele auf diesem Level zu absolvieren. Das Spiel gegen Inter war trotz der 1:2-Niederlage ein Highlight meiner Laufbahn. Da will ich wieder hin.
Welche Highlights hast du vor deiner Leverkusener Zeit in der Europa League schon erlebt?
Vor genau einem Jahr habe ich mit Vitoria Guimarães im Emirates-Stadion in London gegen Arsenal gespielt und wir haben 3:2 gewonnen, nachdem wir schon in Portugal ein 1:1 erreicht hatten. Auch bei Standard Lüttich waren wir mit 2:0 erfolgreich. Dass wir nicht in die K.o.-Runde kamen, lag leider an den beiden Niederlagen, die wir in der Gruppe gegen Eintracht Frankfurt kassiert haben. In der Qualifikation für die Gruppenphase sind mir sogar drei Tore gelungen, zwei davon beim 4:0 gegen Jeunesse Esch (Luxemburg, Anm. d. Red.). Gegen FCSB Bukarest habe ich zudem das Siegtor zum 1:0 geschossen.“
Wie bewertest du Euren Saisonstart in der Bundesliga?
Wir sind nicht unzufrieden, aber wir hätten es dennoch besser machen können. Sechs Punkte aus vier Spielen ist nicht das, was wir uns erhofft hatten. Wir haben eine gute Mannschaft mit hervorragenden Spielern und das Zeug dazu, mehr Punkte zu holen. Den ersten Sieg am vierten Spieltag zu holen, war etwas spät. Aber daran wollen wir nun anknüpfen und in allen Wettbewerben überzeugen.
Das Programm, das fast alle Mannschaften bestreiten müssen, ist sehr intensiv in diesem Jahr. Es gibt zahlreiche Englische Wochen, für dich als Nationalspieler von Burkina Faso zusätzlich noch Länderspiele. Was sagst du zu dieser hohen Belastung?
Ich nehme es, wie es kommt. Wir Fußballer spielen einfach gerne. Wenn man sich gut ausruht und richtig regeneriert, dann sollte es kein Problem sein, viele Spiele machen zu müssen. Einfacher wird es, wenn man gewinnt, dann macht es richtig Spaß. Auch deswegen wollen wir Nizza schlagen.
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Rüdiger Vollborn ist seit 40 Jahren im Klub, mit 401 Bundesliga-Einsätzen der Rekordspieler des Klubs und hat als einziger Bayer 04-Profi sowohl den UEFA-Cup (1988) als auch den DFB-Pokal (1993) gewonnen. Und auch nach seiner beeindruckenden Profi-Karriere blieb der gebürtige Berliner dem Werksklub weiter erhalten, arbeitete fortan neun Jahre als Torwarttrainer. Inzwischen ist Vollborn unterm Bayer-Kreuz als Fanbeauftragter und Klub-Archivar tätig. Seit Februar 2021 nimmt das personalisierte schwarz-rote Lexikon die Werkself-Fans in der Rubrik „Rudi erzählt...“ monatlich mit auf eine kleine Reise in die Geschichte von Bayer 04.
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