
Für das Rückspiel im Stade Louis II entschied sich Cheftrainer Xabi Alonso im Vergleich zur Bundesligapartie gegen den 1. FSV Mainz (2:3) am vergangenen Sonntag für eine 4-3-2-1-Formation und nahm dabei erneut sechs personelle Änderungen vor: In der Defensive rückte Piero Hincapie für Odilon Kossounou wieder in die Startelf, das Mittelfeld komplettierten Exequiel Palacios im Zentrum sowie Jeremie Frimpong und Mitchel Bakker auf den Außenbahnen statt Kerem Demirbay, Nadiem Amiri und Daley Sinkgraven. In der Offensive starteten Florian Wirtz sowie vor ihm Adam Hlozek anstelle von Callum Hudson-Odoi und Sardar Azmoun.
Die Werkself startete energisch. Bereits in der zweiten Minute erarbeitete sich Mitchel Bakker nach einem Steckball von Florian Wirtz die erste Chance des Spiels, traf von der linken Seite jedoch nur das Außennetz. In der elften Minute war es Amine Adli, der mit einer sehenswerten Einzelaktion an der Strafraumkante von rechts nach innen zog. Monacos Schlussmann Alexander Nübel konnte den Ball in Richtung langes oberes Eck aber parieren. Nur zwei Minuten später sollte sich der schwarz-rote Offensivdrang dann erstmals auszahlen: Nach Vorarbeit von Jeremie Frimpong, der sich auf dem rechten Flügel gegen Caio Henrique durchgesetzt und den Ball fast von der Grundlinie ins Zentrum gebracht hatte, kam Torwart Nübel zwar noch an den Ball. Dieser landete jedoch vor den Füßen von Wirtz, der die Kugel nur noch einschieben musste - 1:0 für Schwarz-Rot (13.).

Der Vorsprung sollte allerdings nicht lange halten: In der 18. Minute wurde Eliesse Ben Seghir im Strafraum von der Leverkusener Defensive bedrängt und letzten Endes von Edmond Tapsoba gefoult. Schiedsrichter Alejandro Hernández aus Spanien entschied sofort auf Elfmeter für die Hausherren. Wissam Ben Yedder verwandelte vom Punkt sicher ins rechte untere Eck und egalisierte damit die frühe Leverkusener Führung - 1:1 (19.).
Das Spiel ging nun hin und her - und die Leverkusener Antwort sollte prompt folgen: Nach einer Ecke landete der Ball beim argentinischen Weltmeister Exequiel Palacios, der per wuchtigem Linksschuss aus der zweiten Reihe ins rechte untere Eck traf und damit die Alonso-Elf erneut verdient in Führung brachte - 2:1 (21.). Auch in den anschließenden Minuten bis zum Halbzeitpfiff zeigten sich die Gäste weiter willig, dominierten den Ballbesitz und drückten auf Treffer Nummer drei, ein weiteres Tor fiel jedoch nicht. So ging es mit dem 2:1-Vorsprung für die Werkself in die Kabinen.
Gut zehn Minuten nach Wiederanpfiff zeigte die Alonso-Auswahl dann direkt eine sehenswerte - und vor allem erfolgreiche - Kombination: Palacios eroberte den Ball und bediente daraufhin Wirtz, der abermals sein Können unter Beweis stellte, sich um die eigene Achse drehte und den Ball diagonal in den Strafraum brachte. Am zweiten Pfosten lief dort Adli frei ein und köpfte den Ball über Nübel ins Netz. Damit bauten die Leverkusener ihre Führung auf 3:1 aus und standen zu diesem Zeitpunkt im Achtelfinale (58.). Doch die Hausherren hatten das Spiel längst nicht abgeschrieben: In der 61. Minute hatte auf der Gegenseite Ben Yedder mit seinem Lattenschuss die bis dato größte Chance für die Monegassen auf dem Fuß. Bakkers Einschuss zum vermeintlichen 4:1 drei Minuten später zählte aufgrund einer Abseitsposition nicht.

Wie sich bereits in den vergangenen Minuten gezeigt hatte, arbeiteten sich die Monegassen nun auch zunehmend häufiger vor den Kasten von Lukas Hradecky vor. Sechs Minuten vor Schluss war es dann eine folgenreiche Flanke von Krépin Diatta, die den wenige Augenblicke zuvor eingewechselten Breel Embolo in aussichtsreiche Position brachte, sodass dieser die Kugel nur noch einnicken musste (84.). Monaco verkürzte damit auf den 2:3-Endstand nach regulärer Spielzeit. Damit ging es in die Verlängerung.
Und diese sollte furios starten: Erneut war es Bakker, der sich auf links bis vor Schlussmann Nübel durchsetzen konnte, Letzterer parierte den flachen Abschluss des Niederländers jedoch stark (93.). Die beste Möglichkeit für die AS hatte der frisch eingewechselte Ex-Leverkusener Kevin Volland in der 118. Minute auf dem Kopf, doch Hradecky zeigte starke Reflexe und parierte. So endete die Verlängerung ohne weitere Tore und es ging ins Elfmeterschießen.
Als erster Torschütze für Bayer 04 trat Sardar Azmoun an, der sicher ins rechte untere Eck verwandelte. Es folgten die Treffer von Monacos Axel Disasi sowie Nadiem Amiri, dann sollte AS-Profi Eliot Matazo nur die Latte treffen. Mit dem Vorteil im Rücken trat als nächstes Edmond Tapsoba an, der mit einem wuchtigen Schuss ins obere Eck auf 8:6 erhöhte. Breel Embolo, Patrik Schick und Kevin Volland zogen nach. Als letzter Schütze hatte Moussa Diaby das Weiterkommen auf dem Fuß: AS-Schlussmann Nübel war zwar noch dran, doch der Ball landete im Netz. Damit hat sich die Werkself für das Achtelfinale der UEFA Europa League qualifiziert. Die Auslosung der nächsten Runde findet bereits am morgigen Freitagmittag, 24. Februar, statt.

Am Sonntag, 26. Februar, geht es für die Werkself im Ligabetrieb weiter: Nachdem Lukas Hradecky und Co. am morgigen Freitag, 24. Februar, noch eine Trainingseinheit in Monaco absolvieren werden, reist der Bayer 04-Tross dann tags darauf von der Côte d’Azur aus direkt nach Freiburg weiter. Auch im Breisgau wird nach der Ankunft am Samstagnachmittag, 25. Februar, noch einmal trainiert. Am Sonntag, 26. Februar, gastieren die Leverkusener dann im Rahmen des 22. Bundesliga-Spieltags beim SC Freiburg im Europa-Park Stadion. Anpfiff ist um 15.30 Uhr.
Die Statistik:
AS Monaco: Nübel – Matsima (62. Diop), Disasi, Sarr, Caio Henrique – Diatta (110. Volland), Camara (70. Matazo), Fofana, Golovin (77. Boadu) – Ben Seghir (77. Jakobs), Ben Yedder (77. Embolo)
Bayer 04: Hradecky – Tapsoba, Tah, Hincapie – Frimpong (103. Diaby), Palacios, Andrich, Bakker – Adli (74. Amiri), Wirtz (115. Azmoun) – Hlozek (70. Schick)
Tore: 1:0 Wirtz (13.), 1:1 Ben Yedder (19.), 2:1 Palacios (21.), 3:1 Adli (58.), 3:2 Embolo (84.)
Tore im Elfmeterschießen: 1:0 Azmoun, 1:1 Disasi, 2:1 Amiri, 3:1 Tapsoba, 3:2 Embolo, 4:2 Schick, 4:3 Volland, 5:3 Diaby
Gelbe Karten: Fofana, Caio Henrique, Jakobs – Andrich, Palacios
Schiedsrichter: Alejandro Hernández (Spanien)

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