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9.12.2021Europa League

Kiraly über punktloses Ferencvaros: Die Tabelle trügt

Beim ungarischen Rekordmeister aus Budapest spielte Gabor Kiraly nie, dafür aber unter anderem bei Hertha BSC, Crystal Palace, dem FC Fulham – und Bayer 04. Der 108-fache ungarische Nationaltorhüter hat im Sommer 2019 seine Karriere beendet und arbeitet inzwischen hauptberuflich bei seinem eigenen Klub Kiraly SE. Vor dem Europa-League-Duell der Werkself bei Ferencvaros Budapest (Donnerstag, 9. Dezember, Anstoß: 21 Uhr) sprach der 45-Jährige über den aktuellen Meister aus Ungarn sowie das erste Halbjahr 2009, welches er per Leihe vom FC Burnley unterm Bayer-Kreuz verbrachte.
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Gabor, am Donnerstagabend tritt Bayer 04 zum Abschluss der Europa-League-Gruppenphase bei Ferencvaros Budapest an. Dein Ex-Klub hat Platz eins bereits sicher, die noch punktlosen Ungarn stehen ihrerseits schon jetzt als Schlusslicht fest. Was für ein Spiel erwartest du in Anbetracht dieser Konstellation?

Kiraly: Es wird mit Sicherheit keinen Testspiel-Charakter haben, da lege ich mich fest. Die Jungs, die auf beiden Seiten auflaufen werden, wollen sich auf dieser großen Bühne zeigen. Für die Mannschaft von Ferencvaros ist die Partie auch für die weitere Entwicklung wichtig. Es wird eng und hart umkämpft, aber fair ablaufen.

Wieso hat der Rekordmeister und aktuelle Titelträger aus deinem Heimatland international noch keinen Punkt geholt?

Kiraly: Klar sieht es in der Tabelle so aus, als wäre Ferencvaros den anderen Teams bislang klar unterlegen gewesen. Aber es waren meist sehr knappe Niederlagen. Das liegt auch am Trainer (Peter Stöger, Anm. d. Red.), er ist im Sommer mit reichlich internationaler Erfahrung nach Budapest gekommen. Und man muss auch sagen, dass das Niveau in den internationalen Wettbewerben natürlich deutlich höher ist als in der ungarischen Liga.

Wie bewertest du die Entwicklung von Bayer 04 in den vergangenen Jahren?

Kiraly: Der Klub entwickelt sich seit vielen Jahren hervorragend. Das zeigen die Ergebnisse und Platzierungen. Es beeindruckt mich auch, wie viele Jungs dort vom Talent zum Top-Spieler gereift sind.

Du hast ein halbes Jahr auf Leihbasis in Leverkusen verbracht. Wie ist dir diese Zeit in Erinnerung geblieben?

Kiraly: Es war ein tolles Erlebnis, für diesen Klub spielen zu dürfen. Ich habe jeden einzelnen Tag genossen und unheimlich viele Erfahrungen gesammelt und Freunde gefunden. Zu René Adler beispielsweise habe ich immer noch ab und an Kontakt. Diese Monate bleiben für mich absolut positiv in Erinnerung.

Bist du am Donnerstag im Stadion?

Kiraly: Ich kann leider nicht vor Ort sein, werde mir das Spiel aber natürlich zu Hause vor dem Fernsehen anschauen. Ich verfolge schließlich jedes Spiel meiner Ex-Klubs.

Zum Abschluss dein Tipp: Wie geht die Partie aus?

Kiraly: (lacht) Ich bin ein ganz schlechter Tipper. Aber ich hoffe natürlich immer auf Erfolge meiner Ex-Klubs.

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