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4.11.2021Europa League

4:0 gegen Real Betis – Entfesselte Werkself siegt im Topspiel

Die Werkself ist zurück in der Erfolgsspur! Im Topspiel der Europa-League-Gruppe G feierte Bayer 04 einen überzeugenden 4:0 (1:0)-Heimerfolg. Zum Mann des Abends avancierte Moussa Diaby, der an allen vier Treffern direkt beteiligt war.
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Cheftrainer Gerardo Seoane nahm im Vergleich zum 0:2 gegen den VfL Wolfsburg in der Bundesliga drei personelle Änderungen in seiner Startelf vor: Robert Andrich, Moussa Diaby und Paulinho begannen anstelle von Mitchel Bakker (Sprunggelenksverletzung), Exequiel Palacios und Lucas Alario (beide Bank).

„Allen ist bewusst, was in den vergangenen Wochen passiert ist“, betonte Andrich im Vorfeld der Partie und schob hinterher: „Wir haben nun einen noch engeren Fokus und achten vor allem auf die Basics.“ Der Mittelfeldspieler sollte Wort halten, denn die Werkself war von Beginn an hellwach, stand defensiv sehr kompakt und ließ die Gäste so überhaupt nicht zur Entfaltung kommen. In der Offensive setzten derweil Paulinho (7.), Florian Wirtz (8.) und Diaby (13.) erste nennenswerte Akzente, waren im Abschluss allerdings noch zu unpräzise.

Bartra klärt vor der Linie – Frimpongs Tor zählt nicht

Besser machte es da Amine Adli: Nach einem Steckpass von Andrich drang der Franzose über die rechte Außenbahn in den Strafraum ein und versuchte es mit einem Schlenzer ins lange Eck. Betis-Torhüter Rui Silva war schon geschlagen, Marc Bartra konnte die Kugel jedoch noch vor der Linie klären – die bis dahin größte Gelegenheit für Schwarz-Rot (20.)! Nur vier Zeigerumdrehungen später brach dann erstmals großer Jubel in der BayArena aus, als Jeremie Frimpong den Ball nach einer traumhaften Pass-Stafette vorbei am Gäste-Keeper ins Tor schob. Allerdings stand der Außenverteidiger im Abseits, sodass der VAR den Treffer berechtigterweise zurücknahm.

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Diaby erlöst Werkself vor der Pause

Und die Andalusier? Die mussten sich in der ersten Hälfte nahezu ausschließlich aufs Verteidigen konzentrieren, war die Seoane-Elf doch das klar dominantere Team und bot den Grün-Weißen keine Räume an. Lediglich in der 35. Minute gab Nabil Fekir einen Warnschuss auf das Tor von Lukas Hradecky ab, doch der Bayer 04-Kapitän war mit einer tollen Parade zur Stelle. Die Werkself überzeugte ihrerseits mit einem in allen Belangen couragierten Auftritt, drückte in der Folge weiter auf den Führungstreffer. Diese Bemühungen wurden schließlich noch vor der Pause belohnt: Wirtz löffelte die Kugel von Linksaußen in den Sechzehner zum freistehenden Diaby, der aus elf Metern wuchtig per Volleyschuss in die Maschen traf (42.). Damit ging Schwarz-Rot mit einer hochverdienten Führung in die Kabine.

Der Franzose zum Zweiten – Fekir scheitert an Latte

Der zweite Spielabschnitt begann derweil äußerst schwungvoll: Erst klärte Edmond Tapsoba mit einem bärenstarken Tackling gegen den einschussbereiten Borja Iglesias, auf der anderen Seite prüfte Demirbay Rui Silva mit einem Distanzschuss (50.). Nur wenige Augenblicke später klingelte es dann aber erneut im Kasten der Gäste: Nach einem Schussversuch von Wirtz landete der Ball an der Strafraumlinie bei Diaby, der sofort abzog und die Kugel im rechten oberen Eck unterbrachte – Sevillas Verteidiger Victor Ruiz hatte den Ball noch entscheidend abgefälscht, Rui Silva war dementsprechend chancenlos (52.). Nicht unerwähnt bleiben sollte in diesem Zuge Youngster Adli, der diesen Treffer dank seines unermüdlichen Einsatzes erst möglich gemacht hatte.

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In der 67. Minute hatte die Werkself Glück: Einen Freistoß aus knapp 20 Metern Torentfernung nagelte Fekir an die Querlatte. Der Versuch des Mittelfeldstrategen war die letzte scharfe Patrone im grün-weißen Revolver, denn in der Folge hielten Jonathan Tah und Co. die Gäste vom eigenen Strafraum fern. Auf der anderen Seite machte Wirtz kurz vor dem Schlusspfiff alles klar: Einen Traumpass von Diaby veredelte der Offensivmann zum 3:0 (86.). Der eingewechselte Nadiem Amiri setzte zudem noch einen drauf und traf – erneut nach einem starken Zuspiel von Diaby, der damit zweifelsohne zum Mann des Abends avancierte – zum 4:0-Endstand (90.). Damit fuhr Bayer 04 nach zuvor fünf sieglosen Spielen in Folge wieder einen Dreier ein und machte einen großen Schritt in Richtung Gruppensieg.

Doppel-Rot kurz vor Abpfiff

Eine wahrlich unnötige Szene ereignete sich quasi mit dem Schlusspfiff, als Referee Anthony Taylor in einer eigentlich fairen Partie dann noch zweimal die Rote Karte zückte: Fekir hatte Demirbay ans Ohr gepackt. Leverkusens Nr. 10 revanchierte sich mit einem Griff in Richtung Gesicht des Franzosen. Es folgte eine undurchsichtige Rudelbildung, an dessen Ende der Schiedsrichter beide Spieler vom Platz stellte.

Weiter geht es für die Werkself am kommenden Sonntag, 7. November (Anstoß: 15.30 Uhr), in der Hauptstadt. Dort treffen Diaby und Co. auf Hertha BSC. Anschließend steht der Bundesliga die nächste Länderspielpause ins Haus geschrieben.

Die Statistik:

Bayer 04: Hradecky – Frimpong (87. Kossounou), Tah, Tapsoba, Hincapie (77. Sinkgraven) – Andrich, Demirbay – Adli (77. Amiri), Wirtz (87. Retsos), Diaby – Paulinho (68. Palacios)

Real Betis: Silva – Bellerin, Bartra, Ruiz, Miranda (46. Moreno) – Rodriguez, Carvalho (46. Canales) – Joaquin (79. Juanmi), Fekir, Ruibal (28. Rodri) – Iglesias (71. Jose)

Tore: 1:0, 2:0 Diaby (42., 52.), 3:0 Wirtz (86.), 4:0 Amiri (90.)

Gelbe Karten: Adli, Andrich

Rote Karten: Demirbay – Fekir

Schiedsrichter: Anthony Taylor (England)

Zuschauer: 15.208

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