
Im Vergleich zum vergangenen Bundesligaspiel gegen Düsseldorf nahm Chefcoach Peter Bosz eine Veränderung vor: Lucas Alario rückte für den verletzten Karim Bellarabi in die erste Elf. Der Argentinier spielte im Sturmzentrum, Kevin Volland besetzte dafür den rechten Flügel. Die Innenverteidigung bildeten erneut Jonathan Tah und Aleksandar Dragovic, Sven Bender meldete sich aber zumindest wieder einsatzfähig und saß auf der Bank. Krasnodar konnte in der BayArena auf den zuvor gesperrten Linksverteidiger Ramirez zurückgreifen und wechselte zudem den Torhüter: Statt Kritsyuk, der das Hinspiel bestritten hatte und nun verletzt fehlte, stand Safonov zwischen den Pfosten.
Die Ausgangslage war nach dem torlosen ersten Vergleich in Südrussland klar: Bayer 04 benötigte einen Heimsieg zum Weiterkommen, ob nach 90 oder 120 Minuten oder im Elfmeterschießen. Entsprechend konzentriert gingen die Leverkusener die Sache an. Die erste Chance eröffnete sich indes den Gästen, als Claesson von links scharf hereinpasste, wo Hradecky und Wendell mit vereinten Kräften am Fünfer retteten (7.). Kurz darauf zog Pereyra im Strafraum, der noch abgefälschte Ball wurde aber eine sichere Beute von Hradecky (9.). Auf der Gegenseite hatte Charles Aránguiz den ersten Abschluss ab, der flache Ball von der Strafraumgrenze bereitete Safonov aber keine Probleme (10.). Enger war's da schon beim strammen Linksschuss von Leon Bailey, der einen halben Meter am langen Eck vorbei zischte (12.).
Es entwickelte sich eine tenporeiche Partie mit vielen Umschaltmomenten. Die ballsicheren Russen gingen das Ganze mit viel Mut und großer Entschlossenheit an und hatten in der ersten Viertelstunde einige gefährliche Aktionen zu bieten. Die Werkself war gewarnt. Bei der schönen Kombination über Kai Havertz, Julian Brandt und Leon Bailey flipperte die Kugel kurz durch den Strafraum, ehe Safonov zupackte (17.). Beim Flatterball des Jamaikaners aus gut 20 Metern wenig später hatte der Keeper schon deutlich mehr Probleme und ließ die Kugel nach vorn prallen (22.).
Dann wieder Lukas Hradecky im Blickpunkt: Überragend, wie der Finne den Kopfball von Claesson noch aus dem bedrohten Eck fischte (25.). Brandts flacher Schuss rauschte hauchdünn am Tor vorbei (27.). Beide Teams begegneten sich auf Augenhöhe und suchten laufend den Weg nach vorn. Als Kaboré und Kai Havertz mit den Köpfen zusammenrasselten, blieb der Werkself-Profi völlig benommen liegen und musste einige Minuten behandelt werden (29.). Nach 35 Minuten die bis dahin beste Aktion der Hausherren: Brandt leitete den Angriff ein, Volland passte scharf von links nach innen, Alario grätschte in die Hereingabe, doch Safonov stand goldrichtig und rettete mit dem Fuß.
Kurz darauf handelte sich Dragovic mit rustikalem Einstieg gegen Kaboré eine Gelbe Karte ein, seine dritte im Wettbewerb (41.). Unmittelbar vor der Pause bewahrte Lukas Hradecky sein Team vor dem drohenden Rückstand, der Keeper machte sich ganz groß und parierte nach einem Konter Krasnodars sensationell gegen den allein vor ihm auftauchenden Claesson (45.).
In unveränderter Besetzung ging es in Durchgang zwei weiter. Baileys Schuss von der Strafraumgrenze kam zu zentral auf Safonov (52.). Krasnodar war weiter höchst giftig in den Zweikämpfen und kam so zu diversen Ballgewinnen. Baileys frechen Abschluss mit rechts entschärfte Safonov ebenfalls (56.). Havertz setzte den Ball aus spitzem Winkel klar am Tor vorbei (60.). Bayer 04 mangelte es dennoch in vielen Szenen an der nötigen Präzision im Passspiel. Julian Baumgartlinger kam für Havertz ins Spiel (66.).
Dann fast die erlösende Führung: Alario zog nach Klasse-Zuspiel von Tah sofort aus 16 Metern und halbrechter Position ab, doch der noch abgefälschte Ball klatschte nur an die Latte (72.). Es blieb ein extrem enges Match und Geduldsspiel. Dann die ganz kalte Dusche: Der eingewechselte Suleymanov verwandelte einen Freistoß unhaltbar für Hradecky platziert zur Führung Krasnodars (84.). Doch die Werkself kämpfte sich erfolgreich zurück: Erst setzte Bailey den Ball nur ans Außennetz (86.), doch Charles Aránguiz traf im Anschluss an ene Ecke aus dem Hinterhalt zum 1:1-Ausgleich (87.).
Jetzt brodelte die BayArena. Bayer 04 brauchte noch ein zweites Tor und drückte mit Vehemenz und Verzweiflung. Es gab drei Minuten Nachspielzeit und eine Serie von Eckbällen. Am Ende stürmte auch Lukas Hradecky mit nach vorn, doch es reichte im Powerplay nur noch zu einem Kopfball von Tah, dem aber der Druck fehlte (90.+2). Dann war Schluss und die Enttäuschung riesig.
Für die Werkself geht es bereits in drei Tagen mit der nächsten Bundesliga-Partie weiter: Am Sonntag (18 Uhr) tritt Bayer 04 im Signal-Iduna-Park bei Spitzenreiter Borussia Dortmund an.
Die Statistik :
Bayer 04: Hradecky – Weiser, Tah, Dragovic (86. Kiese Thelin), Wendell – Havertz (66. Baumgartlinger), Aránguiz, Brandt – Volland, Alario, Bailey
FK Krasnodar: Safonov – Petrov, Martynovich, Spajic, Ramirez – Olsson (61. Gazinsky), Kaboré, Pereyra – Wanderson, Ignatyev (70. Suleymanov), Claesson (77. Stotsky)
Tore: 0:1 Suleymanov (84.), 1:1 Aránguiz (87.)
Schiedsrichter: Gediminas Mazeika (Litauen)
Gelbe Karten: Dragovic – Olsson, Pereyra, Stotsky
Zuschauer: 16.084


Ausgelassene Stimmung von Hitdorf bis Opladen – auch in diesem Jahr ließen wieder etliche junge wie alte Karnevalisten gemeinsam mit Schwarz-Rot die Kamelle fliegen. Los ging es am Karnevalsfreitag in Hitdorf, bevor der bunte Bayer 04-Wagen am darauffolgenden Valentinstag in Schlebusch vorbei an 40.000 fröhlichen Jecken zog. Rund 25.000 begeisterte Zuschauer feierten am Sonntag in Wiesdorf mit, bevor zum Finale am Rosenmontag in Opladen trotz des regnerischen Wetters noch einmal 30.000 lachende Gesichter dem Bayer 04-LKW zujubelten.
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Nach dem „Tour-Pass“ für die Ligaphase der UEFA Champions League 2025/26 geht es in den anstehenden K.-o.-Play-offs mit dem „SoD-Unplugged-Ticket“ weiter! Die Aktion richtet sich erneut exklusiv an alle Bayer 04-Clubmitglieder. Das „SoD-Unplugged-Ticket“ ist ab dem Tag des Hinspiels bei Olympiakos Piräus (Mi., 18. Februar) und bis einschließlich Samstag, 28. Februar, am Service Counter in der Fanwelt erhältlich. Zu gewinnen gibt es 6x 1 von einem Werkself-Profi unterschriebenes Schallplatten-Cover im „Sound of Dreams“-Look!
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Nach dem umjubelten 2:1-Derbysieg gegen den 1. FC Köln mischen die Bayer 04-Frauen weiterhin in der Spitzengruppe der Bundesliga mit. Wer die Werkself im Rennen um Platz drei live vor Ort unterstützen möchte, kann ab sofort auch Tickets für das Heimspiel gegen den FC Carl Zeiss Jena erwerben. Auch Karten für das kommende Duell am Sonntag, 22. Februar, im Ulrich-Haberland-Stadion gegen die TSG Hoffenheim sind noch verfügbar. Alle Infos im Überblick.
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Noch einmal Vollgas geben! Am heutigen Dienstag, 17. Februar (ab 18 Uhr live auf Twitch), bestreitet das #B04eSports-Team die übrigen drei Vorrunden-Spiele des fünften und finalen Showdowns der VBL Club Championship 2025/26. Gegen den 1. FC Nürnberg, den 1. FC Magdeburg sowie den FC Bayern München wollen die Leverkusener Konsolen-Profis den Einzug in die Offline-K.-o.-Runde perfekt machen und dort wertvolle Zähler für die Gesamttabelle und den Kampf um das Final-Event um die Deutsche Klub-Meisterschaft sammeln. Der Gegner-Check.
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Auf ein Neues also: Vier Wochen nach dem 2:0-Heimsieg in der Ligaphase der UEFA Champions League empfängt Olympiakos Piräus die Werkself an diesem Mittwoch, 18. Februar (Anstoß: 21 Uhr deutscher Zeit/live bei DAZN und im Werkself Radio), nun zum Hinspiel in den K.-o.-Play-offs ein zweites Mal binnen kurzer Zeit im Stadio Georgios Karaiskakis. Und es dürfte wieder ein hochintensives Duell in feuriger Atmosphäre werden.
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