
Der kleine Klub aus der Pfalz ist für viele eine echte Unbekannte, doch in der vergangenen Saison war niemand Geringeres als Weltmeister Jürgen Kohler Trainer der ersten Mannschaft. Im DFB-Pokal-Spiel wird er jedoch nicht mehr auf der Bank sitzen, Kohler hat den Verein verlassen. Wer sein Nachfolger ist, wie die Planungen des SCH laufen und wie sich die Mannschaft aufs „Spiel des Lebens“ vorbereitet, gibt’s im Gegnercheck.
Position
Es hätte die perfekte Saison werden können für den SCH. Nach dem zweiten zweiten Platz in der Oberliga in Serie war in den Play-offs die große Chance da, den ersehnten Aufstieg in die viertklassige Regionalliga klarzumachen. Doch durch ein Tor zwei Minuten vor Schluss jubelte am Ende der FC Nöttingen. Ob diese Saison aller guten Dinge drei sind, bleibt abzuwarten. Als Trost gewann Hauenstein immerhin den Landespokal und qualifizierte sich damit für den DFB-Pokal. Es war gleichzeitig ein gelungener Abschied für Trainer Jürgen Kohler.
Personal
Die Rochade an der Seitenlinie ist der wichtigste Wechsel. Kohler, Weltmeister, Champions League-Sieger und danach auch mal Sportdirektor bei Bayer 04, ist zum VfL Alfter in die Mittelrheinliga gewechselt, für ihn übernahm Thomas Fichtner als Coach. Ansonsten ist das Gros der Pokalsieger-Truppe beisammen geblieben. Lucas Oppermann, der mit Worms 2012 für eine Sensation in der ersten Runde gegen Hertha BSC (2:1) gesorgt hatte, und Stammkeeper Sebastian Grub zählen zu den nennenswerten Abgängen. Vor Kurzem verließ dann auch Grubs designierter Nachfolger Mario Miltner überraschend den Verein.
Probleme
Kann es die bei einem Amateurverein vor einem DFB-Pokalspiel eigentlich geben? Außer, dass der SCH als Außenseiter in die Partie geht, wohl kaum. Die Hauensteiner haben zwar die ersten beiden Oberliga-Spiele der neuen Saison verloren und spielen nicht im heimischen Stadion am Neding, sondern im größeren gut 20 Kilometer entfernten Sportpark Husterhöhe in Pirmasens, doch alles in allem regiert die Vorfreude beim SCH.
Potenzial
Im Verein ist man sich sicher: „Dieses Spiel ist das bedeutendste der Klubgeschichte!“ Ein Jahr hat man in Hauenstein darauf hingearbeitet, entsprechend motiviert wird man ins Erstrundenspiel gehen. Und wer weiß: Überraschungen hat es im Pokal ja schon öfters gegeben. Die Werkself wird etwas dagegen haben.
Prognose
Alles, wirklich alles ist in Hauenstein auf dieses Spiel programmiert. Sogar ein eigenes Pokaltrikot hat der Verein entworfen. Es soll perfekt sein, wenn die Werkself nach Pirmasens kommt. Was sportlich dann möglich ist, wird das Spiel zeigen. Ein Riesenerlebnis wird es für die Beteiligten aber allemal.


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