
Pokal-Viertelfinale in Leverkusen: Viele Fans des SVW werden sich daran noch besonders gerne erinnern. Es ist auch gerade einmal zwei Jahre her, dass die beiden Mannschaften in der gleichen Konstellation aufeinandertrafen – mit bitterem Ausgang für die Werkself. Nach 1:0-Führung – Chicharito per Foulelfmeter – musste sich Bayer 04 noch mit 1:3 geschlagen geben, wie auch zuvor 2009 im Endspiel mit 0:1. Damals errang Werder durch ein Tor des aufstrebenden Mesut Özil den wohl größten Erfolg der letzten Dekade. Im Jahr darauf standen die Norddeutschen noch einmal im Pokalfinale (0:4 gegen den FC Bayern), dann setzte der große Pokal-Blues an der Weser ein. Seit 2010 überwinterten die Grün-Weißen nur ein einziges Mal in diesem Wettbewerb, ganze viermal unterlag Werder gleich in der ersten Runde gegen unterklassige Gegner. Auch in dieser Spielzeit wartete zum Auftakt mit Zweitliga-Absteiger Würzburger Kickers ein denkbar unangenehmer Gegner. Dieses Mal jedoch setzte sich der SVW souverän mit 3:0 durch und schlug in den folgenden Runden 1899 Hoffenheim (1:0) und den SC Freiburg (3:2) – jeweils zu Hause. In der Bundesliga verließen die Werderaner am vergangenen Samstag durch einen 2:1-Sieg beim FC Schalke 04 den Relegationsplatz und sind nun 15. der Tabelle.
Die Leitungen von Bremens Geschäftsführer Frank Baumann glühten wohl am 31. Januar. Am letzten Tag der Transferperiode kam noch einmal einiges an Bewegung in den Bremer Kader. Offensivmann Izet Hajrovic, der in der Bundesliga-Hinrunde lediglich als Joker zum Einsatz gekommen war, wurde zu Dinamo Zagreb transferiert. Seinen Kaderplatz nimmt stattdessen Milot Rashica (im Bild oben) ein. Der 21-Jährige Flügelspieler aus dem Kosovo wechselte vom niederländischen Europa-League-Teilnehmer Vitesse Arnheim an die Weser und soll das Bremer Offensivspiel beleben. Doch auch in Sachen Defensive wurde der SVW am „Deadline Day“ fündig. Sebastian Langkamp verstärkt künftig mit der Erfahrung aus über 150 Bundesligaspielen für den Karlsruher SC, FC Augsburg und zuletzt Hertha BSC die Innenverteidigung der Bremer. Außerdem solle er auf und neben dem Platz als Führungsspieler auftreten, so Baumann zur Last-Minute-Verpflichtung des großgewachsenen Abwehrspielers. Bereits vor dem letzten Tag des Wintertransferfensters war Werder tätig geworden. Der Schweizer Ulisses Garcia wurde an den 1. FC Nürnberg verliehen. Für die freigewordene Planstelle auf der linken Abwehrseite verpflichteten die Grün-Weißen – ebenfalls auf Leihbasis – in Marco Friedl vom FC Bayern einen Spieler mit enorm viel Potenzial. Im November hatte der 19-Jährige sein Bundesligadebüt für den Rekordmeister gegeben.
Nach wie vor erzielt Werder zu wenig Tore. Immerhin: Trainer Florian Kohfeldt gelang es, das Team nach seinem Amtsantritt spielerisch zu festigen. Jetzt werden deutlich mehr Chancen herausgespielt. Auf Schalke nutzte Werder seine Überzahl (aufgrund der Gelb-Roten Karte gegen Nastasic) eiskalt durch zwei Treffer aus. Besonders bitter allerdings: Fin Bartels, nach dem Trainerwechsel zu Kohfeldt als Sturmpartner von Max Kruse aufgeblüht, steht in dieser Saison aufgrund eines im Dezember erlittenen Achillessehnenrisses nicht mehr zur Verfügung. Auch Innenverteidiger Lamine Sané wird gegen die Werkself im Bremer Kader fehlen. Der Senegalese, in der Hinrunde noch Abwehrchef der Werderaner, war im Winter in Ungnade gefallen, nachdem er seinen Wechsel zum FC Metz durch unentschuldigtes Fehlen beim Mannschaftstraining erpressen wollte. Die Folge: Der Transfer zerschlug sich, Sané wurde suspendiert und hat laut Werder-Verantwortlichen „keine Zukunft in der ersten Mannschaft“.
Die fetten Jahre sind vorbei. Nicht nur sportlich, sondern vor allem auch finanziell musste der einstige Bayern-Jäger Nummer eins zuletzt gewaltig abrüsten. Die Folge: Seit Jahren wird die Mannschaft älter, da das Geld für junge Leistungsträger fehlt. Ein Trend, dem Florian Kohfeldt nun ein Ende setzen will. Eigengewächs Maximilian Eggestein verpasste unter dem neuen Coach erst eine Minute, auch U23-Spieler Ole Käuper wurde in den Kader integriert. Die Winter-Verpflichtungen von Friedl und Rashica deuten ebenfalls darauf hin, dass Werder den Kader verjüngen will. Nach zuletzt sieben Spielzeiten in Folge, die zwischen Rang 8 und 14 beendet wurden, könnte das eine Chance sein, wieder Fahrt aufzunehmen im hohen Norden – auch, wenn es keine Entwicklung ist, die sofort Früchte tragen wird.
Werder reist als Außenseiter in die BayArena. Dass das noch lange nichts bedeuten muss, haben die Grün-Weißen aber bereits vor zwei Jahren gezeigt – die Werkself ist gewarnt. Doch selbst, wenn Leverkusen die Endstation sein sollte, wäre das kein Beinbruch für den sechsfachen Pokalsieger. Das Hauptaugenmerk liegt ohnehin auf dem Kampf gegen den Abstieg in der Bundesliga. Da das Team unter Kohfeldt von allen Kellerkindern mit den ansehnlichsten Fußball spielt, spricht derzeit einiges dafür, dass der SVW am Ende der Saison die Klasse hält.


Ein Überblick über die aktuellen Ticket-Verkäufe der Heim- und Auswärtsspiele der Werkself in der Saison 2026/27.
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Im Rahmen des 1. Spieltags der Ligaphase der UEFA Europa League 2026/27 empfängt Bayer 04 den slowenischen Meister NK Celje in der BayArena. Die Partie steigt am Mittwoch, 16. September, um 21 Uhr. Alle Infos zum freien Ticketverkauf. Hinweis: Der Stehplatz-Bereich SG1-SG3 gehört zu diesem Spiel ebenfalls zum Heimbereich.
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„Diaby! Diaby! Diaby!“ hallte es nach dem überzeugenden 4:0-Heimerfolg gegen den 1. FC Union Berlin lautstark durch die BayArena, als die Werkself vor der Nordkurve geschlossen zum Feiern antanzte. Kapitän Edmond Tapsoba schob seinen neuen – und alten – Teamkollegen dabei leicht nach vorn in die erste Reihe, direkt vor die Kurve. Der Bayer 04-Rückkehrer bedankte sich gewohnt bescheiden, dafür mit einem umso breiteren Lächeln im Gesicht, bei den Fans. Sie hatten auch in den 90 Minuten zuvor ihren großen Anteil am gelungenen ersten Bundesliga-Nachmittag der neuen Saison in der BayArena.
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Werkself-TV zeigt die Pressekonferenz nach dem 4:0-Erfolg gegen den 1. FC Union Berlin am 2. Bundesliga-Spieltag 2026/27 mit den beiden Cheftrainern Mauro Lustrinelli und Carles Martínez...
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