„Es wird ein komplett anderes Spiel als gegen Bayern“

Drei Tage nach dem Sieg in der Bundesliga gegen den FC Bayern München muss die Werkself am morgigen Dienstag (18.30 Uhr, live im Ticker und Webradio auf bayer04.de) muss die Werkself im Achtelfinale des DFB-Pokals beim Zweitliga-Sechsten 1. FC Heidenheim antreten. Am Montagmorgen stellte sich Bayer 04-Cheftrainer Peter Bosz im Mediencenter der BayArena den Fragen der Journalisten. Dabei äußerte sich der 55-Jährige unter anderem über...

…die Personalsituation: „Ganz genau wissen wir noch nicht Bescheid. Heute ist erst der zweite Tag nach dem Spiel – und manchmal lässt sich oft erst nach dem zweiten Tag sagen, wie die Spieler das Spiel verkraftet haben. Einige fallen aber definitiv aus – Kai Havertz (Verletzung im Bereich der Hüftmuskulatur, Anm.) ist nicht dabei, Lars Bender ist nicht dabei und auch die Spieler, die schon lange ausfallen – Panos Retsos und Joel Pohjanpalo – sind nicht dabei.

…die Verletzung von Lars Bender: „Wie lange er ausfällt kann ich nicht sagen. Er hat einen Faserriss im Oberschenkel, und da gibt es immer verschiedene Möglichkeiten, wie ernst das sein kann.“

…die Nachwirkungen des jüngsten 3:1-Siegs gegen Bayern München: „Ich denke, dass der Sieg gegen Bayern in erster Linie sehr gut fürs Selbstvertrauen war. Wir haben gegen eine Spitzenmannschaft gewonnen. Das zeigt, dass wir mit unseren Spielern unserer Spielweise spielen können. Aber wir wissen auch, dass im Fußball immer wieder das nächste Spiel das wichtigste ist – wir müssen das Selbstvertrauen in jedem Spiel wieder neu zeigen. Das, was war, das war – jetzt ist an uns, auch das schwierige Pokalspiel in Heidenheim zu gewinnen.“

…gestiegene Euphorie: „Ich bin schon lange im Fußballgeschäft. Das kann sich sehr schnell ändern – zum Beispiel, wenn man in einem Pokalspiel nicht gut spielt und ein schlechtes Resultat erzielt. Wir sind froh, dass wir gezeigt haben, gegen eine Mannschaft wie Bayern München gewinnen zu können. Aber das war’s auch. Und deshalb glaube ich nicht, dass die Spieler nun euphorisch sind. Wir müssen jetzt weiter nach vorne schauen. Wir wissen ganz deutlich, wo wir hinwollen und wie wir dahinwollen. Und wir arbeiten sehr hart und intensiv daran.“

…das Pokalspiel gegen den 1. FC Heidenheim: „Es wird ein komplett anderes Spiel als gegen Bayern. Das heißt aber nicht, dass es einfacher wird. Pokalspiele sind immer etwas Besonderes. Das sind spezielle Spiele, in denen man in einem Spiel weiterkommt oder rausfliegt kann. Und das wird es auch morgen sein.“

…zum Gegner: „Sie sind zwar ‚nur‘ ein Zweitligist, aber sie machen das gut, stehen oben in der Tabelle (auf Platz sechs; punktgleich mit dem Liga-Vierten Union Berlin, Anm.). Wir haben das Spiel gegen Kiel (2:2, Anm.) selbst beobachtet und sehen können, dass es nicht einfach wird. Sie haben eine klare, deutliche Spielweise. Sie haben in Frank Schmidt einen Trainer, der schon sehr lange da ist – sowas ist auch sehr speziell im modernen Fußball. Und er macht es sehr gut, dass muss man auch sagen.“

…die Absicht, gegen Heidenheim zu rotieren: „Die Möglichkeit dazu ist durchaus da. Aber das Pokalspiel ist sehr wichtig für uns – wir werden versuchen die Spieler aufzustellen, von denen wir denken, dass wir damit gewinnen können.“

…positive und negative Dinge, die bei seiner Mannschaft aufgefallen sind: „Was mir gut gefällt ist, dass die Spieler wirklich bereit sind. Das ist immer wichtig, wenn man etwas will – Bereitschaft muss da sein, und die ist da. Aber es gibt auch noch sehr viele Sachen, an denen wir arbeiten müssen. Vor allen Dingen, dass wir im Ballbesitz nicht so einfach die Bälle verlieren, das passiert noch zu oft. Denn, wir den Ball verlieren, müssen wir ihn uns gleich wieder zurückerkämpfen. Und wenn man oft den Ball verliert, muss man ihn oft zurückerkämpfen. Das kostet Kraft, deshalb waren die Spiele zuletzt auch sehr intensiv. Da müssen wir uns verbessern.“

…sein Erfolgsrezept, vor allen Dingen mit den jüngeren Spielern zu arbeiten: „Natürlich machen wir viele Einzelgespräche. Aber oft lassen wir die Spieler auch einfach in Ruhe. Denn wenn sie es gut machen und man dann mit ihnen spricht, geht’s vielleicht danach nicht mehr so gut (lacht). Das ist viel Gefühl dabei. Aber das wichtigste ist wirklich die Bereitschaft: Wenn die Spieler wirklich lernen wollen und auch die Spielweise akzeptieren, dann geht alles schneller. Und wie gesagt: Seit Tag eins, seit ich da bin, ist die Bereitschaft da, und das hilft enorm. Und klar ist auch: Am Ende ist auch die Qualität wichtig. Und Qualität haben unsere Spieler.“

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