
Das gläserne Gebäude an einer Ecke des Stadions sieht aus wie der frühere Uefa-Pokal und in der Tat: Den soll es auch darstellen. Die ZSKA-Arena wurde direkt nach dem größten Triumph der Moskauer Vereinsgeschichte 2005 gebaut und gerade vor wenigen Wochen fertiggestellt.
Bayer 04 ist erst der dritte Gegner in der Champions League hier und will mit einem Sieg am Dienstagabend (18 Uhr MEZ) einen wichtigen und vielleicht ja sogar entscheidenden Schritt in Richtung Achtelfinale machen. „Wir sind in einer guten Verfassung und in der Königsklasse noch immer ungeschlagen“, sagte Roger Schmidt auf der Pressekonferenz am Abend vor dem Anpfiff. Sollte sein Team am fünften von sechs Spieltagen mehr Punkte holen als Tottenham Hotspur im zweiten Gruppenspiel bei der AS Monaco, wäre der Einzug in die Runde der letzten 16 Mannschaften perfekt.
Und dabei kann die Werkself aufgrund der zweistündigen Zeitverschiebung in Russland vorlegen und „die Gegner richtig unter Druck setzen“, wie Sportdirektor Rudi Völler am Flughafen betonte. Doch auch ohne derlei Rechenspiele wäre ein Sieg wichtig, um auch am abschließenden Spieltag gegen Monaco weiter das Heft des Handeln in der Hand zu halten. Ein Spaziergang durch Moskau dürfte es allerdings kaum werden, schließlich will der ZSKA seine letzte Chance aufs Achtelfinale nutzen und kann dabei wieder auf den zuletzt angeschlagenen Spielmacher und Goalgetter beim 2:2 im Hinspiel, Alen Dzagoev, zurückgreifen. Der zweite Torschütze, Roman Eremenko, wird aufgrund seines positiven Dopingbefunds nicht zur Verfügung stehen.
Personallage
Apropos Personal: Bayer 04 muss in den Minusgraden der russischen Hauptstadt auf Stefan Kießling (muskuläre Probleme im Oberschenkel) sowie Lars Bender (Fersenprellung) verzichten. Anführen wird die Werkself somit Ömer Toprak, der neben mit Schmidt auf dem PK-Podest saß und dort den Gegner analysierte: „Moskau spielt kompakt, diszipliniert und konterstark, das haben wir im Hinspiel zu spüren bekommen und wollen es morgen besser machen.“
Einen Eindruck von der mit seinen steilen Tribünen und geschwungenen Dächern imposanten ZSKA-Arena haben Toprak und Co. dann im Anschluss bekommen, als Roger Schmidt zum Abschlusstraining gerufen hatte. Gut anderthalb Stunden wurde auf dem Hybridrasen gearbeitet und am Spiel gefeilt, um am Dienstagabend in Bestform dem Traum vom Achtelfinale näherzukommen.


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