Doch damit will man sich unterm Bayer-Kreuz nicht beschäftigen! Bereits vor dem Abflug in die russische Hauptstadt zeigte sich Rudi Völler optimistisch. „Nach dem Top-Sieg gegen Atlético haben wir alles in der eigenen Hand. Es wird natürlich ein schwerer Kampf auf schwerem Geläuf. Aber wenn wir es ähnlich gut wie zuletzt gegen Freiburg spielen, haben wir auch in Russland eine gute Chance“, so der Geschäftsführer. Dazu müssten die Bosz-Männer allerdings „effektiver“ mit ihren Tormöglichkeiten umgehen als zuletzt.
Das wünscht sich natürlich auch Peter Bosz. Der Cheftrainer der Werkself nahm seine Schützlinge auf der Pressekonferenz am heutigen Montagabend in den Katakomben der Moskauer RZD-Arena (28.800 Plätze) jedoch auch in Schutz: „Ich habe im Fußball schon öfter die Erfahrung gemacht, dass man sich manchmal viele Torchancen herausspielt, von denen dann nur eine reingeht. Warum das so ist, weiß ich nicht“, so der 56-Jährige. Seine Spieler würden alles dahingehend versuchen, gegen die Freiburger habe ihnen auch aufgrund zweier Aluminium-Treffer allerdings das nötige Quäntchen Glück im Abschluss gefehlt. „Als Trainer würde ich mir Sorgen machen, wenn wir uns keine Chancen mehr herausspielen. Denn dann würden wir einiges falsch machen“, erklärte Bosz und ergänzte voller Zuversicht: „Wenn man so gut spielt wie zuletzt, wird der Ball auch irgendwann wieder reingehen.“
Klar ist, dass die Werkself gegen den unbequemen Tabellenzweiten der russischen Liga einen starken Auftritt benötigt. Dem Führenden der Gruppe D, Juventus Turin (10 Punkte), verlangte das Team von Trainer Juri Sjomin in Hin- und Rückspiel bis zum Ende alles ab – musste sich dennoch jeweils knapp mit 1:2 geschlagen geben. Und auch gegen Atlético Madrid (7) bot Lokomotive trotz des 0:2-Endstands dem Gegner ordentlich Paroli. „Sie hatten ein bisschen Pech, dass sie verloren haben. Da war mehr drin“, lobte Bosz die Auftritte des punktgleichen Gastgebers (3).
Das Szenario: Um das direkte Duell für sich zu entscheiden, benötigt die Werkself einen Sieg mit mindestens zwei Toren Vorsprung. Damit wäre ihr zumindest der dritte Platz – und damit die Teilnahme am Europa-League-Sechzehntelfinale – nicht mehr zu nehmen. Sollte Atlético morgen Abend das spätere Duell in Turin (21 Uhr) gewinnen, wären sowohl die Werkself als auch Moskau unabhängig vom eigenen Ausgang des Spiels aus der Königsklasse ausgeschieden.
In Moskau erwartet die Schwarz-Roten übrigens auch eine Kälteschlacht in der modernen Moskauer Arena. Die Wettervorhersage kündigt frostige Temperaturen an. Davon will sich Jonathan Tah nicht beeindrucken lassen. „Damit dürfen wir uns nicht zu viel beschäftigen. Klar sind es andere Bedingungen als bei uns, der Gegner spielt aber auch mit diesen Bedingungen.“ Ohnehin gab sich die Nummer 4 der Werkself kämpferisch – auch im Rückblick auf den jüngsten Sieg über Atlético: „Wir werden morgen voller Selbstvertrauen auftreten.“
Übrigens: Lokomotive Moskau verlor bislang alle seine vier Europapokal-Heimspiele gegen deutsche Teams (insgesamt 1:9 Tore). Ein gutes Omen?


Ein Überblick über die Ticket-Verkäufe zu den Heim- und Auswärtsspielen der Werkself in allen Wettbewerben.
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Im Rahmen der Stadt-Spieltage kommt die Werkself zu euch in die Städte rund um Leverkusen. Nach dem erfolgreichen Auftakt in Leichlingen Anfang Oktober 2025 ist nun Monheim am Rhein an der Reihe. Rund um das Bundesliga-Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg am Samstag, 4. April (Anstoß: 15.30 Uhr), verbreitet Bayer 04 den Spaß am Fußball in Monheimer Kitas und veranstaltet ein Familienfest im dortigen Heinrich-Häck-Stadion. Zudem können schwarz-rote Fans etwas ganz Besonderes gewinnen.
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Dank einer kämpferischen Leistung hat die U17 von Bayer 04 die Stuttgarter Kickers 4:3 bezwungen. Damit feierte das Team von Coach Benjamin Adam am 8. Spieltag den ersten Erfolg in Liga A der Hauptrunde der DFB-Nachwuchsliga. Kapitän Ivan Massek hatte seine Auswahl per Strafstoß in Führung gebracht (20.), kurz nach Wiederanpfiff ließ Andrii Hamzyk das 2:0 folgen (50.). Innerhalb von nur zehn Minuten gelang den Kickers jedoch der Ausgleich (54., 66.), auch auf die erneute Leverkusener Führung durch Maksym Hololobov (72.) fanden die Gäste noch einmal eine rasche Antwort (75.). Schwarz-Rot blieb weiter konzentriert und kam nur zwei Minuten später durch Max Wrobel zum 4:3-Siegtreffer.
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Ein einfacher Zugang zum Sport mit Spiel, Spaß und einem Höhepunkt zum Abschluss: Für 40 Teilnehmerinnen im Alter zwischen sechs und 27 Jahren bot Bayer 04 in Kooperation mit dem Fußball-Verband Mittelrhein (FVM) eine ganz besondere Trainingseinheit. Beim Aktionstag für Frauen und Mädchen mit Handicap am Leistungszentrum Kurtekotten sammelten viele der Teilnehmerinnen ihre ersten Erfahrungen im Fußball.
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Am Samstag, 28. März, gehen an der BayArena von 20.30 Uhr bis 21.30 Uhr wieder die Lichter aus. Wie schon in den vergangenen Jahren beteiligt sich Bayer 04 auch dieses Mal unter dem Motto „Wir machen's aus“ an der Kampagne „Earth Hour“ des WWF und möchte gemeinsam mit Menschen, Städten und Unternehmen rund um den Globus ein kollektives Zeichen für mehr Klima- und Umweltschutz setzen.
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