
Die Champions League geht im September in ihre 28. Spielzeit – und zum 25. Mal wird der FC Barcelona im Hauptfeld antreten. Damit ist der amtierende spanische Meister Rekordteilnehmer der Champions League. Nur 1995/1996, 1996/1997 und 2003/2004 fehlten die Katalanen in der Königsklasse.
Für Bayer 04 wird es die zwölfte Teilnahme, damit liegt die Werkself gleichauf mit internationalen Größen wie dem FC Liverpool und Paris St. Germain und noch vor renommierten Klubs wie Atlético Madrid (bislang neun Teilnahmen) und Manchester City (acht). Von allen deutschen Vereinen nahmen nur der FC Bayern (steht vor der 23. Teilnahme) und Borussia Dortmund (vor der 14. Teilnahme) häufiger am wichtigsten Vereinswettbewerb Europas teil.
177 Mal stand Iker Casillas in der Champions League zwischen den Pfosten und ist damit Rekordspieler der Königsklasse. Sein vielleicht größter Auftritt in diesem Wettbewerb gelang ihm dabei ausgerechnet gegen Bayer 04: Im Finale 2002 wurde der damals 20-jährige Keeper eingewechselt, verwehrte der anrennenden Werkself im zweiten Durchgang mit mehreren Glanzparaden den Ausgleich und krönte „sein“ Real Madrid damit zum Champion. Ob noch weitere Spiele hinzukommen, steht derzeit noch nicht fest. Der mittlerweile 38-jährige Casillas erholt sich derzeit von einem Herzinfarkt, zudem muss sein jetziger Verein FC Porto noch durch die Qualifikation, um ab Herbst an der Champions League teilzunehmen. Seinen Rekord wird der Spanier aber trotzdem noch mindestens ein Jahr behalten: Selbst wenn der zweitplatzierte Cristiano Ronaldo mit Juventus Turin alle Spiele bis ins Finale absolvieren sollte, käme er „nur“ auf 175 Einsätze.
Ebenso wie Casillas stand auch der Rekordspieler der Werkself im Finale 2002 auf dem Feld und führte Bayer 04 damals sogar als Kapitän aufs Feld. Carsten Ramelow führt die vereinsinterne Rangliste an, zwischen 1997 und 2005 lief „Calle“ 49-mal mit dem Kreuz auf der Brust in der Champions League auf, knapp hinter ihm liegt Bernd Schneider (46). Aus dem aktuellen Kader kommt Kapitän Lars Bender (26) auf die meisten Einsätze.
Lange lieferten sich Cristiano Ronaldo und Lionel Messi ein Kopf-an-Kopf-Rennen an der Spitze dieser Kategorie, mittlerweile ist der Portugiese ein wenig davongezogen. Mit 126 Treffern ist Ronaldo der Top-Torjäger der Königsklasse, Messi folgt mit 112 Toren auf Rang zwei. Zu Real-Legende Raúl (72) auf Platz drei klafft schon eine beträchtliche Lücke.
Den Titel des besten Bayer-04-Torschützen in der Königsklasse teilen sich zwei Spieler: Michael Ballack und Ulf Kirsten trafen je neunmal ins Schwarze, gefolgt von Oliver Neuville (acht Tore) und Dimitar Berbatov (sieben). Aus der Mannschaft, die kommende Saison für Bayer 04 in der Königsklasse antritt, haben Stand jetzt erst drei Akteure für die Werkself in der Champions League eingenetzt: Lars Bender (2011 gegen Genk) und Kevin Volland (2016 in Moskau) gelang bislang jeweils ein Tor, Karim Bellarabi (2012 in Barcelona und 2017 gegen Atlético Madrid) sogar zwei.
Hier teilen sich zwei Mannschaften die Spitzenplatzierung: Der FC Liverpool schlug – unter anderem mit Andrej Voronin und Sami Hyypiä in der Startformation – im November 2007 Besiktas Istanbul glatt mit 8:0. Mit dem gleichen Ergebnis fertigte Real Madrid im Dezember 2015 den schwedischen Vertreter Malmö FF ab, Cristiano Ronaldo gelang dabei ein Viererpack.
Einen Fußball-Abend der Extraklasse erlebte Bayer 04 am 23. Oktober 2013. Gegen Schachtjor Donezk aus der Ukraine siegte die Werkself glatt mit 4:0 – der bislang höchste Sieg in der Champions League. Stefan Kießling hatte den Torreigen in der ersten Hälfte per Kopf eröffnet, Simon Rolfes per Elfmeter sowie Sidney Sam nach dem Seitenwechsel erhöht. Wiederum Kießling stellte mit seinem zweiten Treffer des Abends den Endstand her.
Auch heute noch sorgt das Camp Nou in Barcelona regelmäßig für die höchsten Zuschauerwerte in der Champions League. Die knapp 100.000 Menschen, die das Stadion aktuell fasst, kommen aber nicht an gegen das Viertelfinal-Hinspiel der Saison 1994/1995. Ganze 115.000 Zuschauer sahen damals das 1:1 des FC Barcelona gegen Paris St. Germain, nachdem vor dieser Saison der Unterrang des Stadions ausgebaut worden war. Ende der 90er-Jahre ließen Sicherheitsbestimmungen der UEFA das Fassungsvermögen in den fünfstelligen Bereich schrumpfen.
Das zuschauerreichste Spiel mit Bayer-04-Beteiligung war erneut eine magische Europapokal-Nacht für die Werkself. Am 2. November 2016 sahen 85.512 Zuschauer im legendären Wembley Stadium den 1:0-Auswärtserfolg einer grandios aufspielenden Werkself gegen den diesjährigen Finalisten Tottenham Hotspur. Kevin Kampl erzielte den Treffer des Tages und lief anschließend in die jubelnde Fankurve der Leverkusener Anhänger. Bilder, die niemand, der es mit der Werkself hält, schnell vergisst – und Bilder, die man auch in der kommenden Saison wieder sehen könnte.


Enge Tribünen, kleines Feld, laute Fans: Am vergangenen Wochenende trat die U19 von Bayer 04 im Sindelfinger Glaspalast auf dem renommierten Mercedes-Benz Junior Cup 2026 an, das seit über 30 Jahren Topklubs aus dem In- und Ausland anzieht. Über zwei Turniertage duellierte sich der älteste Nachwuchs-Jahrgang des Werksklubs, feierte dabei Siege unter anderem gegen den 1. FC Köln und den FC Bayern München. Am Ende stand der 5. Platz zu Buche. Simone Cannizzaro aus der Leverkusener U17 wurde seinerseits als bester Torschütze des Turniers ausgezeichnet.
Mehr zeigen
Bayer 04-Fans aufgepasst: Beim Heimspiel in der UEFA Champions League gegen den FC Villarreal am 28. Januar (Anstoß: 21 Uhr) haben Werkself-Anhänger die Möglichkeit, das Spiel aus einer anderen Perspektive zu verfolgen. Aufgrund zurückgegebener Kontingente des Gastklubs wird der Auswärts-Stehblock zum Heimbereich. Tickets sind ab Montag, 12. Januar, für Jedermann erhältlich. Alle Infos.
Mehr zeigen
Ein Überblick über die Ticket-Verkäufe zu den Heim- und Auswärtsspielen der Werkself in allen Wettbewerben.
Mehr zeigen
Offensivspielerin Paulina Bartz verlässt Bayer 04 Leverkusen und wird bis zum Saisonende für den Hamburger SV auflaufen. Der Werksklub verleiht die 20-Jährige, deren Vertrag noch bis 2027 läuft, bis zum Sommer an den Bundesliga-Aufsteiger.
Mehr zeigen