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Edmond Tapsoba kennt den FC Porto wie kein anderer Akteur aus dem Leverkusener Kader. Zweimal stand der Nationalspieler Burkina Fasos den Nordportugiesen in Diensten von Vitória Guimaraes gegenüber, zweimal als Profi von Bayer 04. „Porto ist ein großartiger Klub, auch die Stimmung in ihrem Stadion ist besonders“, erklärte Tapsoba, der jüngst von den Guimaraes-Fans in die Jahrhundertelf des Klubs gewählt worden war, auf der Pressekonferenz am Montagabend. „Sie haben vor wenigen Tagen Braga deutlich mit 4:1 geschlagen, das Spiel habe ich mir angeschaut. Sie haben eine gute Mannschaft mit einer gefährlichen Offensive. Klar ist aber auch, dass wir hierher gereist sind, um zu gewinnen.“

Wie das geht, haben Tapsoba und Co. bereits in der Europa-League-Zwischenrunde 2019/20 bewiesen. Dem 2:1-Heimsieg gegen Porto ließ Bayer 04 einen 3:1-Erfolg in Portugal folgen.
21 Werkself-Profis haben am Montagmittag die Reise nach Portugal angetreten, sie werden am Dienstagabend von 669 Fans aus dem Gästeblock heraus unterstützt. Im Vergleich zum Kader des Duells beim FC Bayern München fehlte Daley Sinkgraven (nicht für die Königsklasse gemeldet), mit dabei ist dafür Ayman Azhil.
Sind größere Veränderungen auf Personalseite noch ausgeblieben, soll es in Bezug auf die Tugenden ein anderer Auftritt im Vergleich zum 0:4 in München werden. „Natürlich waren wir nach dem Spiel enttäuscht. Mannschaft und Staff haben sich und ihre Leistungen hinterfragt“, betonte Coach Gerardo Seoane. Der Schweizer sieht ein Leverkusener Team, „das sich dieser schwierigen Situation absolut bewusst ist. Wir müssen alle zusammen dafür sorgen, dass wir Tugenden wie Kampfbereitschaft und Einsatzwillen auf den Platz bringen.“

Angesprochen auf eine mögliche Favoritenrolle eines der Teams in der morgigen Partie, hob Seoane den Heimspiel-Faktor heraus. Und dennoch: „In dieser Gruppe kann jeder jeden schlagen. Meiner Meinung nach wird es ein sehr ausgeglichenes, enges Spiel.“
Auf die Frage nach seiner eigenen Zukunft in Leverkusen, antwortete Seoane: „Wir führen intern immer offene Gespräche und kommunizieren so klar wie möglich zusammen. Ich bin schon lange in diesem Business, das Wichtigste sind immer die Resultate und das nächste Spiel. Meine Aufgabe ist, die Mannschaft zu coachen und nach einer Niederlage die richtigen Schlüsse zu ziehen. Darauf konzentriere ich mich. Ich empfinde es als professionell, dass der Klub die Situation immer wieder auch neu bewertet, um das große Ganze nie aus den Augen zu verlieren. Der Klub hat mir das Vertrauen ausgesprochen, sonst wäre ich nicht mehr hier. Dass Journalisten diese Fragen immer wieder stellen, ist verständlich. Damit kann ich umgehen.“

Die U19 von Bayer 04 ist weiter auf Rekordjagd und hat in der Vorrunde der DFB-Nachwuchsliga im zehnten Spiel den zehnten Sieg gefeiert. Beim Schlusslicht 1. FC Saarbrücken gewann die an diesem Tag stark verjüngte Mannschaft von Trainer Patrick Greveraars 5:0 (2:0) und steht damit zwei Spiele vor dem Ende der Vorrunde weiterhin mit großem Abstand an der Tabellenspitze.
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