
Olympiakos Piräus zeigt zwei Gesichter in dieser Saison. Mal präsentiert sich die Mannschaft hochkonzentriert, laufstark, clever, bissig in den Zweikämpfen, abgezockt im Abschluss – wie beim 2:0-Sieg gegen die Werkself Mitte Januar. Oder eine Woche darauf beim 2:1-Erfolg in Amsterdam, mit dem sich das Team für die Play-offs in der UEFA Champions League qualifizierte. Ein Sieg, der Klub-Präsident Evangelos Marinakis auf Instagram jubeln ließ: „Eine großartige, couragierte Qualifikation. Eine fantastische Leistung. Leidenschaft, Stärke, das Herz eines Siegers. Wir haben daran geglaubt – und wir haben es geschafft.“ Da war es, das strahlende, das stolze Gesicht des erfolgreichsten Klubs in Griechenland.
Aber es gibt in der laufenden Saison auch den weniger glänzenden, manchmal grauen Alltag in der heimischen Super League. In dieser wirkt Olympiakos zuweilen gehemmt, fahrig und zahnlos – wie zuletzt bei der 0:1-Heimniederlage im Stadtderby gegen Panathinaikos Athen oder am vergangenen Wochenende beim 0:0 gegen APO Levadiakos. Dort gelang den Rot-Weißen trotz 45-minütiger Überzahl und zahlreicher Chancen kein Treffer. Von den vergangenen vier Partien in der nationalen Liga gewann Olympiakos nur eine. Derzeit rangiert der Doublesieger der Vorsaison auf Platz zwei hinter Tabellenführer AEK Athen. Natürlich, in der Meisterschaft ist fünf Spieltage vor Beginn der Play-off-Runde der besten vier Teams noch alles drin für den Rekordsieger (48 Titel). Der Rückstand zu AEK beträgt nur zwei Punkte. Der Pokalwettbewerb ist dagegen gelaufen - im Viertelfinale schied Piräus gegen PAOK Thessaloniki aus.
Die Souveränität, die Olympiakos in der Spielzeit 2024/25 ausgezeichnet hat, ist der Mannschaft von Trainer José Luis Mendilibar etwas abhandengekommen. Der 64 Jahre alte Spanier gab nach der Niederlage gegen Panathinaikos zu: „Wenn wir Gegentore kassieren, werden wir nervös, nicht sofort, aber in den folgenden Minuten. Wir müssen konzentrierter sein.“ Nach dem frühen Gegentor in der siebten Minute habe es „an Geduld und Ruhe gefehlt. Die Mannschaft war zu hastig und sehr ungeduldig.“
Wieviel Qualität im Team steckt, hat es in der Ligaphase der Königsklasse nicht nur gegen Bayer 04 bewiesen. Nach fünf Spieltagen war Olympiakos noch ohne Sieg, hatte die PSV Eindhoven aber beim 1:1 am Rande einer Niederlage und auch gegen Real Madrid nur knapp 3:4 verloren. Nach dem 5. Spieltag stand Piräus auf Platz 33. Die letzten drei Partien mussten allesamt gewonnen werden, um noch eine realistische Chance auf die Play-offs zu haben. Und Olympiakos schaffte das kleine Wunder, gewann sowohl die Auswärtsspiele bei Kairat Almaty (1:0) und Ajax Amsterdam (2:1) wie auch das Heimspiel gegen die Werkself vor vier Wochen. Am Ende war man bis auf Rang 18 geklettert, landete damit nur einen Punkt und zwei Plätze hinter Bayer 04. Damit hat sich Olympiakos erstmals nach zwölf Saisons wieder für die K.-o.-Runde der Champions League qualifiziert. Bislang schieden die Griechen bei vier Duellen stets aus.
Im direkten Duell zwischen Piräus und Bayer 04 Mitte Januar hatten die Gastgeber im Stadio Georgios Karaiskakis von Beginn an sehr hoch gepresst. Nach der frühen Führung durch Costinha in der zweiten Minute im Anschluss an eine Ecke hatte Schwarz-Rot in der Folge zwar mehr Ballbesitz und zahlreiche gute Chancen. Aber die Gäste scheiterten auch immer wieder am glänzend aufgelegten Torhüter Konstantinos Tzolakis, während eiskalte Hausherren kurz vor dem Pausenpfiff einen Konter zum 2:0 durch Mehdi Taremi abschlossen. Der 33 Jahre alte Iraner ist mit vier Torbeteiligungen (zwei Treffer, zwei Assists) Olympiakos‘ gefährlichster Stürmer im laufenden Champions-League-Wettbewerb.
Auch im zweiten Durchgang biss sich die Werkself am kompakten Abwehrriegel der Griechen immer wieder die Zähne aus – oder der überragende Tzolakis war zur Stelle. Obwohl am Ende viele statistische Werte für Bayer 04 sprachen (17:6-Torschüsse, 72:28 %-Ballbesitzanteil, 86:65 %-Passquote), gingen die drei Punkte an Olympiakos.
Die Rot-Weißen hatten auch gegen die Werkself wieder einmal ihre Stärken aufblitzen lassen: In der Ligaphase der Champions League übte Piräus sowohl die meisten intensiven Pressingaktionen in der gegnerischen Hälfte (1737) als auch die meisten im Angriffsdrittel (1063) aller Teams aus. Zudem erzwangen sie in ihren acht Spielen die meisten hohen Ballgewinne (90).
Personell hat der Klub in der Winter-Transferperiode noch zwei neue Spieler verpflichtet: Vom portugiesischen Erstligisten FC Rio Ave kamen die beiden brasilianischen Stürmer Clayton und André Luiz. Die Offensive um Top-Torjäger Ayoub El Kaabi (16 Saisontore), Mehdi Taremi, Gelson Martins, Chiquinho und Daniel Podence dürfte damit noch einmal an Qualität gewonnen haben. Viel Tempo und Torgefahr bringt zudem der Brasilianer Rodinei mit, der gegen Bayer 04 beide Treffer der Gastgeber vorbereitet hatte. In der Defensive sind im Spiel gegen die Werkself neben Torhüter Konstantinos Tzolakis vor allem Kapitän sowie Ex-Leverkusener Panagiotis Retsos und Mittelfeldspieler Santiago Hezze als beste Zweikämpfer und Balleroberer aufgefallen.

Bayer 04 Leverkusen ist vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wegen unsportlichen Verhaltens von Teilen seines Anhangs während der Bundesliga-Auftaktpartie bei der SV 07 Elversberg sowie im Rahmen des Heimspiels gegen den 1. FC Union Berlin zu Geldstrafen von insgesamt 12.000 Euro verurteilt worden. Bis zu 4.800 Euro der Summe kann der Werksklub für eigene sicherheitstechnische oder gewaltpräventive Maßnahmen aufwenden.
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Im Rahmen des 4. Spieltags der Ligaphase der UEFA Europa League 2026/27 empfängt Bayer 04 den französischen Topklub Olympique Marseille in der BayArena. Die Partie steigt am Donnerstag, 5. November, um 21 Uhr. Alle Infos zum Ticketverkauf.
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Ein Überblick über die aktuellen Ticket-Verkäufe der Heim- und Auswärtsspiele von Bayer 04 in der Saison 2026/27.
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Rüdiger Vollborn ist seit 40 Jahren im Klub, mit 401 Bundesliga-Einsätzen der Rekordspieler des Klubs und hat als einziger Bayer 04-Profi sowohl den UEFA-Cup (1988) als auch den DFB-Pokal (1993) gewonnen. Und auch nach seiner beeindruckenden Profi-Karriere blieb der gebürtige Berliner dem Werksklub weiter erhalten, arbeitete fortan neun Jahre als Torwarttrainer. Inzwischen ist Vollborn unterm Bayer-Kreuz als Fanbeauftragter und Klub-Archivar tätig. Seit Februar 2021 nimmt das personalisierte schwarz-rote Lexikon die Werkself-Fans in der Rubrik „Rudi erzählt...“ monatlich mit auf eine kleine Reise in die Geschichte von Bayer 04.
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Besondere Gäste im Rahmen einer besonderen Maßnahme: Der Nachwuchsbereich von Bayer 04 begrüßte Anfang der Woche ein U17-Auswahlteam der J.LEAGUE, der höchsten japanischen Fußball-Liga. Neben den Spielern sowie dem Trainerteam und Staff reiste auch der frühere Werkself-Cheftrainer Roger Schmidt, heute Global Sports Director der J.LEAGUE, nach Leverkusen. Vor Ort standen unter anderem ein gemeinsames Training mit sowie ein Testspiel gegen die U17 von Bayer 04 auf dem Programm.
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