
Pflichtaufgabe erfüllt, Generalprobe gelungen: Inter Mailand gewann am vergangenen Freitag sein Heimspiel in der Serie A gegen Aufsteiger Parma Calcio souverän mit 3:1. Der aktuelle italienische Meister ist gerüstet fürs Champions-League-Duell mit der Werkself. Die Nerazzurri sind aktuell Tabellendritter mit drei Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Atalanta Bergamo, haben allerdings ein Spiel weniger ausgetragen als dieser. Beim 3:1 gegen Parma am 15. Spieltag wurde Inter seiner Favoritenrolle von Beginn an gerecht. Die Mannschaft von Trainer Simone Inzaghi hatte fast 70 Prozent Ballbesitz und schon vor dem ersten, technisch sehenswerten Treffer von Federico Dimarco (40.) zahlreiche gute Chancen. In der zweiten Hälfte sorgten Nicolo Barella (55.) und Marcus Thuram (67.) relativ schnell für klare Verhältnisse im Giuseppe Meazza. Durch ein Eigentor von Mailands Verteidiger Matteo Darmian (81.) konnte Parma kurz vor Schluss nur noch verkürzen. Inter-Coach Inzaghi war voll des Lobes über sein Team: „Die Jungs waren heute Abend brillant, denn Parma ist wirklich eine gute Mannschaft, vor allem auswärts, denn sie haben nur gegen Napoli verloren. Wir wussten, dass wir gut spielen mussten, und das haben wir getan, ich bin sehr zufrieden.“
Hoch zufrieden darf Inzaghi auch mit dem Auftreten seines Teams in der Champions League sein. Der Klub aus der lombardischen Hauptstadt steht aktuell hinter dem FC Liverpool auf dem zweiten Rang. Die Bilanz bisher: Vier Siege, ein Remis, 13 Punkte, 7:0 Tore. Zuletzt gewannen die Nerazzurri in San Siro gegen RB Leipzig 1:0. Der entscheidende Treffer fiel zwar aus Leipziger Sicht unglücklich, weil Lukeba einen Schuss von Federico Dimarco per Hacke ins eigene Tor abfälschte (40.). Doch der Sieg der Gastgeber hätte durchaus höher ausfallen können. Aber Inter vergab zahlreiche weitere gute Möglichkeiten nach dem Seitenwechsel.
In der Königsklasse hatte die Mannschaft um den Ex-Leverkusener Hakan Calhanoglu zuvor zwei weitere 1:0-Siege gegen den FC Arsenal und bei den BSC Young Boys sowie einen 4:0-Erfolg gegen Roter Stern Belgrad eingefahren. Zum Auftakt war Inter ein leistungsgerechtes 0:0 beim englischen Meister und Pokalsieger Manchester City gelungen. Inzwischen ist Inter Mailand seit 13 Pflichtspielen ungeschlagen. Die letzte Niederlage liegt zweieinhalb Monate zurück. Am 22. September verlor der 20-malige italienische Meister das Stadtderby gegen die AC Milan 1:2.
Simone Inzaghi, der ehemalige Top-Torjäger von Lazio Rom, trat bei Inter im Sommer 2021 die Nachfolge von Antonio Conte an. Unter diesem war der Klub gerade italienischer Meister geworden. Inzaghi konnte zwar den Titel mit Inter nicht verteidigen und wurde in seiner ersten Saison in der Lombardei Zweiter. In seinem zweiten Jahr führte der Ex-Nationalspieler den Klub aber zum ersten Mal seit 2010 wieder ins Champions-League-Finale, in dem Inter gegen Manchester City 0:1 unterlag. Neben der Meisterschaft im vergangenen Jahr gewann Inzaghi mit Inter in den vergangenen drei Jahren zudem zweimal den italienischen Pokal und dreimal den nationalen Superpokal. In der laufenden Saison verfügt der 48-Jährige über einen eingespielten und sehr erfahrenen Kader. Zahlreiche Akteure sind aus der Bundesliga bestens bekannt. Neben Hakan Calhanoglu, der zwischen 2014 und 2017 insgesamt 115 Pflichtspiele für die Werkself absolvierte, sind das Torhüter Yann Sommer (FC Bayern München/Bor. Mönchengladbach), die Verteidiger Benjamin Pavard (FC Bayern) und Yann Bisseck (1. FC Köln), Mittelfeldspieler Henrikh Mkhitaryan (Bor. Dortmund) sowie die Stürmer Marko Arnautovic (Werder Bremen) und Marcus Thuram (Mönchengladbach). Letzterer ist aktuell mit elf Pflichtspieltreffern erfolgreichster Torschütze bei Inter. Sein Sturmpartner Lautaro Martinez kommt bislang auf sechs Treffer. In der vergangenen Saison wurde der argentinische Weltmeister und Nationalmannschaftskollege von Exequiel Palacios mit 24 Treffern Torschützenkönig der Serie A.
In der Defensive setzt Inzaghi auf eine Dreierkette, in der zuletzt der gebürtige Kölner Yann Bisseck, Stefan de Vrij und Alessandro Bastoni verteidigten. Benjamin Pavard fehlt seit einigen Wochen wegen einer Muskelverletzung. Als Schienenspieler dürften Denzel Dumfries und Federico Dimarco in der Startformation auflaufen. Chef im zentralen Mittelfeld ist Hakan Calhanoglu. Der 30 Jahre alte Kapitän der türkischen Nationalmannschaft ist nicht nur Standardspezialist, sondern auch als Zweikämpfer top. Seine 8,7 Balleroberungen pro Partie sind der Höchstwert eines Feldspielers im aktuellen Wettbewerb.
Mit Ausnahme des klaren 4:0-Sieges gegen Roter Stern Belgrad erwiesen sich die Nerazzurri bislang als Minimalisten in der Champions League. Nur sieben Treffer erzielte Inter in seinen fünf Spielen. Zwei davon fielen per Elfmeter. Dreimal gewannen Thuram und Co. denkbar knapp mit 1:0. Dabei mangelte es in keiner dieser Partien an weiteren Tormöglichkeiten. Allein bei der Chancenverwertung zeigte das Team Schwächen. In der Serie A sieht das jedoch anders aus. Hier stellt das Inzaghi-Team mit 34 Treffern aktuell den zweitbesten Angriff nach Spitzenreiter Bergamo (38).
Als einzige Mannschaft unter den 36 Teilnehmern hat Inter bislang noch kein einziges Gegentor in der Ligaphase der Champions League kassiert. Das spricht nicht nur für Torhüter Yann Sommer, der saisonübergreifend in neun seiner zwölf Champions-League-Spiele für Inter ohne Gegentor blieb. Natürlich ist dafür auch eine insgesamt kompakte Defensive verantwortlich. So betonte Sommer nach dem 1:0 gegen Leipzig: „Wir sind immer sehr konzentriert und haben auch gegen starke Gegner wie heute keinen Gegentreffer kassiert. Es ist schön, wieder zu Null gespielt zu haben, aber es war eine Mannschaftsleistung.“ Dass Inter hinten wenig zulässt, liegt eben auch daran, dass das Team enorm ballsicher ist und die Kugel gut zirkulieren lässt. Gleiches gilt freilich auch für die Werkself.

Werkself-TV zeigt den 2:0-Erfolg von Bayer 04 bei Olympiakos Piräus im Play-offs-Hinspiel der UEFA Champions League 2025/26 re-live...

Werkself-TV zeigt nach dem 2:0-Erfolg von Bayer 04 bei Olympiakos Piräus im Play-offs-Hinspiel der UEFA Champions League die Pressekonferenz mit Kasper Hjulmand...
Mehr zeigen
Zum zweiten Mal nach Athen! Die nächste internationale Reise in der UEFA Champions League 2025/26 führt die Werkself wieder in die griechische Hauptstadt. Nach dem Auswärtsspiel in der Ligaphase bestreitet Schwarz-Rot beim aktuellen Doublesieger Olympiakos Piräus am Mittwoch, 18. Februar (Anstoß: 21 Uhr dt. Zeit/live auf DAZN), im Karaiskakis-Stadion das Hinspiel der Play-off-Runde. Wir nehmen euch mit auf die erneute Reise nach Athen und berichten hautnah von der Werkself…
Mehr zeigen
Vor der laufenden Saison der UEFA Champions League trafen Bayer 04 und Olympiakos Piräus insgesamt nur zweimal aufeinander. Nun geht es für die Werkself nach der Partie am 7. Spieltag der diesjährigen Ligaphase für das Play-off-Hinspiel innerhalb von nur vier Wochen zum zweiten Mal gegen die Griechen. Mitte Januar bestimmte Schwarz-Rot zwar über weite Strecken das Geschehen, musste sich aber auch aufgrund vieler guter verpasster Gelegenheiten vor dem gegnerischen Tor am Ende 0:2 geschlagen geben. Das soll am Mittwochabend besser laufen, um die „Chance auf Revanche“, so Geschäftsführer Sport Simon Rolfes vorab, zu nutzen. Die Kurzpässe.
Mehr zeigen
Bitteres Ende des fünften Showdowns der VBL Club Championship 2025/26. In den übrigen drei Spielen der Online-Vorrunde des fünften und finalen Showdowns haben die Leverkusener eSportler keine Punkte holen können. Der Showdown-Eins-Gewinner Bayer 04 verpasst damit den Einzug in die Offline-Runde und kann keine weiteren Zähler für die Gesamttabelle sammeln. In dieser ist das #B04eSports-Team zudem aus den Top Acht gerutscht. Eine direkte Teilnahme am Finalevent um die Deutsche Klub-Meisterschaft ist damit nicht mehr möglich, die Leverkusener müssen den Umweg über die Play-offs gehen.
Mehr zeigen