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10.03.2026Champions League

Gegner-Check: Die Gunners können Klubgeschichte schreiben

Keine Frage, der FC Arsenal ist einer der großen Favoriten auf den Gewinn der UEFA Champions League. In der Ligaphase des Wettbewerbs gewann das Team des spanischen Trainers Mikel Arteta sämtliche Partien. An diesem Mittwochabend, 11. März (Anstoß: 18.45 Uhr/live bei DAZN und im Werkself-Radio), treten die Gunners, die auch die Tabelle in der Premier League souverän anführen, zum Achtelfinal-Hinspiel in der BayArena an. Zwei ehemalige Leverkusener freuen sich besonders auf das Duell an alter Wirkungsstätte. Der Gegner-Check.
Kai Havertz FC Arsenal

Position

Für den FC Arsenal könnte es eine der erfolgreichsten Saisons seiner Klubgeschichte werden: Die Mannschaft von Trainer Mikel Arteta darf nach dem 2:1-Arbeitssieg am vergangenen Wochenende im Achtelfinale des FA Cups bei Drittligist Mansfield Town weiter vom „Quadruple“ träumen – dem Gewinn von Meisterschaft, beiden englischen Pokaltiteln und der UEFA Champions League. Beim Underdog aus Mansfield taten sich die Gunners allerdings über weite Strecken der Partie sehr schwer. Kurz vor der Pause schloss Noni Madueke wuchtig aus 15 Metern zur Führung der Gäste ab, die wenige Minuten nach dem Seitenwechsel den Ausgleich hinnehmen mussten. Nachdem Arsenal viele Chancen nicht hatte verwerten können, schlug schließlich Eberechi Eze zu und hämmerte den Ball in der 66. Minute zum Siegtreffer in die Maschen. „Sie haben es uns wirklich schwer gemacht“, lobte Arteta den Gegner. „Nach dem Ausgleich mussten wir uns richtig ins Zeug legen, um uns diesen Sieg zu verdienen.“

Mitte vergangener Woche hatte der FC Arsenal auch in der Premier League einen hart erkämpften Sieg eingefahren. Der Spitzenreiter gewann beim Tabellen-14. Brighton & Hove Albion dank eines frühen Treffers von Bukayo Saka in der 9. Minute 1:0. Nach der Führung schalteten die Gunners schnell in den Verwaltungsmodus, verschleppten das Tempo und brachten das Ergebnis über die Zeit. Weil Verfolger Manchester City parallel über ein 2:2 gegen Nottingham Forest nicht hinauskam, vergrößerte Arsenal seinen Vorsprung in der Tabelle. Der Klub aus Nord-London hat nun nach 30 Ligaspielen 67 Punkte, während die „Citizens“ nach 29 Spielen auf 60 Punkte kommen. Beide Teams stehen sich am 22. März im Finale des League Cups gegenüber. Den höheren Stellenwert für Arsenal hat aber zweifellos der Gewinn der Meisterschaft. Es wäre der erste seit 22 Jahren. Zuletzt waren die Gunners dreimal in Folge Vizemeister geworden.

Auch in der Champions League zählt der Traditionsklub zu den großen Favoriten auf den Titel. In der Ligaphase gewann Arsenal als einziger Klub sämtliche acht Spiele, setzte sich unter anderem zu Hause gegen den FC Bayern München (3:1) und Atlético Madrid (4:0) und auswärts bei Athletic Bilbao (2:0) und Inter Mailand (3:1) durch. Die Gunners schossen insgesamt die meisten Tore (23) aller 36 Teilnehmer und kassierten die wenigsten Gegentreffer (4). Souveräner geht ein Einzug ins Achtelfinale kaum. In der Vorsaison hatte sich Arsenal im Viertelfinale mit zwei Siegen gegen Real Madrid (3:0; 2:1) durchgesetzt, war dann aber im Halbfinale am späteren Titelgewinner Paris Saint-Germain (0:1; 1:2) gescheitert. In dieser Spielzeit will der englische Traditionsklub möglichst noch weiter kommen. Die Partie in Leverkusen wird für Arsenal bereits das 47. Pflichtspiel in der aktuellen Saison. Die beeindruckende Bilanz bisher: 36 Siege, 7 Remis, 3 Niederlagen. Keine Mannschaft aus Europas Topligen gewann mehr Begegnungen als die Gunners.

Personal

Beim Achtelfinal-Sieg im FA Cup bei Mansfield Town stand Kai Havertz erstmals seit einem Monat wieder in der Startformation. Der ehemalige Bayer 04-Profi, der als Zehnjähriger nach Leverkusen gekommen war, insgesamt zehn Jahre lang das Trikot mit dem Kreuz auf der Brust trug und 150 Pflichtspiele (46 Tore) für die Werkself absolvierte, hat seine Muskelverletzung auskuriert. Havertz war bereits zu Beginn der Saison wegen einer Knieverletzung über vier Monate lang ausgefallen. Der 26-Jährige kommt deshalb bisher erst auf zehn Pflichtspiel-Einsätze. Nun steht einem Wiedersehen mit Bayer 04 nichts im Wege. Ob Havertz allerdings an alter Wirkungsstätte in der Startformation stehen wird, ist fraglich. Im Starensemble des FC Arsenal ist der Konkurrenzkampf groß. Verzichten muss Arteta lediglich auf Innenverteidiger William Saliba (Knöchelverletzung) sowie die beiden Mittelfeldspieler Mikel Merino (Reha nach Fuß-OP) und Kapitän Martin Ödegaard (Knieprobleme).

Der Kader des 13-maligen Englischen Meisters ist gespickt mit internationalen Hochkarätern. In der Defensive setzt Arteta vor Stammtorhüter David Raya auf eine Viererkette, in der auch Piero Hincapie regelmäßig zum Einsatz kommt. Der Ecuadorianer war im vergangenen Sommer von Leverkusen nach London gewechselt. Bislang kommt der 24-Jährige auf 27 Pflichtspiel-Einsätze für Arsenal. In der traditionell gut besetzten Abwehr sind zudem die Innenverteidiger Gabriel und Cristhian Mosquera sowie auf den Außenpositionen der italienische Nationalspieler Riccardo Calafiori und der erst 19 Jahre alte Myles Lewis-Skelly Stammkräfte. Im Mittelfeld hat sich Neuzugang Martin Zubimendi (Real Sociedad San Sebastian) auf Anhieb als hervorragender Sechser erwiesen. Der 27-Jährige wurde 2024 mit Spanien Europameister – gemeinsam mit Bayer 04-Profi Alejandro Grimaldo. Zubimendi kam bislang in allen 30 Premier-League-Spielen zum Einsatz, erzielte dabei fünf Treffer. Neben ihm im Mittelfeld agieren häufig Declan Rice, zweimaliger Vize-Europameister mit den Three Lions, und der zu Saisonbeginn vom FC Brentford gekommene Däne Christian Nörgaard.

Voll eingeschlagen hat in Eberechi Eze auch ein weiterer Neuzugang, der vorne vielfältig einsetzbar ist. Der 27-Jährige wechselte von Crystal Palace zu Arsenal und zählt mit acht Pflichtspieltreffern zu den torgefährlichsten Spielern im Kader. Gerade in der Offensive hat der FC Arsenal in der laufenden Saison personell und auch qualitativ noch einmal deutlich zugelegt. Mittelstürmer Viktor Gyökeres hat sich schnell als Knipser bewährt. Der Schwede traf seit seinem Wechsel von Sporting Lissabon bereits 15-mal für Arsenal. Daneben stehen Trainer Mikel Arteta in Noni Madueke (Neuzugang vom FC Chelsea), Bukayo Saka, Leandro Trossard, Gabriel Jesus, Kai Havertz und Gabriel Martinelli zahlreiche weitere Top-Offensivkräfte zur Verfügung. Linksaußen Martinelli ist mit sechs Treffern erfolgreichster Torschütze der Gunners in der Champions League.

Probleme

Ja, es könnte eine historische Saison für den FC Arsenal werden. Aber noch ist nichts erreicht. In den vergangenen Jahren fehlte den Gunners sowohl in der Premier League als auch in der Champions League in der entscheidenden Phase oft der letzte Punch. Es mangelte nie an Qualität, manches Mal aber wohl an Mentalität. Es bleibt abzuwarten, wie die Mannschaft reagiert, sollte sie einmal in Rückstand geraten. Das ist ihr in der Ligaphase der Champions League bislang in dieser Saison noch nie passiert.

Prunkstück

Die Standards der Gunners sind in England gefürchtet. Dort haben sie bereits den Spitznamen „FC Eckball“ bekommen. In der laufenden Saison erzielte der FC Arsenal in Pflichtspielen schon 22-mal einen Treffer nach Ecken. Allein in der Premier League gelangen auf diese Weise 16 Tore. Damit hat Arsenal einen Rekord in der Geschichte der Liga eingestellt. Coach Mikel Arteta lässt mit seinem Standardtrainer Nicolas Jover solche Situationen intensiv in den Übungseinheiten einstudieren. Bei eigenen Eckbällen rücken viele Gunners bis in den Fünfmeterraum vor, sodass die gegnerischen Abwehrspieler inklusive des massiv bedrängten Torhüters beim Verteidigen jedes Mal vor einer physisch anspruchsvollen Aufgabe stehen.

Auch beim 2:1-Heimsieg in der Premier League gegen den FC Chelsea Anfang dieses Monats fielen beide Arsenal-Treffer nach Ecken. Im Londoner Stadtderby hatte Gabriel am zweiten Pfosten stehend auf William Saliba zurückgelegt, der dann per Kopfball für die Führung sorgte. Auch der Siegtreffer der Gunners gelang nach einer von Declan Rice mit viel Effet getretenen Ecke, bei der dieses Mal Jurrien Timber mit dem Kopf zur Stelle war. Allerdings musste Arsenal den Gegentreffer ebenfalls nach einer Ecke hinnehmen, die Piero Hincapie mit dem Kopf ins eigene Tor verlängerte. Ganz zufrieden ist Mikel Arteta deshalb immer noch nicht mit der Ausbeute nach ruhenden Bällen: „Ich bin sauer, dass wir nicht noch mehr Tore aus Standards machen und wir auch Gegentreffer kassieren. Wir wollen das beste und dominanteste Team in jedem Aspekt sein“, sagte Arsenals Trainer kürzlich. Der Spanier setzt freilich nicht nur auf diese „Waffe“. Arteta hat den Nord-Londonern seit Beginn seiner Amtszeit im Sommer 2019 eine moderne fußballerische Handschrift gegeben. Intelligentes Positionsspiel, hohe taktische Variabilität und kreatives Offensivspiel mit viel Power zeichnen den Arsenal-Fußball aus.

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