Zurück zur Übersicht
31.10.2022Champions League

Gegner-Check: Brügge will den Gruppensieg

Für das Achtelfinale in der UEFA Champions League qualifiziert war der FC Brügge bereits nach dem 0:0 bei Atlético Madrid am 4. Spieltag der Gruppenphase. Zum ersten Mal überhaupt in ihrer Klubgeschichte war den Flamen der Einzug in die K.-o.-Runde der Königsklasse gelungen. Nach der 0:4-Heimniederlage gegen den FC Porto geht es für den belgischen Meister nun am Dienstagabend, 1. November (Anstoß: 18.45 Uhr), in der BayArena um die Frage, ob sie als Erster oder Zweiter weiterkommen. In der heimischen Jupiler Pro League konnten die Blau-Schwarzen am vergangenen Wochenende Selbstvertrauen tanken.
crop_imago1017579621h.jpg

Mit 4:2 bezwang der FC Brügge am Samstagabend den Tabellen-14. KV Oostende. Das Team von Trainer Carl Hoefkens hatte es sich dabei nach einer 2:0-Pausenführung durch Kapitän Hans Vanaken und Torjäger Ferran Jutgla selbst noch einmal schwer gemacht. Erst verschoss Jutgla einen Elfmeter, dann konnte Oostende innerhalb von acht Minuten ausgleichen. Bei beiden Gegentreffern agierte der ehemalige Herthaner Dedryck Boyata unglücklich. Ein Fehlpass des 31-Jährigen am eigenen Strafraum führte zum Anschlusstor, wenig später verursachte er auch den Strafstoß, den Oostende zum Ausgleich nutzte.

„die Reaktion, die du sehen willst“

„Aber danach hat die Mannschaft phänomenal reagiert“, lobte Chefcoach Carl Hoefkens. Der hatte sich nach dem 2:2 gefragt, ob sein Team „bezüglich mentaler Belastbarkeit und körperlicher Erschöpfung“ noch einmal würde zulegen können. Konnte es. Casper Nielsen (per Nachschuss nach einem von ihm selbst geschossenen und erneut zunächst abgewehrten Elfmeter) sowie ein Eigentor des Gegners ließen den FC Brügge am Ende als 4:2-Sieger vom Platz gehen. „Das ist die Reaktion, die du sehen willst, selbst wenn du müde bist“, sagte Hoefkens. In der Jupiler Pro League stehen die Blau-Schwarzen nach 15 Spieltagen damit weiterhin auf Platz drei hinter Royal Antwerp und dem Tabellenführer KRC Genk.

Noch besser lief es bis zum 5. Spieltag der Gruppenphase in der Champions League für den belgischen Traditionsklub. Drei Siege, ein Remis und kein einziges Gegentor – so lautete die Bilanz nach vier Partien. Dann kam der FC Porto ins Jan Breydelstadion, den man auswärts 4:0 bezwungen hatte. Am 5. Spieltag aber erwischte der FC Brügge einen rabenschwarzen Abend vor heimischem Publikum. Gleich vier Treffer schenkte ihnen der FC Porto bei seiner gelungenen Revanche ein. Und damit waren die Gastgeber noch gut bedient. Aus dem erhofften vorzeitigen Gruppensieg wurde erst einmal nichts.

Brügges Probleme vom Punkt

Dabei hätte Brügge der Partie nach dem 0:1-Rückstand durchaus noch eine Wende geben können. Aber ähnlich wie im Duell mit Bayer 04, als Patrik Schick vom Elfmeterpunkt an ihm gescheitert war, erwies sich Portos Torhüter Diogo Costa auch gegen Brügge als großer Spielverderber und hielt gleich zwei Elfmeter hintereinander. Erst parierte er den Schuss von Hans Vanaken. Weil jedoch Portos Spieler zu früh in den Strafraum gelaufen waren, wurde der Strafstoß wiederholt. Und auch beim zweiten Versuch von Noa Lang blieb Costa Sieger und bewahrte sein Team vor dem Ausgleich (51.). Sechs Minuten später erzielte Porto das 2:0 durch Evanilson. Und nach 70 Minuten waren die Gäste auf 4:0 davongezogen. „Es war ganz sicher nicht unser Abend heute“, sagte Brügges Torhüter Simon Mignolet nach der deutlichen Niederlage. „In solchen Topspielen kommt es auf Details an.“ Mannschaftskollege Caspar Nielsen ergänzte: „Sie haben kleine Fehler von uns eiskalt ausgenutzt, aber es hätte anders laufen können, wenn wir diesen Elfmeter verwandelt hätten.“

Ohne drei gesperrte Stammspieler

Apropos Elfmeter: Die scheinen – ähnlich wie bei der Werkself – auch beim FC Brügge zu einem kleinen Kopf-Problem zu werden. „Jetzt ist mehr Druck auf dem nächsten Elfmeterschützen, daran werden wir im Training arbeiten müssen“, sagte Hoefkens.

Der Trainer muss in Leverkusen gleich auf drei Stammkräfte verzichten. Sowohl Denis Odoi als auch Raphael Onyedika und Abakar Sylla, der beim 1:0-Sieg gegen Bayer 04 das Tor erzielt hatte, stehen jeweils wegen Gelbsperren nicht zur Verfügung. Ein Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Stürmer Andreas Skov Olsen. Der Däne fehlte zuletzt gegen Oostende wegen einer Hüftprellung. „Aber unser Kader ist groß genug, um damit fertig zu werden“, ist Torhüter Simon Mignolet überzeugt. „Und wir wollen unsere Gruppe unbedingt gewinnen.“

Ähnliche News

Piljic per Dropkick ins Glück: Bayer 04-Frauen schlagen Jena | 21. Spieltag
Werkself-TV - 22.03.2026

Frauen: Die TV-Highlights des 1:0-Siegs gegen den FC Carl Zeiss Jena

Werkself-TV zeigt die TV-Highlights des 1:0-Heimsiegs der Bayer 04-Frauen gegen den FC Carl Zeiss Jena am 21. Spieltag der Google Pixel Frauen-Bundesliga 2025/26.

Mehr zeigen
Werkself bedankt sich bei den Fans
Bundesliga - 22.03.2026

Werkself Nachdreher zu #FCHB04: „Wir sind bereit, diese Situation zu meistern“

Drei Tore reichten der Werkself beim 3:3 gegen den 1. FC Heidenheim 1846 nicht zum Sieg, für Bayer 04 ist es das dritte Bundesliga-Remis in Folge. Nach einer souverän geführten ersten Hälfte und mit einer 2:0-Führung im Rücken „sind wir nicht mehr in unser Spiel gekommen“, resümierte Mark Flekken, der erstmals seit zwei Monaten wieder im Leverkusener Tor gestanden hatte. Treffsicher zeigte sich auf der Ostalb einmal mehr Patrik Schick, der nach seinem Doppelpack nun der drittbeste Bundesliga-Torschütze der Klub-Historie ist. Und Cheftrainer Kasper Hjulmand ist trotz des ausgebliebenen Dreiers mit Blick auf den Saisonendspurt überzeugt: „Wir sind bereit, diese Situation zu meistern.“ Der Werkself Nachdreher.

Mehr zeigen
Sean Landwehr im DFB-ePokal
eSports - 21.03.2026

#B04eSports: Leverkusener verpassen Finale im DFB-ePokal

Den Sprung ins Endspiel knapp verpasst: Beim Finalevent um den DFB-ePokal 2026 bezwangen Marc und Sean Landwehr zwar im Viertelfinale den Vorjahressieger FOKUS, unterlagen dann jedoch im Halbfinale RBLZ Gaming. Neuer ePokalsieger ist Borussia Mönchengladbach. Ende April wartet auf die Leverkusener mit dem VBL Grand Final, der Deutschen Einzel-Meisterschaft, eine weitere Chance auf einen Titel.

Mehr zeigen
Flekken: „Zwei sehr unterschiedliche Halbzeiten“
Werkself-TV - 21.03.2026

Flekken: „Zwei sehr unterschiedliche Halbzeiten“

Nach dem 3:3-Remis beim 1. FC Heidenheim 1846 im Rahmen des 27. Bundesliga-Spieltags äußerten sich Mark Flekken und Malik Tillman am Mikrofon von Werkself-TV...

Mehr zeigen