Zurück zur Übersicht
10.03.2025Champions League

Alonso: „Der erste Schritt ist, daran zu glauben“

Alles geben für das Viertelfinale: Am morgigen Dienstag, 11. März (Anstoß: 21 Uhr und live auf Prime Video), empfängt die Werkself den FC Bayern München zum Achtelfinal-Rückspiel der UEFA Champions League 2024/25 in der BayArena. Vor dem deutsch-deutschen Duell sprachen Cheftrainer Xabi Alonso sowie Abwehrchef Jonathan Tah unter anderem über den Glauben an das Weiterkommen und Erinnerungen an vergangene Wunder.
Tah und Alonso

„Der erste Schritt ist, daran zu glauben. Sowohl wir als auch die Fans müssen das tun. Wir müssen mit großem Herz und mit Leidenschaft spielen – natürlich dabei auch einen kühlen Kopf bewahren – und bis zum Ende alles geben. Wir haben überhaupt nichts zu verlieren und alles zu gewinnen“, sagte Xabi Alonso auf der Pressekonferenz am Montagmittag.

Jonathan Tah derweil erklärte in einem kleinen Rückblick auf die vergangene Woche: „Das war natürlich nicht schön. Aber die beiden verlorenen Spiele geben uns den Push und die Motivation, wieder zu gewinnen. Im ersten Moment spürte man die Frustration, im nächsten galt es aber, diese negative Energie umzuwandeln in Positivität und Intensität auf dem Platz. Wir sind bereit und sind heiß auf morgen!“

Tah: „Riesige Challenge, aber nehmen sie gerne an“

Bislang gab der FC Bayern in einem internationalen Wettbewerb noch nie einen Drei-Tore-Vorsprung aus einem Hinspiel aus der Hand. Bayer 04 allerdings holte schon einmal ein 0:3-Hinspiel-Ergebnis auf: Im Finale des UEFA Pokals 1987/88 stand es im Rückspiel gegen Espanyol Barcelona nach Verlängerung 3:0 für Bayer 04. Den anschließenden Elfer-Krimi gewann Schwarz-Rot 3:2, krönte sich damit zum UEFA-Pokal-Sieger. Es war ein Spiel wie ein Spielfilm. Tah: „Ich war zu der Zeit wahrscheinlich nicht einmal geplant. (lacht) Aber natürlich kenne ich diese Geschichte. Auch morgen kann es ein besonderes Spiel werden. Es wird eine riesige Challenge, aber diese nehmen wir sehr gerne an.“

Jonathan Tah

Auch Alonso, der selbst einst mit dem FC Liverpool im Champions-League-Finale 0:3 gegen die AC Mailand zurücklag und das Endspiel am Ende noch gewann (3:3 n.V., 3:2 i. E., Anm. d. Red.), hält ein Weiterkommen für möglich. „Wir haben schon einmal das scheinbar Unmögliche geschafft. Wir sind ungeschlagen Deutscher Meister geworden“, so der Spanier. Und weiter: „Es ist immer alles drin. Die Bochumer haben es zum Beispiel am Wochenende auch gezeigt, sie lagen 0:2 zurück und gewannen 3:2. Sobald der Ball rollt, kann alles passieren.“

Alonso: „Zeigen, dass wir eine komplette Mannschaft sind“

Beim morgigen Rückspiel muss Alonso neben den Langzeitverletzten Jeanuel Belocian und Martin Terrier auf Nordi Mukiele aufgrund seiner Gelb-Roten Karte aus dem Hinspiel sowie auf Florian Wirtz (Innenbandverletzung im rechten Sprunggelenk) verzichten. „Für Flo tut es mir sehr leid, er war in guter Verfassung. Jetzt ist der Moment, um zu zeigen, dass wir eine komplette Mannschaft sind und auch ohne ihn gewinnen können“, so Alonso. Tah ergänzte: „Jetzt ist der beste Test, um zu beweisen, dass wir so etwas als Mannschaft auffangen können. Jedem ist bewusst, wie wichtig er ist, aber damit müssen wir klarkommen. Wir werden morgen auch für ihn spielen, damit er, wenn er zurückkommt, in dieser Saison noch Champions League spielen kann.“

Ausverkaufte BayArena – Prime Video überträgt

Die BayArena wird komplett gefüllt sein, aus München werden 2.000 Gäste-Fans anreisen. Das Achtelfinal-Rückspiel wird live bei Prime Video gezeigt. Zudem überträgt wie gewohnt das Werkself-Radio ab einer halben Stunde vor Anpfiff live aus der BayArena.

Ähnliche News

Rudi Vollborn
Bayer 04 - 01.01.2026

„Rudi erzählt…“: Vollborn über Highlights aus Januar

Rüdiger Vollborn ist seit 40 Jahren im Klub, mit 401 Bundesliga-Einsätzen der Rekordspieler des Klubs und hat als einziger Bayer 04-Profi sowohl den UEFA-Cup (1988) als auch den DFB-Pokal (1993) gewonnen. Und auch nach seiner beeindruckenden Profi-Karriere blieb der gebürtige Berliner dem Werksklub weiter erhalten, arbeitete fortan neun Jahre als Torwarttrainer. Inzwischen ist Vollborn unterm Bayer-Kreuz als Fanbeauftragter und Klub-Archivar tätig. Seit Februar 2021 nimmt das personalisierte schwarz-rote Lexikon die Werkself-Fans in der Rubrik „Rudi erzählt...“ monatlich mit auf eine kleine Reise in die Geschichte von Bayer 04.

Mehr zeigen
Heiko Scholz wird 60 | Geburtstagskind des Monats Januar
Bayer 04 - 01.01.2026

Geburtstagskind des Monats: Heiko Scholz wird 60

Heiko Scholz wird am 7. Januar 1966 in Görlitz geboren. In seiner Jugend spielt er erst für Dynamo Görlitz. Von dort schafft er den Sprung in die Sportschule nach Dresden und spielt von 1978-1982 in der Jugend der SG Dynamo Dresden. Als für nicht gut genug befunden muss Scholle, so sein Spitzname, die Sportschule verlassen, um seine letzten beiden Jugendjahre für die ISG Hagenwerder zu bestreiten. Über die BSG Chemie Leipzig und den 1.FC Lokomotive Leipzig, mit dem Heiko 1987 den DDR-Pokal gewinnt und auch in das Europapokal-Finale der Pokalsieger einzieht (0:1 gegen Ajax Amsterdam), führt ihn sein Weg endlich wieder zurück zu seinem Herzensverein Dynamo Dresden. Für eine Million D-Mark, die höchste Ablösesumme, die jemals für einen Spieler in der ehemaligen DDR bezahlt wird, wechselt er 1990 von Lok Leipzig in die Landeshauptstadt Sachsens.

Mehr zeigen
Stefan Kießling – Torjäger, Teamplayer und Klubidol | Legende des Monats Januar
Bayer 04 - 01.01.2026

Legenden: Stefan Kießling – Torjäger, Teamplayer und Klubidol

Stefan Kießling wird am 25. Januar 1984 im fränkischen Lichtenfels geboren. Schon als kleiner Junge verbringt er unzählige Stunden auf den Bolzplätzen seiner Heimat, jagt dem Ball hinterher, träumt vom großen Fußball. Seine Eltern unterstützen ihn, aber sie erziehen ihn bodenständig – Fleiß, Ehrlichkeit und Bescheidenheit sind Werte, die ihn von klein auf prägen. Früh zeigt sich sein Talent, doch noch auffälliger ist sein Ehrgeiz. Kießling will sich stets verbessern, will mehr geben als andere.

Mehr zeigen
Mannschaftsfoto 1936
Bayer 04 - 01.01.2026

Mottenkiste: Vor 90 Jahren – Großkampftag in Leverkusen

In der 1. Kreisklasse des Rhein-Wupper-Kreises kommt es am Sonntag, dem 26. Januar 1936, zum Lokalderby zwischen dem abstiegsbedrohten BV Wiesdorf und dem Tabellenführer SSV „Bayer“ Leverkusen. Auf dem alten Platz des BV Wiesdorf, dort wo sich heute das Arbeitsamt Leverkusen befindet, tummeln sich 1.800 Zuschauer, um dieses Spiel zu sehen.

Mehr zeigen