
Es sah so gut aus in den ersten rund 25 Minuten: Patrik Schick brachte die im Vergleich zum 0:1 in Budapest auf neun Positionen veränderte Werkself bereits nach fünf Minuten mit 1:0 in Führung. Der Gastgeber kam nur schwer zurecht mit dem hohen Tempo des Tabellendritten von der Dhünn, der sogar noch auf 2:0 erhöhte: Erneut Schick brachte einen Strafstoß in Folge eines Handspiels im Strafraum von SGE-Profi Djibril Sow im Tor unter (22.).
Doch quasi mit dem Wiederanpfiff nach dem zweiten Gegentreffer des Tages wachte die SGE auf und machte fortan mächtig Alarm. Tuta (23.) und Jesper Lindström (30.) glichen noch vor der Pause aus. Evan Ndicka (50.) und Kristijan Jakic (66.) stellten das Spiel endgültig auf den Kopf und bescherten der Eintracht einen 4:2-Vorsprung, dem Sow nach 76 Minuten das entscheidende Tor zum 5:2-Endstand folgen ließ. Die knapp 11.500 Heimfans feierten im Deutsche Bank Park den Sprung auf Platz neun, während die Werkself den 15. Spieltag unverändert als Dritter abschließt.
An deutlichen Worten mangelte es den Akteuren der Werkself nach Schlusspfiff nicht. Kapitän Lukas Hradecky etwa betonte: „Jeder muss sich heute fragen, ob er wirklich jeden Ball gewinnen wollte. Ich habe das Gefühl, dass wir heute nicht komplett da waren. Die Aggressivität hat bei uns gefehlt, unsere Leistung war nicht gut.“ Mittelfeldmotor Robert Andrich bewertete den Auftritt seiner Mannschaft ab dem ersten Gegentor als „eine Katastrophe. Wir haben gefühlt keinen Zweikampf mehr gewonnen. Das war von der gesamten Mannschaft heute keine gute Leistung.“

Cheftrainer Gerardo Seoane sah einen guten Start – „mit und ohne Ball“. Anschließend jedoch habe sich das Spiel gedreht. Der 43-jährige Schweizer weiter: „Wir haben dann Zweikampfstärke und Sicherheit am Ball vermissen lassen. Die Mannschaft hat etwas den Kopf verloren und Frankfurt sich in einen Rausch gespielt."
Die Frühstarter der Liga haben wieder mal zugeschlagen im Deutsche Bank Park. Kein Team erzielte in der Bundesliga-Historie an den ersten 15 Spieltagen einer Saison mehr Treffer in der Anfangsviertelstunde als Bayer 04 in dieser Spielzeit (11).
Über seine persönlichen Tore Nummer 13 und 14 durfte sich indes Patrik Schick freuen. Der tschechische Mittelstürmer bleibt zweitbester Torjäger der Bundesliga und hat „nur“ noch zwei Treffer Rückstand auf Robert Lewandowski (FC Bayern München). Übrigens: Das 2:0 von Schick bedeutete gleich zwei Jubiläen. Zum einen war es der 5000. Elfmeter in der Bundesliga. Zugleich war der Leverkusener der 1000. Schütze im Oberhaus, da er vorher noch nie vom Punkt angetreten war.

Bitter ist hingegen ein personeller Ausfall, den die Werkself am kommenden Mittwoch gegen die TSG Hoffenheim zu beklagen hat. Rechtsverteidiger Jeremie Frimpong sah die fünfte Gelbe Karte in der laufenden Bundesliga-Saison.
Diese uralte Weisheit lässt sich durchaus auf das gestrige Spiel der Werkself anwenden. Die Seoane-Elf hatte 56 Prozent Ballbesitz, dazu 54 Prozent aller Zweikämpfe gewonnen. Frankfurt hingegen war deutlich torgefährlicher – logisch bei einem 5:2-Erfolg. 17 SGE-Torschüsse stehen 11 schwarz-roten Versuchen gegenüber. Auch ein Erfolgsfaktor aus Sicht der Eintracht: Die Jungs von Oliver Glasner liefen gut sieben Kilometer mehr als ihre Gäste.
„Die erste Auswärtspleite der Saison war ein Schlag in die Magengrube!“ – mit diesen Worten leitet die BILD-Zeitung ihren Nachbericht ein. Zur überzeugenden Anfangsphase der Werkself heißt es aber auch: „Dabei sieht es zu Beginn richtig gut aus, was Leverkusen spielt.“
Der Kölner Stadt-Anzeiger hat wie gewohnt die Leistungen der Bayer 04-Akteure benotet. Doppelpacker Patrik Schick kommt mit einer „2,5“ davon, Kapitän und Ex-Frankfurter Lukas Hradecky im Tor der Seoane-Elf mit einer „3,5“. Es sind die besten schwarz-roten Noten des Tages. In der Rheinischen Post reicht es für Schick zur Note „2“.

Für die Werkself gilt es, den Blick schnell wieder nach vorne zu richten, denn bereits in zwei Tagen geht es gegen das nächste formstarke Team: Am Mittwoch, 15. Dezember, ist Schwarz-Rot zu Hause gegen die viertplatzierte TSG Hoffenheim gefordert. Anstoß in der BayArena ist um 20.30 Uhr. Das letzte Pflichtspiel in diesem Kalenderjahr folgt dann am kommenden Wochenende: Am Sonntag, 19. Dezember (Anstoß: 15.30 Uhr), muss Bayer 04 beim Fünften SC Freiburg ran.

Werkself-TV zeigt nach dem 1:3 von Bayer 04 beim VfB Stuttgart am 33. Bundesliga-Spieltag die Pressekonferenz mit den beiden Cheftrainern Sebastian Hoeneß und Kasper Hjulmand...
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Werkself-TV zeigt das 1:3 beim VfB Stuttgart am 33. Bundesliga-Spieltag re-live...

Mit dem VfB Stuttgart wartet am heutigen Samstag, 9. Mai (Anstoß: 15.30 Uhr), der nächste direkte Konkurrent im Rennen um die Qualifikation für die UEFA Champions League. Die fünftplatzierten Schwaben stehen punktgleich mit einem drei Treffer schlechteren Torverhältnis einen Rang hinter der Werkself. Die schwarz-rote Bilanz in Bad Cannstatt spricht eine deutlichere Sprache: Seit über 16 Jahren gab es beim VfB keine Leverkusener Niederlage mehr. Für diesen so wichtigen möglichen Auswärtsdreier könnte unter anderem die Konterstärke von Bayer 04 sorgen. Zwar sind auch die Stuttgarter offensiv brandgefährlich, müssen aber auf ihren Kapitän verzichten. Die Kurzpässe.
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Der nächste Showdown von Bayer 04 im Rennen um die Champions-League-Plätze steigt in Schwaben: Am Samstag, 9. Mai (Anstoß: 15.30 Uhr), gastiert die Werkself beim punktgleichen Verfolger VfB Stuttgart. Vorab sprach Cheftrainer Kasper Hjulmand über Selbstvertrauen, Vorfreude und Mentalität.
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Die slowenische Nationalspielerin Maja Sternad ist der fünfte Zugang der Bayer 04-Frauen für die kommende Saison. Im Interview stellt sich die 22-Jährige vor, spricht über die besondere Konstellation am letzten Spieltag und ihre Ziele mit der Werkself.
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