
Die Partie startete ereignisreich: Amine Adli trat gegen Bochums Abwehrspieler Dominique Heintz nach, Schiedsrichter Tobias Welz entschied nach Hinweis des VAR auf Rot (8.). Fortan agierte die Werkself zwar mit einem Mann weniger auf dem Feld, fand aber dennoch immer wieder den Weg durch die Bochumer Abwehr. Ein Tor fiel jedoch nicht. Im Gegenzug brachte Bochums Philipp Förster den VfL 1:0 in Führung (19.). In der 34. Minute erhöhte Takuma Asano nach einer Ecke auf den 2:0-Halbzeitstand. Trotz deutlichem Offensivdrang der Leverkusener in Durchgang zwei gelang es ihnen nicht, den Anschlusstreffer zu erzielen. Vier Minuten vor dem Ende stellte stattdessen Kevin Stöger auf den 3:0-Endstand für den VfL. Bochum hat damit den Klassenerhalt geschafft. Bayer 04 beendete - durch Schützenhilfe von Hertha BSC - die Saison 2022/23 auf Tabellenplatz sechs und sicherte sich damit die Teilnahme an einem europäischen Wettbewerb. HIER geht’s zum ausführlichen Spielbericht.
Lukas Hradecky sagte im Anschluss: „Es war kein gutes Spiel von uns. Nach der Hinserie hätten wir den sechsten Platz direkt genommen. In den ersten Wochen der Rückserie haben wir es besser gemacht, aber der Mai war nicht gut von uns.“ Der Kapitän fand jedoch auch noch einmal Worte für die erneut starke Unterstützung von knapp 3.000 Bayer 04-Fans vor Ort: „Die Fans sind das Herz dieses tollen Klubs, sie hätten mehr verdient gehabt!“

Xabi Alonso resümierte auf der Pressekonferenz: „Die Rote Karte war verdient. Bochum hatte 85 Minuten lang einen Spieler mehr auf dem Feld, dennoch haben wir uns trotz Unterzahl einige Chancen herausgespielt. Das Spiel muss nicht 0:3 enden.“ Abschließend richtete der Spanier den Blick nach vorn: „Natürlich bin ich heute ein bisschen wütend, auch das Spiel gegen Mönchengladbach hallt noch nach. Aber das werden wir bald abhaken. Wir können es jetzt nicht mehr ändern, sondern müssen es in Zukunft besser machen. Als ich kam, war die Situation sehr schlecht. Jetzt haben wir es noch nach Europa geschafft. In der Zukunft ist es sehr wichtig, dass wir diese Fehler, die wir in dieser Saison gemacht haben, nicht wiederholen und uns weiterentwickeln.“
Adli, der in der 8. Minute mit Rot vom Platz gestellt wurde, entschuldigte sich im Anschluss an die Partie in der Kabine bei seiner Mannschaft und veröffentlichte auch auf Instagram Worte zu dieser Aktion: „Ich möchte mich bei meinen Teamkollegen, dem Klub und natürlich den Fans, die bei jedem Spiel hinter uns stehen, entschuldigen. Wer mich kennt, weiß, dass, ich immer mit einer sehr hohen Intensität ins Spiel gehe. Und heute Nachmittag habe ich eine Aktion gemacht, die in einem Spiel nichts zu suchen hat. Ich bin der Erste, der sich die Schuld gibt, und ich werde alles tun, damit das nicht wieder passiert.“
Erfreulich war noch die späte Einwechslung von Noah Mbamba (90.+2) für Moussa Diaby: Der 18-jährige belgische Junioren-Nationalspieler, der im Winter vom FC Brügge unters Bayer-Kreuz gewechselt war, feierte damit sein Pflichtspieldebüt für die Werkself.

Die Werkself gab elf Schüsse auf das VfL-Tor ab, die Bochumer kamen auf einen Abschluss mehr. Beim Ballbesitz hatten ebenfalls die Hausherren mit 51 Prozent knapp die Nase vorn. Bei den gewonnenen Zweikämpfen sah es mit 58 Prozent für die Gastgeber ähnlich aus. Die Passquote lag bei Bochum bei 74 Prozent, Schwarz-Rot kam auf 65 Prozent.
Der Express titelte: „Nach Adlis Rot freie Bahn für den VfL“. Die Rheinische Post fand folgende Worte: „Während die Bochumer im Anschluss den Klassenerhalt mit einem Platzsturm feierten, durften sich die Leverkusener trotz der klaren Pleite am letzten Spieltag über den sechsten Platz freuen.“ Der Kölner Stadt-Anzeiger wählte die Überschrift „Dank Berliner Schützenhilfe im Europapokal“ und zog folgendes Fazit: „Verrücktes Ende einer verrückten Saison, die für Bayer 04 Leverkusen ein in jeder Hinsicht noch überraschend gutes Ende gefunden hat. Nach dem schlechtesten Saisonstart der Geschichte und dem Fall auf Platz 17 schien Platz sechs noch zum Jahreswechsel undenkbar.“

Die Mannschaft ist am Samstagabend noch einmal für eine abschließende Nachbesprechung gemeinsam zurück nach Leverkusen gefahren. Für die Werkself-Akteure geht es dann erst einmal in die Sommerpause. Über den Sommer-Fahrplan informiert der Klub in Kürze.

Nach dem Wintereinbruch der letzten Wochen wurden alle geplanten Partien der Nachwuchs-Teams im Freien abgesagt. Die meisten Mannschaften waren jedoch ohnehin in der Halle aktiv – und das äußerst erfolgreich: Sowohl die U13 als auch die U16-Juniorinnen gewannen ihre Turniere in Wermelskirchen und auf Schalke. Die U19 landete beim hochkarätigen Mercedes-Benz Junior Cup auf Rang 5 und für die U15 stand beim ebenfalls stark besetzten Pape-Cup in Magdeburg am Ende Platz vier zu Buche – das Nachwuchs-Wochenende im Überblick.
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Enge Tribünen, kleines Feld, laute Fans: Am vergangenen Wochenende trat die U19 von Bayer 04 im Sindelfinger Glaspalast auf dem renommierten Mercedes-Benz Junior Cup 2026 an, der seit über 30 Jahren Topklubs aus dem In- und Ausland anzieht. Über zwei Turniertage duellierte sich der älteste Nachwuchs-Jahrgang des Werksklubs, feierte dabei Siege unter anderem gegen den 1. FC Köln und den FC Bayern München. Am Ende stand der 5. Platz zu Buche. Simone Cannizzaro aus der Leverkusener U17 wurde seinerseits als bester Torschütze des Turniers ausgezeichnet.
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Bayer 04-Fans aufgepasst: Beim Heimspiel in der UEFA Champions League gegen den FC Villarreal am 28. Januar (Anstoß: 21 Uhr) haben Werkself-Anhänger die Möglichkeit, das Spiel aus einer anderen Perspektive zu verfolgen. Aufgrund zurückgegebener Kontingente des Gastklubs wird der Auswärts-Stehblock zum Heimbereich. Tickets sind seit Montag, 12. Januar, für Jedermann erhältlich. Alle Infos.
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Ein Überblick über die Ticket-Verkäufe zu den Heim- und Auswärtsspielen der Werkself in allen Wettbewerben.
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