
Auf eine ruhigere erste halbe Stunde, in der Jonas Wind Wolfsburg in Führung gebracht hatte (16.), folgte eine furiose und torreiche Schlussphase in Hälfte eins. Alejandro Grimaldo traf per Strafstoß zum 1:1-Ausgleich (30.), dem ausgerechnet der vorherige Elfmeter-Verursacher Joakim Maehle nur eine Minute später das zweite VfL-Tor folgen ließ. Christian Eriksen erhöhte - ebenfalls infolge eines Foulspiels vom Punkt - sogar auf 3:1 für die Gäste (38.), ehe Grimaldo noch vor der Pause auf 2:3 verkürzte (44.). Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Begegnung spektakulär, diesmal allerdings mit klaren Vorteilen für Bayer 04: Der eingewechselte Patrik Schick glich per Elfmeter aus (53.), Edmond Tapsoba (68.), Ibrahim Maza (73.) sowie Malik Tillman in der sechsten Minute der Nachspielzeit stellten für eine erstarkte Werkself auf den 6:3-Endstand.
Das Fazit von Ibrahim Maza am Mikrofon von Werkself-TV lautete so: „In der ersten Hälfte haben wir ein wenig geschlafen und in der Defensive den ein oder anderen Fehler gemacht. Dann haben wir nach der Pause alle aber ein paar Gänge hochgeschaltet. Wir wollten defensiv und offensiv eklig sein, das haben wir geschafft. Wir haben es dann wirklich gut gemacht. Der Sieg war sehr wichtig.“ Zweifach-Torschütze Alejandro Grimaldo betonte seinerseits: „Wir haben in der ersten Hälfte drei Tore kassiert. Aber wir haben in der Halbzeit gesprochen und es danach dann viel besser gemacht. Vier Tore und gewonnen - das zählt. Wir wollen in die Champions League und das müssen wir in jedem Spiel zeigen!“

Cheftrainer Kasper Hjulmand ordnete das Geschehen anschließend wie folgt ein: „Natürlich sind wir sehr froh über die drei Punkte. Aber in so einem Spiel mit so viel Kontrolle, Ballbesitz und Offensivaktionen dürfen wir nicht drei Gegentore bekommen. Das müssen wir natürlich besser machen. Nach der Pause haben wir dann aber besser Fußball gespielt und Moral und Charakter gezeigt. Dieser wichtige Sieg kann uns einen Push geben für die verbleibenden Spiele.“
Die Bild-Zeitung sah einen „Spektakel-Sieg“ und ein „völlig verrücktes 6:3“, die Rheinische Post schrieb von einem „Elfmeterfestival“ und einem „turbulenten“ Spiel. Der Kölner Stadt-Anzeiger vergab an Patrik Schick und Alejandro Grimaldo die Note 2. Der kicker resümierte im Nachgang: „Dank einer Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte meldet sich Bayer Leverkusen gegen in der ersten Hälfte stark dagegenhaltende Wolfsburger mit einem 6:3-Erfolg wieder im Kampf um die Champions-League-Plätze zurück.“
Mit seinem Tor gegen Wolfsburg hat Patrik Schick nun gegen jedes der 25 Teams getroffen, auf das er in der Bundesliga traf - nur zwei weitere Spieler können dies bei mindestens drei Gegnern ebenfalls von sich behaupten: Harry Kane (20) und Miroslav Klose (28). Darüber hinaus erzielte Schick sein 100. Tor in Europas Top 5-Ligen (84 in der Bundesliga und 16 in der italienischen Serie A), das war zuvor noch keinem Tschechen gelungen.
Auch Alejandro Grimaldo trug sich in die Torschützenliste ein - und war einmal mehr einer der auffälligsten Akteure auf Seiten von Schwarz-Rot - und setzte seinen Lauf fort: In den vergangenen drei Ligapartien war der Spanier an fünf Treffern direkt beteiligt (3 Tore, 2 Assists). Darüber hinaus gab er in diesem Spiel sechs Torschüsse ab, der geteilt höchste Wert eines Leverkuseners in der laufenden Bundesligasaison. Es war bereits sein dritter Doppelpack in dieser Spielzeit. Edmond Tapsoba ist seinerseits mit nun fünf Toren, gemeinsam mit Luka Vuskovic (Hamburger SV), der torgefährlichste Innenverteidiger in der laufenden Saison.







Weitere erfreuliche Personal-Meldungen gab es schon vor Anpfiff: Loïc Badé kehrte ebenso nach längerer Verletzungspause zurück wie Eliesse Ben Seghir, der erstmals im laufenden Kalenderjahr zum Spieltags-Aufgebot gehörte. Für Nathan Tella war es seinerseits der erste Startelf-Einsatz seit dem ersten Duell in 2026 von Anfang Januar.
Moral bewiesen, Rückstand gedreht: Erstmals seit September 2024 gewann Bayer 04 ein Bundesliga-Heimspiel nach Rückstand zur Pause - damals ebenfalls gegen Wolfsburg. Zudem war es der erste Ligaerfolg seit März vergangenen Jahres nach einem Rückstand mit mindestens zwei Toren (4:3 gegen Stuttgart).
Die Leverkusener Überlegenheit spiegelte sich nicht nur im Endergebnis wieder. Neben dem überwiegenden Ballbesitzanteil (69 %) und einer besseren Passquote (87 %; Wolfsburg: 76 %) kam die Werkself auf beachtliche 25 Torschüsse (Wolfsburg: 11).
Weiter geht es für die Werkself am kommenden Samstag, 11. April, um 15.30 Uhr beim Tabellenzweiten Borussia Dortmund. Resttickets für die Partie im Signal Iduna Park gibt es HIER!

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6. Platz in der Bundesliga, Halbfinale im DFB-Pokal und Achtelfinale in der UEFA Champions League: In allen Wettbewerben schoss die Werkself in der Saison 2025/26 zusammengerechnet 96 Tore. Martin Terrier wurde mit seinem Scorpion Kick im Derby gegen Köln zum „Goal of the Season“ nominiert. Alejandro Grimaldo machte seinem Status als einer der besten Freistoß-Schützen Europas einmal mehr alle Ehre und traf wettbewerbsübergreifend fünfmal per direktem Freistoß. Montrell Culbreath und Arthur feierten jeweils ihr erstes Bundesliga-Tor. Edmond Tapsoba gehört mit fünf Treffern zu den torgefährlichsten Verteidigern der Bundesliga. Und Patrik Schick bewies mit 22 Toren, unter anderem gegen Manchester City, RB Leipzig oder Benfica Lissabon, abermals, warum er zu den besten Stürmern zählt. Alle Tore von Bayer 04 in der Saison 2025/26...
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