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13.09.2025Bundesliga

Werkself Nachdreher zu #B04SGE: Bei erfolgreichem Hjulmand-Debüt „starken Charakter gezeigt“

Beim gelungenen Einstand von Kasper Hjulmand als Bayer 04-Cheftrainer bewies die Werkself einen starken Charakter, zeigte Kampfgeist und eine klare Struktur vor allem im Defensivverbund – und das lange in einfacher sowie in der Nachspielzeit sogar in doppelter Unterzahl. Der Werkself Nachdreher zum hochemotionalen 3:1-Heimsieg gegen Eintracht Frankfurt, der die BayArena am späten Freitagabend in Jubel-Ekstase versetzte.
Jubel nach Abpfiff

Zusammenfassung: Drei Standard-Tore und eine starke Defensivleistung

In einer von Beginn an intensiven und zweikampfbetonten Partie nutzte Alejandro Grimaldo direkt die erste Chance des Spiels, um per Freistoß sehenswert die 1:0-Führung herbeizuführen (10.). Die Werkself hatte nach einer kurzen Frankfurter Drangphase Oberhand, kurz vor den Pausenpfiff bescherte Patrik Schick per Elfmeter - der auffällige Nathan Tella war gefoult worden - den 2:0-Halbzeitstand (45.+4). Die Eintracht kam dann besser aus der Kabine und verkürzte durch Can Uzun auf 1:2 (52.). Zwar sah Bayer 04-Kapitän Robert Andrich nach gut einer Stunde Gelb-Rot, die Werkself blieb defensiv jedoch stabil und agierte clever. In der Nachspielzeit musste auch der eingewechselte Bundesliga-Debütant Ezequiel Fernández mit Gelb-Rot vom Platz (90.+2), ehe quasi mit dem Abpfiff Grimaldo erneut per Freistoß den 3:1-Endstand markierte und mit seinen Teamkollegen zum Jubellauf vor die emotionsgeladene Nordkurve ansetzte (90.+8)! HIER geht’s zum ausführlichen Spielbericht.

Stimmen: „Das Stadion hat eine großartige Energie“

Kasper Hjulmand fasste den ereignisreichen Abend so zusammen: „Es ist sehr viel passiert in diesem Spiel. Am Ende sind wir einfach sehr, sehr froh. Ich habe der Mannschaft zu dieser Leistung gratuliert. Natürlich hat noch nicht alles funktioniert und wir haben noch viel Arbeit vor uns, aber heute hat das Team einen starken Charakter gezeigt. Dazu kommt die große Qualität der Spieler. Es war ein sehr guter Start!“ Über sein erstes Heimspiel in der BayArena als Cheftrainer der Werkself sagte der Däne außerdem: „Das Stadion hat eine großartige Energie, danke an alle Fans für diese Unterstützung heute!“

Jubel nach Abpfiff

Matchwinner Grimaldo erklärte nach Abpfiff am Mikrofon von Werkself-TV: „Ich bin sehr glücklich, natürlich auch über meine beiden Tore. Aber das Wichtigste ist, dass ich dem Team heute helfen konnte. Wir mussten leiden in Unterzahl, aber die Mannschaft ist zusammengerückt. Wir haben gemeinsam als Block verteidigt.“ Schick betonte: „Der Sieg war sehr wichtig. Wir wollten auch für unseren neuen Trainer gewinnen. Trotz der Unterzahl haben wir sehr gut verteidigt, auch weil die Aufgaben für jeden von uns sehr klar waren.“

Presseschau: „Dramatischer Premieren-Sieg für Hjulmand“

„JETZT kann die Saison für Leverkusen so richtig losgehen...“, schrieb die Bild-Zeitung, die ihren Nachbericht mit den Worten „Dramatischer Premieren-Sieg für Hjulmand!“ betitelte. Und weiter: „Unter Hjulmand (BILD-Note 1) zeigt Leverkusen ein völlig verändertes Gesicht. Der Vize-Meister lässt kaum was zu, sorgt nach schnellen Ballgewinnen und Kontern selbst für viel Gefahr.“ Der kicker sah ein „äußerst unterhaltsames Bundesligaspiel“. Und: „Der Sieg wurde nicht mit den typischen Leverkusener Mitteln erspielt. Leverkusen hatte gute Umschaltmomente und verteidigte in den gesamten 90 Minuten, sogar in doppelter Unterzahl, sehr gut. Es war ein sehr stabiler Auftritt.“ Von der Rheinischen Post gab's für Feinfuß Grimaldo natürlich die Bestnote, der Kölner Stadt-Anzeiger bewertete neben Grimaldo auch Tella mit einer 1 sowie Loïc Badé - beim Startelf-Debüt in einem Pflichtspiel für Leverkusen - mit einer 1,5.

Personal: Der Freistoß-König in Europas Top-Ligen

Grimaldo erzielte gegen Frankfurt seine direkten Freistoß-Tore Nummer fünf und sechs in Pflichtspielen seit seinem Wechsel unters Kreuz zu Saisonbeginn 2023/24, das ist in diesem Zeitraum alleiniger Bestwert in Europas fünf großen Ligen. Hjulmand sagte im Nachgang über Grimaldo auf Nachfrage: „Er hat auch abseits seiner zwei Tore heute überragend gespielt. Er hat eine unfassbare Qualität. Wir freuen uns sehr, ihn bei uns zu haben.“ Der 29-Jährige ist seit Beginn der Datenerfassung 2004/05 übrigens erst der vierte Bundesligaprofi, dem zwei direkt verwandelte Freistöße in einer Partie gelangen. Vor ihm schafften dies nur Ronny (Hertha BSC/2014), Alexander Frei (Borussia Dortmund/2007) und Lincoln (FC Schalke 04/2005).

Jubel nach Abpfiff

Auch Lucas Vázquez kann auf einen gelungenen Abend und einen erfolgreichen ersten Pflichtspiel-Einsatz für Bayer 04 zurückblicken. Der Kölner Stadt-Anzeiger etwa sah bei ihm eine „herausragende Technik und große Disziplin“. Der Rechtsverteidiger selbst sagte nach Schlusspfiff bei Werkself-TV: „Es war ein intensives und emotionales erstes Spiel für mich. Ich habe die Atmosphäre im Stadion sehr genossen. Wir sind zwar alle erst kurz zusammen, aber ich habe mich mit meinen Mitspielern sehr schnell sehr gut verstanden. Mit Spielern auf solch einem hohen Niveau ist das automatisch leichter.“

Übrigens: Nur vier Feldspieler waren bei ihrem ersten Bundesliga-Einsatz in Diensten der Werkself älter als der fünffache Champions-League-Sieger Vázquez (34 Jahre 73 Tage): Rudi Völler, Sergej Barbarez, Thomas Zdebel und Sami Hyypiä.

Statistik: Schick mit beeindruckender Ausbeute in 2025

Diese Torquote kann sich mal wieder absolut sehen lassen! Schick markierte mit seinem 2:0 per Elfmeter im vierten Pflichtspiel dieser Saison bereits seinen vierten Treffer. Im laufenden Kalenderjahr steht der Tscheche insgesamt nun bei bemerkenswerten 15 Bundesliga-Toren -  in Europas fünf großen Ligen erzielten nur Kylian Mbappe (Real Madrid/24) und Serhou Guirassy (Borussia Dortmund/18) mehr Ligatore in 2025.

Die Statistiken zum Spiel untermauern eine starke Zweikampfleistung (64 Prozent gewonnen) und den Mut vor dem gegnerischen Tor (18 zu 13 Schüsse) der Werkself. Dagegen kommt die Eintracht auf 61 Prozent Ballbesitz und eine bessere Passquote (86 zu 78 Prozent).

Ausblick: Champions-League-Start in Kopenhagen

Für die Werkself geht es am kommenden Donnerstag, 18. September (Anstoß: 18.45 Uhr), im Rahmen des 1. Spieltags der Ligaphase der UEFA Champions League 2025/26 beim dänischen Rekordmeister FC Kopenhagen weiter. In der Bundesliga heißt der nächste Gegner Borussia Mönchengladbach. Anpfiff in der BayArena ist am Sonntag, 21. September, um 17.30 Uhr.

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