
Bayer 04 war in diesem Heimspiel sofort voll da und drängte den HSV tief in seine Hälfte. In der Anfangsviertelstunde spielten sich nicht einmal zehn Prozent des Geschehens im Drittel der Leverkusener ab. Phasenweise über 70 Prozent Ballbesitz und erste gute Chancen sprachen ebenfalls für die Werkself, die allerdings die größte Möglichkeit liegen ließ: Patrik Schick vergab einen Strafstoß (25.), nachdem er zuvor selbst von Hamburgs Jordan Torunarigha gefoult worden war. So ging es torlos in die Kabinen. In Durchgang zwei dominierte Schwarz-Rot weiter, musste in Minute 61 durch einen Fernschuss von Fabio Vieira jedoch den Rückstand hinnehmen. Diesen glich Jarell Quansah per abgefälschtem Kopfball noch auf 1:1 aus (79.), mehr gelang aber nicht.
„Am Ende hat es für unser großes Ziel nicht gereicht“, betonte Mark Flekken am Mikrofon von Werkself-TV mit Blick auf die um drei Punkte verpasste Champions-League-Qualifikation. Die erste Saisonbilanz des Torhüters fiel so aus: „Der Start war schwierig, der Kader mit den vielen neuen Spielern musste sich erstmal finden. Dann kam in Richtung Winter eine sehr gute Serie mit tollen Spielen und Ergebnissen. Aus der Winterpause sind wir allerdings zu schwach rausgekommen und haben auch im Endspurt einige Punkte unnötig liegen lassen.“ Kapitän Robert Andrich erklärte: „Die Punktzahl (59, Anm. d. Red.) ist zwar recht ordentlich, aber letztlich war es für die Champions League leider zu wenig und daher überwiegt natürlich gerade die Enttäuschung. Alles aus dieser Saison schlechtzureden, wäre aber falsch - wir hatten auch viele Spiele, in denen wir den Fans Freude bereiten und sie unterhalten konnten. Am Ende waren es eben einfach zu viele Kleinigkeiten, die auf diesem sehr hohen Level den Unterschied ausmachen.“

Cheftrainer Kasper Hjulmand erklärte im Anschluss auf der Pressekonferenz zu den vorangegangenen 90 Minuten: „Wir hatten heute viele Großchancen, unter anderem den Elfmeter, und waren in allen Statistiken überlegen. Wir müssen dieses Spiel natürlich gewinnen.“ Zur abgelaufenen Spielzeit sagte der Däne: „Es war keine einfache Saison, auch wenn viele gute Leistungen dabei waren. Dass letztlich wenige Punkte fehlen, ärgert uns natürlich. Wir haben bis zum Ende alles versucht, um in die Champions League zu kommen. Leider ist uns das nicht gelungen. Insgesamt muss ich der Mannschaft und dem Staff für ihre Arbeit und ihren Fleiß in dieser Saison dennoch ein großes Lob aussprechen.“
Der kicker schrieb von „enormem Chancenwucher“ der Werkself. Und weiter: „Leverkusen dominierte von Anfang an das Spiel, hatte deutlich mehr Ballbesitz und übte enormen Druck aus.“ Die Rheinische Post schlug in selbige Kerbe und schrieb von „zahlreichen vergebenen Möglichkeiten“, während die Bild-Zeitung mit Blick auf diese Partie von einem „Sinnbild für die gesamte Saison“ sprach. Der Kölner Stadt-Anzeiger zog folgendes Fazit: „Leverkusen spielt Europa League, es ist das gerechte Ergebnis einer Saison mit vielen Schwankungen.“ Die Note 2 gab es vom KStA für Montrell Culbreath und den eingewechselten Eliesse Ben Seghir.
Den vierten Saisontreffer von Quansah bereitete einmal mehr Aleix Garcia vor. Für den Spanier bedeutete sein Assist per Freistoß die achte Vorlage in der laufenden Bundesligasaison - mehr als jeder andere Leverkusener. Zudem war er damit in jedem seiner vergangenen drei Ligaduelle an mindestens einem Treffer direkt beteiligt (1 Tor, 2 Assists). Schick dagegen vergab erstmals seit Anfang 2022 in der Liga wieder einen Elfmeter. Leih-Torhüter Jonas Omlin wurde seinerseits vor Anpfiff von Fernando Carro und Simon Rolfes verabschiedet, die Bayer 04-Geschäftsführer bedankten sich bei dem 32-jährigen Schweizer für seinen Einsatz im vergangenen halben Jahr.
Die spielerische Überlegenheit der Werkself an diesem Nachmittag spiegelte sich auch in der Statistik wider: 60 Prozent Ballbesitz, 55 Prozent gewonnene Zweikämpfe und 26 Torschüsse standen für die Leverkusener zu Buche. Einzig bei der Anzahl erzielter Treffer fehlte ein Übergewicht.










In der Sommerpause könnten mehrere Bayer 04-Profis bei der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko an den Start gehen. Diese wird erstmals mit 48 Teams ausgetragen und läuft vom 11. Juni bis zum 19. Juli. Ein bereits feststehendes Testspiel der Werkself im Rahmen der Saisonvorbereitung steigt am 25. Juli bei den Offenbacher Kickers (zur Meldung!), das Trainingslager vom 1. bis zum 7. August im thüringischen Blankenhain (zur Meldung!). Alle weiteren Termine werden wie gewohnt über die bekannten Kanäle kommuniziert.

Offensivspielerin Paulina Bartz verlässt Bayer 04 Leverkusen endgültig und wechselt innerhalb der Google Pixel Frauen-Bundesliga zum Hamburger SV. Ursprünglich lief der Vertrag der 21-Jährigen, die bereits im Winter an den Aufsteiger ausgeliehen worden war, noch bis 2027.
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Rüdiger Vollborn ist seit 40 Jahren im Klub, mit 401 Bundesliga-Einsätzen der Rekordspieler des Klubs und hat als einziger Bayer 04-Profi sowohl den UEFA-Cup (1988) als auch den DFB-Pokal (1993) gewonnen. Und auch nach seiner beeindruckenden Profi-Karriere blieb der gebürtige Berliner dem Werksklub weiter erhalten, arbeitete fortan neun Jahre als Torwarttrainer. Inzwischen ist Vollborn unterm Bayer-Kreuz als Fanbeauftragter und Klub-Archivar tätig. Seit Februar 2021 nimmt das personalisierte schwarz-rote Lexikon die Werkself-Fans in der Rubrik „Rudi erzählt...“ monatlich mit auf eine kleine Reise in die Geschichte von Bayer 04.
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Zum Auftakt in die Bundesligasaison 2026/27 gastiert Bayer 04 bei Aufsteiger SV 07 Elversberg. Das hat die Deutsche Fußball Liga (DFL) am Dienstagnachmittag bekannt gegeben.
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