
Die Werkself ging in der Partie früh in Führung: Victor Boniface netzte für die Werkself bereits in der 9. Minute zum 1:0 ein. Ohne nachzulassen agierten die Leverkusener auch in der Folge offensivfreudig und erspielten sich Chance um Chance. Doch Schwarz-Rot belohnte sich nicht mit dem nächsten Treffer, und so waren es auf der Gegenseite die Heidenheimer, die in der 58. Minute den Torerfolg zum 1:1 markierten. Die Werkself antwortete daraufhin stark und ging durch Jonas Hofmann fünf Minuten später wieder in Führung (63.). Die weiteren Treffer von Boniface (75.) sowie dem zuvor eingewechselten Amine Adli (83.) sicherten im Anschluss den verdienten 4:1-Heimsieg.
Im Nachgang an das Bundesliga-Duell erklärte Exequiel Palacios, der für die beiden ersten Tore die Vorlagen lieferte: „Ich kenne die Laufwege der Jungs und freue mich, dass ich ihnen Tore auflegen konnte. Wichtig ist, dass wir alle an einem Strang ziehen. Wir sind auf einem sehr guten Weg.“ Auch Hofmann meldete sich nach der Partie zu Wort und fand Lob für den Siegeswillen der Mannschaft: „Wir haben uns nach dem Gegentreffer nicht aus der Bahn werfen lassen und direkt wieder die Führung nachgelegt. Das war stark.“ Der deutsche Nationalspieler räumte aber selbstkritisch ein: „Heidenheim hat uns viel abverlangt. Ein Manko war, dass wir nach dem ersten Tor nicht schnell ein zweites nachgelegt haben.“






Unterdessen resümierte Cheftrainer Xabi Alonso das Duell wie folgt: „Wir waren bereit für ein hartes Spiel und haben nach dem Ausgleich mit Konzentration weitergespielt. Ich bin zufrieden mit der Leistung und dem Einsatz der Spieler.“ Schöne Worte fand der Spanier auch für das Treffen mit Heidenheim-Coach Frank Schmidt: „Es war schön, heute mit ihm zu sprechen. Danke auch für das Buch, das er mir geschenkt hat.“ Schmidt entgegnete: „Das ehrt mich, vielen Dank! Aber das ist mir fast ein bisschen unangenehm. Ich sollte mich nicht wichtiger nehmen, als ich bin.“
Auch zum Sportlichen äußerte sich der Heidenheim-Coach: „Niederlagen sind nie schön, aber heute war sie hochverdient. Wir konnten uns wenig erspielen und hatten defensiv viel zu tun. Das 4:1 von Leverkusen war herausragend gespielt.“
Das Resümee der Medien war nach Abpfiff der Partie nahezu einstimmig. So lobten alle den starken Auftritt der Werkself. Kritisch wurde die Chancenausbeute von Schwarz-Rot bewertet. Der kicker schrieb von dominanten Leverkusenern mit einem „kleinem Makel“, während die Rheinische Post die „beeindruckenden Form“ der Werkself rühmte und dennoch von einer „fahrlässigen Chancenverwertung“ sprach. Der Kölner Stadt-Anzeiger titelte derweil mit der „nächsten Machtdemonstration der Werkself“ und sprach darüber hinaus von einem „absolut verdienten Sieg mit einem sehr dominanten Auftritt, der nur für vier Minuten in Gefahr geriet“.
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Die nächsten zwei Treffer für den Nigerianer: Boniface markierte mit seinen beiden Toren in der 9. und 75. Minute seinen fünften und sechsten Bundesliga-Treffer. Zudem war es für den Stürmer bereits der dritte Doppelpack im Trikot der Werkself. Zuvor gelangen ihm jeweils zwei Treffer gegen Borussia Mönchengladbach und den SV Darmstadt 98. Boniface stellte außerdem einen neuen Bundesliga-Rekord auf: Der Stürmer feuerte in den ersten fünf Liga-Duellen 38 Torschüsse ab.
Zum „Man of the Match“ wurde derweil ein anderer gewählt: Exequiel Palacios, der schon für seinen starken Auftritt gegen Häcken mit der Bestnote ausgezeichnet wurde, legte sowohl das 1:0 als auch das 2:1 gegen Heidenheim auf und hatte damit erheblichen Anteil am Sieg der Werkself. Palacios und Boniface erhielten im Anschluss an die Partie jeweils die Bestnote von der Rheinischen Post.






Irrsinnige 21 Abschlüsse verbuchte die Werkself bei zwei Versuchen auf Seiten der Heidenheimer. Zwar wandelten die Leverkusener zugegebenermaßen nur einen Teil der unzähligen Möglichkeiten in Tore um, doch setzte Schwarz-Rot mit den vier Treffern trotzdem eine Bestmarke auf: 17 Tore nach fünf Bundesliga-Partien bedeuten einen neuen Rekord für den Werksklub, nie netzten die Leverkusener häufiger nach so vielen Liga-Spielen ein.
Darüber hinaus sprechen auch die weiteren Statistiken wie etwa die Ballbesitzverteilung (72% zu 28%), die gespielten Pässe (824 zu 323) oder auch die Zweikampfquote (60% zu 40%) bei der Partie gegen die Heidenheimer pro Bayer 04.
Die erste Englische Woche der neuen Saison liegt hinter der Werkself. Es folgt eine reguläre Woche mit dem 6. Bundesliga-Spieltag am Samstag, 30. September, gegen den 1. FSV Mainz 05. Der Ball rollt ab 15.30 Uhr in der MEWA Arena. Anschließend folgt das erste Auswärtsspiel in der UEFA Europa League: Am Donnerstag, 5. Oktober (Anstoß: 21 Uhr), ist die Werkself beim norwegischen Meister Molde FK zu Gast.

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