
War die Anfangsviertelstunde noch ausgeglichen, übernahm die Werkself in der Folge die Oberhand. 18 Minuten waren bestritten, als Christian Kofane einen langen Ball runternahm, seinen Gegenmann stehen ließ und trocken zum 1:0 einschob. Mit dem Vorsprung im Rücken ließ das Team von Cheftrainer Carles Martínez bis zur Pause nichts mehr anbrennen - von der 17. bis zur 45. Minute blieb der FCA gar ohne Torabschluss. Die Augsburger kamen allerdings besser aus der Pause und gingen durch einen Doppelschlag von Michael Gregoritsch in Führung (50., 55.). Die Werkself kam zwar zurück, erarbeitete sich abermals zahlreiche Chancen und erkämpfte sich durch einen Treffer von Patrik Schick per Hacke noch einen Punkt (89.). Für den Sieg reichte es jedoch nicht mehr.
Cheftrainer Carles Martínez fasste das Geschehen im Nachgang auf der Pressekonferenz aus seiner Sicht so zusammen: „Für die Fans und Zuschauer war es heute sicher ein interessantes Spiel mit vielen Chancen. Augsburg ist sehr gut in die Saison gestartet, dafür kann man ihnen nur gratulieren. Ihr Selbstvertrauen war heute zu sehen und zu spüren. Insgesamt bin ich aber der Meinung, dass wir den Sieg verdient gehabt hätten. Wir haben uns viele Chancen erarbeitet - daraus aber leider zu wenig Kapital geschlagen. Augsburg hat es dann in der Phase nach der Pause mit den zwei Toren super gemacht. Wir haben bis zum Ende alles gegeben und sind zurückgekommen. Für den Sieg hat es aber leider nicht gereicht.“

Geschäftsführer Sport Simon Rolfes sagte: „Wir haben besser gespielt, als es das Ergebnis aussagt - aber leider fünf oder acht Minuten aufgehört, Fußball zu spielen. So steht es plötzlich 1:2 und eigentlich weiß ich nicht genau, warum es so steht. Danach haben wir viel Druck gemacht und viele Situationen kreiert. Deshalb war der Ausgleich am Ende auch hochverdient. Trotzdem haben wir dieses Spiel aus der Hand gegeben, wir waren die bessere Mannschaft.“
Der kicker sah aufseiten der Augsburger „zehn starke Minuten nach Wiederbeginn, in denen die zuvor klar unterlegenen Fuggerstädter das Spiel unverhofft drehen. Leverkusens anschließender Dauerdruck bringt den Rheinländern nur noch - aber immerhin - den Ausgleich ein.“ Die Bild-Zeitung schrieb von einem „Last-Minute-Ausgleich auf den letzten Drücker“ und einem „starken Leverkusener Auftritt“ in Hälfte eins. Die Rheinische Post blickte auf einen „Zehn-Minuten-Blackout“, abseits dessen „Leverkusen die Partie über weite Strecken im Griff hatte“. Vom Kölner Stadt-Anzeiger gab's die besten Einzelnoten für Kapitän Edmond Tapsoba (2,5) sowie die beiden Torschützen Christian Kofane (2) und Patrik Schick (2,5).
Für die Leverkusener Treffer hatten an diesem Nachmittag die beiden Mittelstürmer gesorgt, die auf dem Platz standen. Das 1:0 bedeutete für Christian Kofane die dritte Torbeteiligung in seinen vergangenen drei Bundesliga-Auswärtsspielen, alle seine vier Liga-Tore im Jahr 2026 erzielte er in der Fremde. Patrik Schick war seinerseits in der Bundesliga in jedem seiner vergangenen drei Duelle an mindestens einem Treffer direkt beteiligt (3 Tore, 1 Assist).







Zur Pause hatte die Werkself bereits 13 Torschüsse abgegeben - so viele wie seit anderthalb Jahren nicht mehr in einem Bundesliga-Auswärtsspiel. Diesen Wert übertraf sie dann in Hälfte zwei sogar noch einmal, sodass nach Abpfiff ganze 30 Abschlüsse zu Buche standen - Höchstwert für ein Team in einem Spiel in der laufenden Bundesligasaison.
Weiter geht es für Bayer 04 in der BayArena - und das gleich zweimal. Erst eröffnet die Werkself am Mittwoch, 16. September (Anstoß: 21 Uhr), ihre Europa-League-Saison mit dem Heimspiel gegen NK Celje aus Slowenien. Tickets für die Partie gibt's HIER! Am darauffolgenden Sonntag, 20. September (Anstoß: 15.30 Uhr), ist dann RB Leipzig zu Gast. Für das Duell sind noch Resttickets aus geblockten Kontingenten frei geworden - diese gibt es HIER!

Trotz Länderspielphase fanden sich am Samstag, 3. Oktober, zahlreiche Werkself-Fans in der BayArena ein. Der Anlass: Bayer 04 hatte gemeinsam mit Bayer Vital und Hauptsponsor BarmeniaGothaer zum Tag der Gesundheit geladen. In der Premium-Lounge des Stadions lauschten die Gäste spannenden Talks zum Thema Krebs, unter anderem mit Bayer 04-Rekordspieler Rüdiger Vollborn und Ex-Werkself-Profi Hans Sarpei. Im Anschluss freuten sich Jung und Alt über interaktive Stationen wie eine Griffkraftmessung oder eine Pupillografie.
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