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21.09.2017Bundesliga

Unser nächster Gegner: Hamburger SV im Check

Ein Sieg zum Auftakt, eine Niederlage in der Mitte – am Ende soll die Bilanz der ersten englischen Woche der Saison aber positiv ausfallen aus Bayer 04-Sicht. Gelegenheit dazu bietet das Heimspiel gegen den Hamburger SV am Sonntag (24. September, 18 Uhr). Der Bundesliga-Dino hat nach gutem Saisonstart derzeit mit einer dünnen Personaldecke und Torflaute im Angriff zu kämpfen. Der HSV im Check.
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Position

Lange hatte der HSV mehr als ordentlich mitgehalten, am Ende wurde es aber doch deutlich: Mit 0:3 mussten sich die Norddeutschen am Mittwoch im Heimspiel gegen Tabellenführer Borussia Dortmund geschlagen geben. Die Euphorie, die nach zwei Siegen zu Saisonstart und der Tabellenführung für eine Nacht beim Bundesliga-Dino ausgebrochen war, scheint nun erst einmal wieder abgeflacht. Drei Niederlagen in Folge ließen die Hanseaten auf Rang elf abrutschen. Eine Platzierung, mit der man in Hamburg am Saisonende aber mehr als zufrieden sein würde, wäre sie doch ein Indikator für eine weitgehend sorgenfreie Saison – etwas, was man sich beim HSV bereits seit Jahren wünscht.

Personal

Nicht einmal zwei Wochen, nachdem sich das Transferfenster geschlossen hatte, sah man sich beim HSV schon wieder gezwungen, zu reagieren. Der Grund: In Filip Kostic, Aaron Hunt und Nicolai Müller verletzten sich alle Akteure, die in Markus Gisdols Wunschelf für die offensive Dreierreihe hinter Mittelstürmer Bobby Wood vorgesehen waren. Und so statteten die Hamburger kurzerhand den vereinslosen Sejad Salihovic mit einem Einjahresvertrag aus. Der ehemalige Hoffenheimer und ausgewiesene Standardspezialist soll den im HSV-Mittelfeld ausgebrochenen Personalnotstand beheben. Hoffnungsträger im Kader der Rothosen sind neben Salihovic und Wood auch die beiden Ex-Nationalspieler Lewis Holtby und André Hahn, dessen Rückkehr in die Hansestadt nach siebenjähriger Abstinenz den Königstransfer des vergangenen Sommers darstellt. Defensiv zählt Trainer Gisdol auf Innenverteidiger Kyriakos Papadopoulos, der nach einer Ausleihe im vergangenen Jahr nun fest von Bayer 04 verpflichtet wurde.

Probleme

Die Ausfälle von Kostic und Müller, deren temporeiche Einzelaktionen in der Vergangenheit immer wieder für Gefahr sorgten, treffen das Offensivspiel der Rothosen hart. So blieb der HSV an den vergangenen drei Spieltagen nicht nur punkt-, sondern auch torlos. Keine Bilanz, die das ohnehin unruhige Umfeld in der norddeutschen Millionenstadt besänftigt, nachdem die Saison mit dem Ausscheiden im DFB-Pokal beim Drittligisten Osnabrück bereits denkbar unglücklich begonnen hatte – Nebengeräusche, die den Verein bereits seit mehreren Jahren begleiten und die die sportliche Lage nicht nachhaltig verbessern.

Potenzial

Ob nun mit oder ohne die Finanzspritzen des Mäzens Klaus-Michael Kühne: Der HSV ist dabei, sich in Bezug auf Struktur und Arbeitsweise neu aufzustellen. Weg von fortwährenden Personalrochaden, hin zu Konstanz und Vertrauen in die handelnden Personen. Sollte das gelingen, stehen die Chancen gut, angesichts der leidenschaftlichen Fans, der guten Infrastruktur, des attraktiven Standortes und der vielen starken potenziellen Partner die sportliche Dauerkrise der jüngeren Vergangenheit hinter sich zu lassen.

Prognose

Ein weiteres Jahr, in dem die Anhänger bis zur letzten Sekunde um den Klassenerhalt zittern müssen, soll möglichst vermieden werden. In Markus Gisdol hat der HSV einen Coach, der diese schwierige Aufgabe mit der nötigen Ruhe angeht und über Erfahrung im Abstiegskampf verfügt. In Verbindung mit der durchaus vorhandenen Qualität des Kaders sollte das aller wohl erneut auftretenden Turbulenzen zum Trotz reichen, damit der Bundesliga-Dino sein Alleinstellungsmerkmal behält – auch wenn es erneut knapp werden könnte.

 

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