„Sind gefordert, in Stuttgart zu punkten“

Eine entspannte Vorweihnachtszeit sieht anders aus: In den anstehenden 13 Tagen stehen für die Werkself noch vier Pflichtspiele auf dem Programm. Bis zum Pokal-Achtelfinale bei Borussia Mönchengladbach am 20. Dezember müssen die Schwarz-Roten noch dreimal in der Bundesliga ran. Zum Auftakt wartet am morgigen Freitag (7. Dezember, 20.30 Uhr) die Begegnung mit dem VfB Stuttgart im Schwabenland. Eine Aufgabe, die es absolut in sich hat.
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Zwar rangiert der Aufsteiger vor dem 15. Spieltag nur auf Tabellenplatz 13 (17 Zähler), doch ein genauerer Blick auf die schwäbische Saisonausbeute zeigt: Alle Punkte bis auf einen holte die Mannschaft von VfB-Trainer Hannes Wolf zu Hause in der Mercedes Benz-Arena. Dort kassierten die Schwaben auch nur 2 ihrer insgesamt 17 Gegentreffer. „Die Stuttgarter pressen im eigenen Stadion sehr gut und haben ein super Umschaltspiel“, so Heiko Herrlich. „Bislang hat es nur der FC Augsburg geschafft, dort mit einem 0:0 einen Punkt mitzunehmen. Ansonsten haben die Stuttgarter diese Saison alle ihre Heimspiele gewonnen.“

 Stabile Defensive als Basis

Aus den jüngsten beiden Auswärtsspielen holte der VfB nur ein Unentschieden (1:1 bei Hannover 96 und 0:1 beim SV Werder). Doch auf der Pressekonferenz am Donnerstagmorgen im Media-Center der BayArena hob Herrlich hervor: „Ihr jüngstes Heimspiel gegen Borussia Dortmund haben sie gewonnen, und das ist uns hier zuletzt nicht gelungen.“ Die Zielsetzung für seine Mannschaft am Freitagabend liegt somit auf der Hand: „Natürlich wollen wir gewinnen. Uns ist bewusst, dass wir in dieser Saison zu viele Punkte liegen gelassen haben. Wir müssen weiter Punkte sammeln, um uns nachhaltig im oberen Tabellenbereich festzusetzen. Deshalb sind wir auch gefordert, in Stuttgart zu punkten. “

Wie schon beim 1:1 gegen den BVB am Samstag will Bayer 04 auch im Ländle den Fokus wieder auf eine stabile Defensive legen. „Das haben wir zuletzt aus dem Spiel heraus gut geschafft und uns vorne Chancen erspielt. Die Basis dafür ist die Arbeit gegen den Ball und der Fleiß, die Räume zuzulaufen. Da wollen wir nicht nachlassen“, so Herrlich, der seine Mannschaft gleichzeitig in die Pflicht nahm: „Anders als in der ersten Hälfte gegen Dortmund müssen wir mit unseren Möglichkeiten einfach effektiver umgehen.“

Ohne Drei ins Schwabenland

Personell muss der 45-Jährige beim drittletzten Auswärtsspiel des Jahres auf die beiden verletzten Charles Aránguiz (Muskelfaserriss) und Vlad Yurchenko (Fußverletzung) verzichten, ebenso wie auf Wendell. Wie Herrlich den gesperrten Außenverteidiger ersetzen will, wollte er noch nicht verraten: „Wir haben allerlei Möglichkeiten. Welcher Spieler in Frage kommt, hängt auch davon ab, ob wir mit Viererkette spielen werden oder nicht.“  

Nach dem Abschlusstraining am Donnerstagmittag wird sich der Werkself-Tross am Nachmittag auf den Weg in den Süden begeben. Beim Abendspiel am Freitag werden 670 Anhänger die Werkself in der Stuttgarter Arena unterstützen.

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