
Für die Kölnische Rundschau muss sich Bayer 04 noch erheblich steigern, und das erwartet der neue Trainer auch: „Kein idealer Einstand für Tayfun Korkut auf der Trainerbank von Bayer Leverkusen: Vier Tage nach seinem Amtsantritt bei der Werkself musste sich der Nachfolger des am vergangenen Sonntag entlassenen Roger Schmidt mit einem schmucklosen 1:1 (1:0) gegen Werder Bremen begnügen, weil Ömer Toprak in der sechsten Minute der Nachspielzeit per Foulelfmeter an Felix Wiedwald scheiterte. ,Das Ergebnis ist unter dem Strich gerecht. Wir hatten aber noch mal die Chance, verschießen den Elfmeter, deswegen müssen wir uns mit dem Punkt begnügen. Das ist gerade eine Phase, die nicht ganz einfach ist. Wir müssen weiter arbeiten. Dann bin ich sicher, dass wir auch die Erfolge einfahren', sagte Korkut.“
Die Rheinische Post sieht bereits Ansätze für Veränderungen: „Viel Zeit blieb dem 42-Jährigen (Trainer Korkut) nicht, um die Werkself auf Werder Bremen vorzubereiten. Das Team sei dennoch bereit, kündigte der neue Coach vor der Partie an – und behielt teilweise recht. Das 1:1 (1:0) war im Gegensatz zu dem Debakel in Dortmund tatsächlich ein Schritt in die richtige Richtung, wenn auch ein ziemlich kleiner. Zumindest defensiv zeigte sich Bayer verbessert. Insgesamt war es aber ein ziemlich verunsicherter Auftritt nach den Verwerfungen der vergangenen Tage.“
„Claudio Pizarro (39) versaut Tayfun Korkut (42) den Einstand“, heißt es in BILD, und weiter: „Werders Tor-Joker nimmt dem neuen Leverkusen-Trainer knapp drei Minuten nach seiner Einwechselung den Dreier weg. Beendet beim 1:1 die längste Torlos-Serie seiner Bundesliga-Karriere (860 Minuten) - und das bei seinem 200. Spiel für Bremen.“
Der Express verweist auf die Veränderungen, die gegenüber dem Spiel in Dortmund bereits vollzogen wurden. „Nach fünf Tagen im Amt tauschte Korkut im Vergleich zur 2:6-Klatsche in Dortmund gleich mal auf fünf Positionen: Chicharito, Bellarabi, Brandt, Baumgartlinger und Dragovic rutschten in die Startelf.“ Und weiter lesen wir dort: „Der eingewechselte Jubilar Claudio Pizarro (200. Spiel für Werder) wurde seinem Ruf als Bayer-Schreck mal wieder vollends gerecht und erzielte nach einem Eckball den verdienten Ausgleich (79.).“
Dieser Treffer zum 1:1 ist für den Kölner Stadt-Anzeiger Anlass zu folgender Überlegung: „Die Ahnung, dass das Defizit im Spiel von Bayer 04 so tiefgreifend ist, dass es mit der Trennung von Roger Schmidt alleine nicht behoben werden kann, verdichtete sich immer mehr zur Gewissheit. Und eine der Baustellen ist das Verteidigen von Standards. In der 79. Minute gelang das wieder einmal nicht. Nach einem Freistoß von Junuzovic kam der Ball zu Bauer, dessen Schuss fälschte der kurz zuvor eingewechselte Torjäger-Oldie Claudio Pizarro (38) mit der Hüfte zum 1:1 ins Leverkusener Tor ab.“
Der Bremer Weser-Kurier schließlich führt eine Serie an, die die Spiele zwisdchen Bayer 04 und den Hanseaten zuletzt kennzeichnete: „Werder hatte damit gegen einen seiner Lieblingsgegner - 2016 hatten die Bremer alle drei Vergleiche gegen Bayer gewonnen - einen wichtigen Punkt im Abstiegskampf geholt. Es war ein gerechtes Ergebnis gegen eine Leverkusener Mannschaft, der man speziell nach der Pause anmerken konnte, dass bei ihr in dieser Saison mehr schief als gut gelaufen war.“


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