Presseschau: „Jubiläum veredelt Bayer-Sieg“

Die Bewertung des 2:1-Erfolges der Werkself beim VfL Wolfsburg fiel einhellig aus: Die Medien bescheinigen Bayer 04 einen verdienten Sieg in der Volkswagen-Arena. Besonders gewürdigt wurde auch der 400. Bundesliga-Einsatz von Stefan Kießling.
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Pressestimmen zum Spiel in Wolfsburg:
Der Kicker schrieb: „Die Werkself war die aktivere Mannschaft und ging auch verdient als Sieger vom Feld. Die Wölfe waren vor allem nach der Pause offensiv zu harmlos. … Es wurde schnell klar: Beide Teams wollten Fußball spielen und schlugen kaum lange Bälle. Bayer agierte vorne sehr variabel, Havertz, Volland & Co. tauschten immer wieder die Positionen.

In der Rheinischen Post heißt es unter der Überschrift Alario und Brandt vermiesen Labbadias Heimpremiere': „Bayer 04 hat das Duell der Werksklubs verdient mit 2:1 (1:0) gewonnen. Beim VfL Wolfsburg blieb das Team von Trainer Heiko Herrlich zudem zum zehnten Mal in Folge auswärts ungeschlagen." 

Die Bild kam zu dem Schluss: „Die Gäste sind über 90 Minuten die bessere Mannschaft, ohne dabei wirklich zu glänzen. Im ersten Abschnitt profitiert man von einem Elfmeter, den Alario gekonnt im Netz unterbringt (0:1). Nach dem Seitenwechsel zeigt Bayer dann Einbahnstraßenfußball, lediglich die Belohnung will nicht gelingen. Erst in der 78. Minute, als das Spiel bereits ziemlich abgeflacht ist, legt Brandt nach (78.). Im direkten Gegenzug verkürzt Mehmedi zwar gegen die Ex-Kollegen, die große Schlussoffensive bleibt aber aus. Leverkusen bringt das Ergebnis souverän über die Zeit und nimmt drei verdiente Punkte mit, Wolfsburg bleibt weiter im Keller stecken.“

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung analysierte: „Die Leverkusener hatten vor allem in der ersten Halbzeit vorgeführt, wie man als Spielverderber auftritt. In der Offensive gelang ein schnelles Umschalten mit hoher Flexibilität. In der Defensive zog sich die Bayer-Elf bei Ballbesitz für Wolfsburg kollektiv zurück und ließ keinerlei Räume zur Entfaltung entstehen. Divock Origi konnte einem leidtun, wie er als einziger Stürmer des VfL versuchte, sich zu behaupten. Die Spielstrategie, die Labbadia seinem Team im Abstiegskampf verordnete, verpuffte nahezu wirkungslos.“

Das Fazit der Welt: „Bayer 04 Leverkusen hat nach zwei Niederlagen in Folge endlich wieder Grund zum Jubeln. Die Werkself fährt einen hochverdienten Sieg gegen offensiv sehr schwache Wolfsburger ein. Damit ist das Heimdebüt von Bruno Labbadia gründlich in die Hose gegangen.“

Der Kölner Stadt-Anzeiger meint: „Das war gut: Der Gesamteindruck bei Leverkusen. Mit einer Ausnahme konzentriert in der Defensive, 80 Minuten lang völlige Kontrolle des Mittelfelds und schönen Fußball rund um den Wolfsburger Sechzehnmeterraum. Zwar klappte der letzte Pass nicht immer, doch die Offensive kann auch ohne den jamaikanischen Ausnahmekönner Leon Bailey funktionieren. Bayer 04 feiert einen hochverdienten Sieg gegen einen lange Zeit unterirdisch auftretenden VfL Wolfsburg. Die Werkself agierte druckvoll, mutig und zweikampfstark – alles, was man zuletzt in der BayArena nur sehr selten sah. Allerdings hätte der Sieg, gemessen an der Zahl der Flanken und Pässe in den VfL-Strafraum und der Qualität des Gegners, noch deutlicher ausfallen müssen.

Die Wolfsburger Allgemeine Zeitung sieht es so: „Das Heim-Debüt von Bruno Labbadia beim VfL Wolfsburg ist missglückt. Der niedersächsische Fußball-Bundesligist unterlag am Samstag bei der Premiere des neuen Trainers verdient mit 1:2 (0:1) gegen Bayer Leverkusen und rutschte damit noch tiefer in den Abstiegsstrudel. Während die Wolfsburger mit Labbadia auf den ersten Sieg warten, bleiben die zuletzt schwächelnden Leverkusener auf Europapokal-Kurs.“

Der Tagesspiegel bestaunte vor allem den Treffer von Julian Brandt zum 2:0 für die Werkself: „Leverkusen war deutlich überlegen. Und führte. Aber, und das machte es für Bayer so heikel, es stand nur 1:0 für die Gäste. Dann zeigte Julian Brandt eine geniale Aktion. Er stürmte mit dem Ball am linken Fuß in den gegnerischen Strafraum. Kurz vor dem herausstürzenden Torwart Koen Casteels wechselte Brandt den Fuß und hob den Ball mit rechts über Casteels hinweg ins Tor. Ein großartiger Treffer.“

Beim Express heißt es: „Zu Hause ist der Wurm drin, auswärts wird Bayer Leverkusen immer mehr zur Macht. Das 2:1 beim VfL Wolfsburg war bereits das zehnte Spiel in Folge in der Fremde, das die Werkself nicht verloren hat. Mit den drei Punkten spricht das Team von Heiko Herrlich (46) weiter ein gehöriges Wort mit um die Champions League. Dabei vermasselte Bayer das Heim-Debüt von Bruno Labbadia (52). Es war das zwölfte Mal, dass Labbadia nun als Trainer (vorher mit Hamburg und Stuttgart) gegen den Werksklub antrat – kein einziges Mal ging er als Sieger vom Platz.“

„Geschichte geschrieben“ - Pressestimmen zum besonderen Jubiläum von Stefan Kießling:

Der Kicker ordnet das 400. Bundesligaspiel des Werkself-Stürmers auch statistisch ein: „Nun ist die Marke geknackt. Stefan Kießling feierte in Wolfsburg. Der gebürtige Franke ist der insgesamt 66. Spieler, der auf 400 Einsätze in der höchsten deutschen Spielklasse kommt. Nach Gerd Müller, Rainer Geye, Klaus Allofs, Manfred Burgsmüller, Stefan Kuntz, Claudio Pizarro und Klaus Allofs ist Kießling erst der siebte Mittelstürmer, der sich in diese Liste einträgt. Pizarro ist der einzige noch aktive Profi, der derzeit mehr Einsätze aufzuweisen hat als Leverkusens Angreifer. … Mit seinem 400. Einsatz holte der Blondschopf in der Liste der Rekordspieler Thomas Häßler und Klaus Zaczyk ein. Unmittelbar vor ihm liegen zwei weitere Vereinslegenden der Leverkusener: Abwehrmann Martin Kree sowie Torhüter Rüdiger Vollborn, der seine 401 Einsätze allesamt für die Werkself absolvierte und deren Rekordspieler ist. Kießling (341 Spiele für Bayer) liegt in dieser Rangliste hinter Ulf Kirsten (350) auf Rang drei.“

Der Express hielt unter der Überschrift Kießling-Jubiläum veredelt Bayer-Sieg' fest: „Zielstrebig stürmte Heiko Herrlich nach Schlusspfiff auf Stefan Kießling (34) zu und nahm in freudestrahlend in die Arme. Denn Bayers Routinier hatte soeben Geschichte geschrieben. Sein Zwei-Minuten-Einsatz war der insgesamt 400. in der Bundesliga. ‚Kies‘ ist damit erst der 66. Spieler, der diese magische Marke geknackt hat. ‚Ich bin überglücklich. Das ist natürlich eine besondere Zahl, auf die ich sehr stolz bin. Einer der schönsten Momente meiner Karriere‘, sagte Kießling: ‚Jetzt muss ich wohl einen ausgeben.‘ Der Stürmer durfte sich aber nicht nur über sein Jubiläum freuen, sondern auch über drei ganz wichtige Punkte im Kampf um die Champions League.“

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