
In der Süddeutschen Zeitung heißt es: „Vom Spiel Bayer Leverkusens gegen Werder Bremen hatten sich die Kenner viel versprochen, die Fachzeitschrift kicker stellte sogar ‚ein Torfestival‘ in Aussicht. Dazu kam es zwar nicht, aber die Erwartungen sind gewiss nicht enttäuscht worden, beide Teams bestätigten durch ihr Auftreten die Europacup-Ansprüche, aber gejubelt hat am Ende nur der SV Werder. Ein Tor von Max Kruse in der Nachspielzeit verschaffte den Bremern Beruhigung und sicherte ihnen den 3:1-Auswärtssieg. Lange Zeit hatten sie um diesen Erfolg bangen müssen, Bayer Leverkusen gestaltete die zweite Halbzeit nach 0:2-Pausenstand als pausenloses Powerplay.“
Die FAZ schwärmt von einem „großartig anzusehenden Spiel“ … . „In jedem Fall war der Unterhaltungswert der Partie beachtlich gewesen, aufgrund der vielen Strafraumszenen, wegen des hohen Tempos und der individuellen Klasse - es war ein Spiel zweier Spitzenteams.“
„Bremen bremst Bayer", so lautet die Überschrift des Artikels im Kölner Stadt-Anzeiger, der auf das Fehlen von Kai Havertz in der Startformation eingeht: „Ein Magen-Darm-Virus hatte den Hochbegabten in den Tagen vor dem Spiel heimgesucht. Beim Abschlusstraining am Samstag war der 19-Jährige zwar zugegen, aber nicht im Vollbesitz seiner Kräfte, weshalb sich Trainer Bosz dazu entschied, das Spiel ohne ihn zu beginnen. Schnell zeigte sich, dass dem auf Ballbesitz und Passquote angewiesenen Spiel der Werkself etwas fehlte. Bremens Trainer Florian Kohfeldt hatte angekündigt, dem Gegner ‚wehtun’ zu wollen, und so ging es natürlich noch einfacher. Schon nach vier Minuten hatte Johannes Eggestein nach schöner Vorarbeit von Max Kruse die erste große Chance. Und weitere folgten, weil Bayer 04 die Bälle im Aufbau verlor, die Seiten offen ließ und in der Rückwärtsbewegung ebenso unentschlossen war wie am gegnerischen 16-Meter-Raum. Alles sah wie immer noch nach gutem Fußball aus, aber mit dieser Nonchalance ist das im Offensivsystem des Trainers Peter Bosz gemeingefährlich. Außerdem trafen die Leverkusener auf eine Mannschaft, die an diesem Tag keine Fehler machte und in Max Kruse einen überragenden Spieler in ihren Reihen hatte.“
Die Rheinische Post stellt fest: „Unterschiedlicher hätten die Stimmungslagen der beiden Trainer nach dem Schlusspfiff kaum sein können. Während Bremens Florian Kohfeldt freudestrahlend und auf den Füßen wippend Fragen beantwortete, schritt sein Leverkusener Pendant Peter Bosz mit finsterer Miene durch die Katakomben der BayArena. Der Niederländer war nach dem 1:3 (0:2) seiner Mannschaft gegen Werder sichtlich angefressen - und fand deutliche Worte der Selbstkritik. ‚Bremen hat zu Recht gewonnen. Wir haben die erste Halbzeit sehr schlecht gespielt’, konstatierte der 55-Jährige mit einer für ihn untypischen Deutlichkeit. Er wolle die Leistung der Gäste nicht herunterspielen, aber die Defizite seines Teams seien mit und ohne Ballbesitz offensichtlich gewesen. ‚Wir dürfen nie wieder ein Spiel so anfangen, wie wir es heute gemacht haben. Ich hoffe, das war das erste und auch letzte Mal, dass ich das so sagen musste.’“
Das Fazit des Kicker lautet: „Werder zeigte 45 Minuten lang ein Super-Spiel. Aufgrund der zweiten Hälfte hätte Leverkusen aber einen Punkt verdient gehabt.“
Die Bild sah „ein irres Spiel“, aber auch einen „schweren Rückschlag für Bayer Leverkusen im Kampf um Europa“.

Nach dem Wintereinbruch der letzten Wochen wurden alle geplanten Partien der Nachwuchs-Teams im Freien abgesagt. Die meisten Mannschaften waren jedoch ohnehin in der Halle aktiv – und das äußerst erfolgreich: Sowohl die U13 als auch die U16-Juniorinnen gewannen ihre Turniere in Wermelskirchen und auf Schalke. Die U19 landete beim hochkarätigen Mercedes-Benz Junior Cup auf Rang 5 und für die U15 stand beim ebenfalls stark besetzten Pape-Cup in Magdeburg am Ende Platz vier zu Buche – das Nachwuchs-Wochenende im Überblick.
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Enge Tribünen, kleines Feld, laute Fans: Am vergangenen Wochenende trat die U19 von Bayer 04 im Sindelfinger Glaspalast auf dem renommierten Mercedes-Benz Junior Cup 2026 an, der seit über 30 Jahren Topklubs aus dem In- und Ausland anzieht. Über zwei Turniertage duellierte sich der älteste Nachwuchs-Jahrgang des Werksklubs, feierte dabei Siege unter anderem gegen den 1. FC Köln und den FC Bayern München. Am Ende stand der 5. Platz zu Buche. Simone Cannizzaro aus der Leverkusener U17 wurde seinerseits als bester Torschütze des Turniers ausgezeichnet.
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Bayer 04-Fans aufgepasst: Beim Heimspiel in der UEFA Champions League gegen den FC Villarreal am 28. Januar (Anstoß: 21 Uhr) haben Werkself-Anhänger die Möglichkeit, das Spiel aus einer anderen Perspektive zu verfolgen. Aufgrund zurückgegebener Kontingente des Gastklubs wird der Auswärts-Stehblock zum Heimbereich. Tickets sind seit Montag, 12. Januar, für Jedermann erhältlich. Alle Infos.
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Es war ein gebrauchter Samstagabend. Die Werkself unterlag zum Start ins neue Jahr am 16. Bundesliga-Spieltag 2025/26 gegen den VfB Stuttgart 1:4. Ein Ergebnis, das bei Spielern wie Fans gleichermaßen für enttäuschte Gesichter sorgte. „Wir haben ohne Leidenschaft gespielt“, stellte etwa Alejandro Grimaldo im Anschluss ehrlich fest. Mitspieler Jarell Quansah zeigte sich noch selbstkritischer, betonte: „Wir waren Meilen von einer guten Leistung entfernt. Vor allem vor unseren Fans hier im eigenen Stadion kannst du so eine Leistung nicht zeigen. Da müssen wir uns, um ehrlich zu sein, entschuldigen.“ Alle Aussagen sowie Zahlen und Fakten zum Duell mit dem VfB Stuttgart liefert der Werkself Nachdreher.
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