
„Wir haben in Hamburg, vor allem was unsere Leistung anbelangt, einen Schritt nach vorn gemacht“, betonte Kasper Hjulmand auf der Pressekonferenz am Freitagvormittag und richtete seinen Blick im Zuge dessen direkt voraus auf die Aufgabe bei den heimstarken Breisgauern, die im Europa-Park Stadion seit 16 Pflichtspielen ungeschlagen sind. „Auch international (Platz sieben in der Ligaphase der UEFA Europa League, Anm. d. Red.) haben sie es bislang sehr gut gemacht. Da kann man sie nur beglückwünschen“, erklärte Hjulmand, dessen Team von 1.900 mitreisenden Bayer 04-Fans unterstützt wird.
Beim SCF „wollen wir wieder aktiv sein, einen Sieg holen und so den nächsten Schritt gehen. Wichtig wird dabei sein, dass wir vor dem Tor effizienter werden und so die Spiele früher zu machen“, führte der Däne weiter aus.
Sorgen, dass seine Spieler möglicherweise schon die darauffolgenden Aufgaben gegen den FC Arsenal in der UEFA Champions League und den FC Bayern München in der Liga im Hinterkopf haben, hat der 53-Jährige nicht: „Ich spüre bei ihnen, dass sie sich nur auf morgen fokussieren. Zu 100 Prozent.“
Mit Edmond Tapsoba, Alejandro Grimaldo und Aleix Garcia gehen gleich drei Werkself-Profis mit je vier Gelben Karten in die Partie. Bei einer weiteren Verwarnung in Freiburg müssten sie kommenden Samstag gegen den FC Bayern München aussetzen. Hjulmand: „Das spielt in unseren Planungen keine Rolle. Freiburg ist jetzt am wichtigsten. Es geht vielmehr um das Management mit Blick auf mögliche Verletzungen, da dürfen wir nichts riskieren.“
Das gilt auch für Patrik Schick, der im Duell beim HSV aufgrund muskulärer Probleme fehlte. Die Entscheidung, ob der tschechische Torjäger mit nach Freiburg reisen wird, fällt nach dem Abschlusstraining am Mittag. Am Mittwoch im Volksparkstadion stürmte anstelle des 30-Jährigen Youngster Christian Kofane, der das Tor des Tages erzielte. Hjulmand über den Kameruner: „Christian hat nicht nur getroffen, er war auch sehr fleißig und gut im Pressing. Es war eine super Leistung.“
Positive Worte gab es auch für Montrell Culbreath. Der Flügelspieler aus der klubeigenen U19 hatte in Hamburg erstmals zur Startelf gehört. Hjulmand: „Großes Lob für unsere Akademie und die Menschen, die dort arbeiten. Montrell hat bei uns über viele Wochen sehr gut trainiert und jetzt auch wirklich gut gespielt. Das Wichtigste ist für mich, dass er auf dem Platz einfach Spaß hat. Er hatte keine Angst, es war nur Freude am Spiel bei ihm zu sehen.“
Dafür, dass junge Akteure wie Culbreath frei aufspielen können, machte Hjulmand auch die Erfahrenen in seinem Kader verantwortlich: „Sie sind sehr wichtig. Sie sind der Rückhalt und sorgen dafür, dass junge Spieler ihre Leistungen bringen können.“
Das gelte auch für das Torhüter-Team. Angesprochen auf eine möglicherweise schwierige Entscheidung, wer nach der Genesung von Mark Flekken zwischen den Pfosten stehen werde, erklärte Hjulmand: „Es ist sehr gut für das Team und den Klub, dass es für mich als Trainer eine schwierige Entscheidung ist. Mark ist ein toller Torwart, Janis (Blaswich, Anm. d. Red.) genauso. Unsere Torhüter, auch Jonas (Omlin) und Lombo (Niklas Lomb), geben dem Team so viel Positives. So soll es sein und nur so ist Erfolg möglich.“

Mit Rückenwind ins zweite Bundesliga-Auswärtsspiel in Serie: Nur drei Tage nach dem überzeugenden 1:0-Sieg beim Hamburger SV tritt die Werkself beim SC Freiburg an. Vor der Partie am Samstag, 7. März (Anstoß: 15.30 Uhr/live bei Sky, WOW und im Werkself-Radio), sprach Cheftrainer Kasper Hjulmand über die Schlüsse aus dem Nachholspiel beim HSV, ein vorbelastetes Trio und die jungen Akteure um Christian Kofane und Montrell Culbreath.
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